21.07.2012 10:28 Uhr

Fez und der fehlerhafte Patch: Microsoft weist alle Kritik von sich

In einem aktuellen Statement wehrte sich Microsoft gegen den Vorwurf, dass die hohen Kosten auf Xbox Live eine effiziente Fehlerbehebung via Updates so gut wie unmöglich machen.

3 Kommentare

Wir erinnern uns zurück: Kurz nach dem Release des Arcade-Titels “Fez” entschieden sich die Indie-Entwickler von Polytron dazu, einen Patch zu veröffentlichen. Dummerweise hatte dieser mit technischen Macken zu kämpfen, die bei einem kleinen Teil der Spieler (laut Entwicklerangaben etwa ein Prozent) zum Verlust des Spielstandes führen konnten.

Und nachdem der Software-Flicken zunächst offline genommen wurde, ging er kurze Zeit später in einer unveränderten und somit weiterhin fehlerhaften Fassung online. Die Begründung der Entwickler: Für einen überarbeiteten Patch werden auf Xbox Live mehrere zehntausend US-Dollar fällig. Zu viel für ein kleines Indie-Studio wie Polytron.

Vorwürfe, zu denen sich in einem aktuellen Statement auch Microsoft äußerte. “Polytron und ihr Investor Trapdoor haben die Entscheidung getroffen, auf die Arbeiten an einem weiteren Update zu verzichten. Die Microsoft Game Studios haben diese Entscheidung basierend auf dem Glauben, dass Polytron und Trapdoor wissen, was das Beste für die Qualität ihres Spiels ist, unterstützt”, so das US-Unternehmen.

“Auch wenn wir nicht im Detail über die Kosten eines Titel-Updates sprechen, haben wir Trapdoor eine Zusammenarbeit angeboten, um sicherzustellen, dass das nicht das Problem ist. Wir sind weiterhin große Fans von Fez.”

Aktuellen Berichten zufolge kann der erste Patch auf Xbox Live kostenlos veröffentlicht werden, während für die Veröffentlichung weiterer Updates bis zu 40.000 US-Dollar fällig werden. Ein durchaus saftige Preispolitik, mit der Microsoft die Anzahl der Patches auf Xbox Live möglichst gering halten möchte.



Kommentare (3)
  1. Find von Microsofts Seite völlig verständlich.

    • An sich, ist es immer besser, wenn nicht alle 4 Wochen nen Patch rauskommt. Das ist richtig.
      ABER M$ Preispolitik mit ihrer Platform ist einfach nur Abzocke, da sie sich sicher sein können, dass Entwickler wie Activision mit CoD garantiert mehr Patches bringen werden und müssen.
      Also hamstert M$ für nichts tun Geld ein.
      Dann lieber wie bei Sony, eine Pauschale an Sie gezahlt und dann frei loslegen.
      Achja, die Pauschale hat M$ ja auch…..ups^^

  2. die sollten das spiel als indie entwickler auf den pc bringen
    da gibt’s derartige probleme nicht

    weis jemand, wie viel bzw. ob überhaupt ein update eines indie entwicklers auf steam kostet?
    würde mich mal interessieren…

    viele spiele gab’s lange nur auf der seite des entwicklers zu kaufen, bis es dann auch auf steam zu finden war
    ich weis nicht, wie groß die negativen nebeneffekte dabei sind ( kosten für updates )

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