
Geht es nach Jade Raymond, Oberhaupt von Ubisoft Toronto, dann hat sich die Erwartungshaltung der Spieler in den vergangenen Jahren dermaßen verändert, dass selbst kleine Fehler zum kommerziellen Scheitern eines Titels führen können.
“Zu den Dingen, die ich sehe, gehört unter anderem die Tatsache, dass die Kunden mittlerweile nicht weniger als die Perfektion erwarten”, so Raymond gegenüber dem Offiziellen Xbox Magazin. “Früher gab es, sagen wir, etwa zwei Millionen Menschen, die Spiele gespielt haben. Hierbei hatten wir es mit echten Fans zu tun, die wirklich jeden Titel gespielt haben.”
“Diese waren auch gewillt, kleinere Bugs zu verzeihen und Sachen zu testen, die mitunter etwas weniger spaßig waren, da man sich hier an neuen Konzepten versuchte. Heute haben wir 30 Millionen Menschen, die Spiele kaufen, und diese entscheiden sich lediglich für die besten fünf”, so Raymond weiter, die in der Erwartungshaltung der Spieler eine Gefahr für innovative und kreative Projekte sieht.
“Es wird einem nicht viel verziehen, was wiederum zur Folge hat, dass Innovationen eingeschränkt werden. Näherst du dich dem Release und etwas funktioniert nicht, dann bist du dazu gezwungen, es zu entfernen, oder dich auf etwas zu berufen, von dem du weißt, dass es funktioniert.”
Derzeit arbeitet Jade Raymond mit Ubisoft Toronto unter anderem an “Splinter Cell: Blacklist”.













