16.11.2012 19:58 Uhr

Bohemia Interactive: Verhaftete Entwickler werden in Griechenland wegen Spionage angeklagt

Die vor rund 70 Tagen in Griechenland verhafteten Entwickler von Bohemia Interactive sollen wegen Spionage angeklagt werden. Die Eltern der Inhaftierten beklagen die schlechten Haftbedingungen.

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Vor einigen Wochen erreichte uns die Meldung, dass in Griechenland zwei Entwickler des tschechischen Studios Bohemia Interactive verhaftet wurden. Ivan Buchta und Martin Pezlar, so die Namen der beiden Tschechen, sollen auf der griechischen Insel Limnos verschiedene Militäreinrichtungen fotografiert haben (wir berichteten mehrfach).

Die Verantwortlichen von Bohemia Interactive zeigten sich erstaunt und bestürzt zugleich: "Ihren Urlaub haben sie lediglich dort verbracht, da sie durch die Arbeiten an Arma 3, das sich seit zwei Jahren in Entwicklung befindet, Interesse an der Insel hatten. Sie haben in öffentlich zugänglichen Gebieten Fotos und Videos gemacht, wie es andere zahllose Touristen, die das schöne Griechenland erreichen, auch tun."

Wie mittlerweile bekannt wurde, befinden sich die beiden Entwickler noch immer in Haft - mittlerweile seit fast 70 Tagen. Der zuständige Richter lehnte einen kürzlich eingereichten Einspruch ab; einer Anklage wegen Spionage steht nun nichts mehr im Weg. Eine Freilassung gegen Kaution wurde abgelehnt.

Zwischenzeitlich meldeten sich auch die Eltern der Entwickler zu Wort. In einem offenen Brief heißt es: "Unsere Jungs sagen uns am Telefon nicht länger, dass alles in Ordnung ist und sie die Lage im Griff haben. Nach der Entscheidung des Gerichtes hören wir von ihnen nur etwas, das kein Elternteil hören möchte: 'Mama, Papa, bitte rettet uns'", so eine der Mütter.

Miloslav Buchta, der Vater von Ivan Buchta, führt fort: "Sie sind in einer Zelle mit mehr als 25 Häftlingen untergebracht, sie schlafen auf dem Boden und bekommen zweimal am Tag essen. Sie müssen ihre Hygieneartikel selbst bezahlen." Wie es heißt, sollen die beiden Männer und auch ihr griechischer Anwalt schockiert darüber sein, dass nun tatsächlich Anklage wegen Spionage erhoben wird. Dagmar Raupachová, die Anwältin der Familien, und der griechische Anwalt sind derzeit damit beschäftigt, die weiteren Schritte vorzubereiten.

Gleichzeitig heißt es, dass das tschechische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten den Eltern von Ivan Buchta und Martin Pezlar zusicherte, dass man mit den griechischen Amtskollegen sprechen und der Appell dafür sorgen werde, dass die beiden Inhaftierten bald wieder auf freiem Fuß sind. Dies sei bisher nicht geschehen, so der Vorwurf der Eltern.

Das Ministerium wiederlegt die Aussage: "Wir können der Aussage nicht zustimmen [dass wir nicht genügend unternehmen], da wir sehr intensiv und aus allen möglichen Blickwinkeln an dieser Sache arbeiten", so Karel Šrol aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Er verweist darauf, dass der Konsul mit dem griechischen Außenministerium in Kontakt stehe. "Wir tun alles, um den beiden Herren helfen zu können", heißt es wiederum aus der Rechtsabteilung des auswärtigen Amtes.

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  1. Man sind die Griechen verzweifelt…

  2. @S1lverhawk
    Probiere sowas mal in den USA…

    • Darum gehts ja gar nicht…
      Ernshaft, was soll denn Griechenland millitärisch noch groß haben? Sollen die erstmal das verkaufen ^^

  3. schmeißt Griechenland endlich aus Euro-Zone oder noch besser, aus der EU

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