Wii-Remote-Patentstreit Runde 2: BigBen geht in Berufung

Nachdem Nintendo am Mittwoch dieser Woche bekannt gab, dass man im Patentstreit mit BigBen, in dem es um die Herstellung und den Vetrieb einer Wii-Remote-Kopie geht, die Überhand behielt, schlug der Zubehörhersteller heute zurück.

Denn auch wenn das Urteil des Mannheimer Landesgerichts keinen Einfluss auf den Vertrieb und den Verkauf der Wii-Remote-Kopie außerhalb Deutschlands hat, entschloss man sich bei Big Ben dazu, das Urteil anzufechten und in Berufung zu gehen.

"Im Zusammenhang mit dem Urteil des Landgerichts Mannheim zum Patentstreit zwischen Nintendo und Bigben Interactive weist Bigben darauf hin, dass das Urteil des Landgerichts Mannheim nicht rechtskräftig ist. Es betrifft den Vertrieb von Wii-kompatiblen Fernbedienungen durch die deutsche Bigben-Tochter und hat keine rechtlichen Auswirkungen für den Vertrieb außerhalb Deutschlands."

"Dennoch wird Bigben Berufung gegen das Urteil einlegen. Das Patent, das Nintendo für verletzt hält, wurde erst vor kurzem erteilt. Seine Rechtsbeständigkeit wurde noch in keinem Einspruchs- oder Nichtigkeitsverfahren überprüft. Ob das Nintendo-Patent zu Recht erteilt wurde, wird sich daher erst in dem von Bigben eingeleiteten Einspruchsverfahren erweisen."

"Bigben hätte die Auseinandersetzung gerne vermieden und hatte Nintendo Lizenzverhandlungen angeboten. Dies hat Nintendo bislang kategorisch abgelehnt", heißt es hier.

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