13.08.2012 11:50 Uhr

Branchen-Veteran David Crane: ‘Zynga hat den Ruf von Casual-Spielen ruiniert’

Laut Branchen-Veteran David Crane sind Titel vom Schlage eines "Farmville" für den aktuellen schlechten Ruf der Casual-Titel verantwortlich.

4 Kommentare

Im Gespräch mit den Kollegen der GameInformer bezog Branchen-Veteran David Crane, seines Zeichens Schöpfer der “Pitfall”-Reihe und Mitgründer von Activision, Stellung zu den heutigen Casual-Titeln.

Dabei ging er vor allem mit Titeln wie “Farmville” hart ins Gericht und vertrat den Standpunkt, dass ausgerechnet Branchen-Größen wie Zynga für den zweifelhaften Ruf aktueller Casual-Titel verantwortlich sind. “Vor zehn Jahren hat jeder solche Titel gespielt. Und nur weil sie heute auf den Telefonen zu finden sind, scheint jeder vergessen zu haben, dass sie überhaupt existierten”, so Crane.

“Ich habe das Gefühl, dass ich immer Casual-Spiele gemacht habe. Ich habe Spiele für Menschen gemacht, die unterhalten werden wollen und Spiele auf jedem Level genießen. Bei Spielen geht es um Ablenkung. Das ist wirklich casual. [...] Wenn man die Leute vor ein paar Jahren nach einem Casual-Titel gefragt hätte, hätten sie wohl so etwas wie Angry Birds genannt.”

“Heute würden sie wohl so etwas wie Farmville in den Raum werfen. Ich mag es nicht, dass diese Social Games mit den Casual-Titeln in einen Topf geworfen werden. Meiner Meinung nach sind es diese Zynga-Titel, die den Casual-Spielen ihren schlechten Ruf eingebracht haben.”



Kommentare (4)
  1. the magic muffin

    und activision ruiniert den ruf von shootern

    dank den jährlichen “call of duty”s denkt jeder entwickler nur noch, dass die leute auf gute spielmechaniken und vor allem lange singleplayer verzichten wollen
    jeder will nur noch multiplayer im modern warfare stil produzieren
    diese spiele werben dann ununterbrochen mit veränderbaren waffen wie aufsätzen usw., perks und killstreaks
    der einzelspieler besteht aus ner 3 stunden langen schlauchballerei ohne herausforderung mit gescrypteten events und einer stereotypischen story
    die entwickler von heute glauben, dass man nur noch mit dieser formel geld verdienen kann

    vor nicht allzu langer zeit waren 2 mio. verkäufe eines spiels ein erfolg – jetzt gilt alles unter 20 mio. als versagt – wegen verkaufsrekorden seitens activision

    dazu kommt das typische preismodell:
    annuale releases für 60€ ( story wird dabei immer kürzer, grafisch verändert sich nix und der multiplayer bleibt der selbe = gleiches spiel )
    dann kommen 4 DLC’s mit jeweils 4 schlecht designten karten für 15€ oder gleich ein überteuerter premium service

    ich kritisiere hier nicht “call of duty” selbst – ich mag es seit teil 4 nicht mehr und kaufe es auch nicht mehr – ich kritisiere hier die einstellung moderner entwickler, die sich nur noch an activision orientieren

    vor ca. 10 jahren war das meiste, was man uns jetzt für 15€ extra andreht kostenlos
    jetzt kriegen wir nicht mal mehr auf dem pc die modding tools, da man sonst ja spielmodi erschaffen könnte, die der publisher noch als DLC verkaufen will
    ( siehe “Battlefield 3″ gunmaster [ eigentlich gun game von counter strike ] )

    • Klasse geschrieben. Meine Meinung

    • /sign

      Nur noch: Nicht alle Entwickler orientieren sich an CoD, da sie wissen, das sie damit alles in den Sand setzen.
      Es gibt auch noch andere, die sich deshalb etwas eigenes Ausdenken.
      Das problem am Spielemarkt liegt darin, das nicht mehr die SPiele im Vordergrund stehen, sondern wieviel damit verdient werden kann. Liegt das unter den Erwartungen, wird eingespart und man bekommt technisch minderwertige Artikel.
      Die einzige Hoffnung heute sind nur noch die Indie-Entwickler!

      • the magic muffin

        da hast du recht
        es gibt nur noch wenige entwickler, die etwas neues entwickeln wollen
        beispiel Valve, Media Molecule und grafisch DICE ( wobei DICE dann aber wieder von EA dirigiert wird, was schließlich alles, was sie machen wollen einschränkt… )

        Valve und Media Molecule, weil sie sich stark auf “User created Content” konzentrieren – unendliches spielpotenzial
        siehe “little big planet”, “counter strike” und das jüngste beispiel der level creator in “portal 2″

        abgesehen von diesen ( und anderen ) wenigen entwicklern machen nur noch indie titel fortschritte
        zum glück verdienen diese nicht schlecht
        paradebeispiel: “minecraft”
        es hat für ein sandbox spiel schon ein subgenre erschaffen

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