18.10.2012 15:23 Uhr

Wii U: Foxconn beschäftigte Minderjährige am Fließband – Nintendo untersucht den Vorfall

Der chinesische Hardware-Produzent Foxconn ist einmal mehr in den Schlagzeilen. So sollen an der Produktion der Wii U Minderjährige beteiligt gewesen sein. Nintendo untersucht den Vorfall.

6 Kommentare

Bei der Produktion der Wii U wurde womöglich auf die Arbeitskraft von Kindern gesetzt. Nintendo hat sich mittlerweile zum Thema geäußert und versprochen, den Vorwurf aufzuklären. Hierzulande kommt die Wii U am 30. November in den Handel.

Jüngsten Berichten zufolge muss sich Nintendo mit dem Vorwurf auseinandersetzen, dass bei der Produktion der Wii U auch Kinder zum Einsatz kamen. Die neue Konsole wurde beim chinesischen Hardware-Produzenten Foxconn in Auftrag gegeben, der in den letzten Jahren für so manche Schlagzeilen sorgte. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen nahmen sich zahlreiche Mitarbeiter das Leben.

Der Verdacht auf Kinderarbeit wurde von Reuters geäußert. So schreibt die Nachrichtenagentur, dass die chinesische Firma Minderjährige als Praktikanten beschäftigt  hat – so wohl auch bei der Produktion der Wii U. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren mussten am Fließband arbeiten – insgesamt zählen 2,7 Prozent der 1,2 Millionen Foxconn-Arbeiter der Praktikanten-Gruppe an, heißt es.

Foxconn betonte mittlerweile, dass 56 Kinder aus dem Praktikantenprogramm entlassen und zu ihren Familien geschickt wurden. Kinderarbeit verstoße gegen das Gesetz und auch gegen die internen Foxconn-Regeln, so die Verantwortlichen.

Nintendo meldete sich zwischenzeitlich zu Wort und versprach Aufklärung: “Nintendo steht mit Foxconn in Kontakt und untersucht den Vorfall. Als globales Unternehmen nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst und fühlen uns in den Bereichen Beschaffung, Beschäftigung und Herstellung einem ethischen Grundsatz verpflichtet.”

“Um die dauerhafte Erfüllung unserer sozialen Verantwortung in unserer gesamten Lieferkette zu gewährleisten, haben wir im Juli 2008 die Nintendo CSR Procurement Guidelines verabschiedet. Wir verlangen, dass sich alle Produktionspartner, darunter auch Foxconn, an die Richtlinien, die auf einschlägigen Gesetzen und internationalen Standards basieren, richten.”

“Sollten wir herausfinden, dass sich einer unserer Produktionspartner nicht an die Richtlinien hält, verpflichten wir ihn dazu, die Produktionspraktiken an die Nintendo-Richtlinen anzupassen.”



Kommentare (6)
  1. Smitty werbenjagermanjenson

    Ausbeutung gehört doch schon in unserer Welt an der Tagesordnung, da wundert mich Kinderarbeit auch nicht mehr!

  2. Sony, MS, Apple lassen auch bei Foxconn produzieren. Dieses Unternehmen gehört geschlossen.

    • Nein, es ist nicht die schuld der Unternehmer, sonder dennen die solche Produkte bei den Unternehmen kaufen. Sorry aber hier haben die Konsumer die Schuld.

      • Könnte man meinen. Wenn aber ein iphone ungefähr 200 Produktionskosten hat bei einem Verkaufspreis von viel mehr als 500€ sieht es ganz anders aus.

        Die Unternehmen sind hauptsächlich schuld.

      • Übrigens meinte ich Foxconn gehört geschlossen nicht Sony und co.

  3. ACHSO DESWEGEN SIND DIE TEILE SO TEUER WEIL DORT FACHKRAEFTE BESCHAEFTIGT SIND

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