27.10.2012 11:54 Uhr

Silicon Knights: Eternal Darkness-Macher vor dem endgültigen Aus? Ein Blick hinter die Kulissen

Nach diversen Fehlschlägen scheint die kanadische Schmiede Silicon Knights vor dem endgültigen Aus zu stehen. Was in den vergangenen Jahren alles schief lief, erfahrt ihr bei uns.

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Aktuell zeichnet sich ab, dass das kanadische Studio Silicon Knights, das sich vor einigen Jahren vor allem mit dem ausgefallenen Psycho-Thriller “Eternal Darkness” einen Namen machte, nach diversen Entlassungswellen vor dem endgültigen Aus stehen könnte.

So heißt es, dass bis auf fünf Angestellte, unter denen sich auch Studio-Oberhaupt Denis Dyack befindet, alle verbleibenden Mitarbeiter ihren Hut nehmen mussten. Da weitere Details – auch von offizieller Seite – noch auf sich warten lassen, ist zur Zeit unklar, wie es mit dem kanadischen Studio weitergehen soll. Fest scheint aber schon jetzt zu stehen, dass man sich die derzeitige Lage des Studios selbst zuzuschreiben hat.

Neben dem vermeidbaren Rechtsstreit mit Epic Games, der Silicon Knights alles in allem mehr als vier Millionen US-Dollar kostete, sorgt auch der mittlerweile ramponierte Ruf des Studios dafür, dass dieses nur noch schwer an neue Aufträge gelangt. Laut diversen Berichten soll man es sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit Größen wie Activision verscherzt haben.

Für den Branchenriesen arbeitete Silicon Knights seinerzeit an “X-Men: Destiny”, das seitens der Fachpresse gehörig Prügel bezog und in der ersten Verkauswoche plattformübergreifend gerade einmal 55.000 Abnehmer fand. Dumm gelaufen, aber so etwas kann bei Lizenz-Titeln immer wieder passieren. Viel schwerer wirkt allerdings der Vorwurf, dass Dyack das von Activision zur Verfügung gestellte Budget missbrauchte, um 40 Prozent seiner Angestellten an eine Demo zu “Eternal Darkness 2″ zu setzen und diese auf Hochglanz polieren zu lassen.

Die Tatsache, dass man Nintendo nicht zur Finanzierung des Projekts bewegen konnte und mit “X-Men: Destiny” und “Too Human” gerade einmal zwei durchwachsene Titel in acht Jahren ablieferte, könnte den Mannen rund um Denis Dyack endgültig das Genick gebrochen haben – so zumindest die Meinung diverser Experten.

Eine Stellungnahme seitens der Kanadier zu den aktuellen Meldungen steht noch aus.



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