Nachdem die bisherigen Videos zu “The Last of Us” zeigten, dass es im PS3-exklusiven Spiel recht brutal zur Sache gehen kann, nutzte Naughty Dog die Gelegenheit, den Gewaltgrad zu verteidigen. Gewalt sei ein Teil der Geschichte.
In einem aktuellen Interview ging Naughty Dogs Community Strategist Arne Meyer ins Detail: “Es ist wirklich wichtig, zu verstehen, dass das Spiel zeitlich 20 Jahre nach einer Pandemie angesiedelt ist, der die Zivilisation zum Opfer fiel. Außerhalb der durch die Regierung kontrollierten Quarantänezonen ist jeder auf sich selbst gestellt.”
“Und das ist es, was wir in der Erzählung sowie im Gameplay von The Last of Us thematisieren möchten. Wie weit werden die Menschen gehen, wenn sie bis an ihre Grenzen getrieben werden? Werden sie den Weg der Kooperation einschlagen und damit beginnen, die Zivilisation wieder aufzubauen? Oder wird es wirklich so sein, dass alle Leute für sich selbst sorgen und ihre Taten keiner Moral oder Ethik unterliegen? Das ist ein Teil, bei dem die Gewalt ins Spiel kommt.”
“Es wird einige Leute geben, die vor nichts mehr zurückschrecken. Sie haben jedes Gefühl dafür verloren, was es heißt, ein Mensch zu sein oder Mitgefühl zu haben; das alles haben sie verloren. Und wenn man sich die Gewalt anschaut, sie passt zum Kontext. Es wird Leute geben, die bis an ihre Grenzen gehen.”
Gewalt ist nicht immer die einzige Lösung.
Allerdings wird der Spieler auch die Möglichkeit erhalten, bestimmte Situationen zu umgehen: “Es gibt in der Erzählung eine gewisse Freiheit, sodass es nicht unbedingt nötig ist, die eine Person zu töten oder auf eine andere zu treffen. Wir haben für euch die Möglichkeit geschaffen, voranzuschreiten, ohne jeden Kampf anzutreten. Es wird Gebiete geben, in denen ihr den Kämpfen komplett aus dem Weg gehen könnt.”













Brutal ist gut, solange es nicht unrealistisch wird.
Bei diesem Spiel sollte es richtig zur Sache gehen, so schlimm, dass manche Spieler gar nicht mehr schießen wollen, diese werden dann versuchen, unbemerkt durch die Level zu kommen.
Das ist doch der Sinn dabei, man will niemanden verletzten, weil man sich dann schlecht fühlt und bzw. oder die Gewalt nicht erträgt.
Es ist ja nicht die Art von Gewalt wie in einem ‘Doom’ sondern eher wie in ‘No Country for Old Men’, also keine Splattereffekte sondern eher psychologisch bedingt.
Ich würde eher sagen wie in “The Road”… Ich fand den Film jedenfalls sehr realistisch und ich möchte nicht wissen wie manch anderer in gewissen Situationen reagiert hätte.
die szene mit den kannibalen, die menschen mit abgehackten gliedmaßen im keller halten… so was gruseliges will ich mal in einem spiel haben
war ein klasse film aber verdammt depressiv
Es zählt ja nicht nur der Gewaltgrad (Blut, Splatter), auch die Präsentation und künstliche Intelligenz ist entscheidend. Im Falle der PAX Prime Playthrough konnte man sich schon ein gutes Bild machen. Selten sah Gewalt so “gut” für mich aus, wie in The Last Of Us. Die Physik, KI und die Animationen fand ich sehr beeindruckend. Gewalt in Spielen ist nunmal kein hirnloses Blutgespritze. Gewalt in Spielen ist ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren und kann zur Atmosphäre maßgeblich beitragen und sogar als Stilelement eingesetzt werden (Beispiel: Fallout 3, Borderlands, The Darkness, Dishonored). Ich für meinen Teil finde den Gewaltgrad in The Last Of Us keineswegs übertrieben. Es passt zum Setting und ist hervorragend umgesetzt worden.
Gut ausgedrückt. Der Film war wirklich verdammt depressiv. Aber sehenswert.
Wenn man ein Spiel auf realitätsnahe entwickelt, dann kann man in dieser Endzeitstory nicht dem Gewalt engehen. Den Menschen in Verzweifelung sind für alles im stande. Der Mensch an sich hat nunmal Instinkte und in freier Wildbahn kann es unberechenbar werden.