03.01.2013 16:59 Uhr

Crytek: Free-2-Play-Spiele dürfen nicht länger mittelmäßig sein

In einem aktuellen Interview betonte Cryteks Producer Peter Holzapfel, dass kommende Free-2-Play-Spiele eine hohe Qualität bieten müssen, da sie sonst untergehen.

Den Free-2-Play-Spielen gehört die Zukunft. Dies prophezeiten in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Entwickler und Publisher, die ihre eigenen Geschäfte verstärkt in dieses Segment verlagern. So auch Crytek. Nachdem die Verantwortlichen des Entwicklers jüngst bekannt gaben, dass der Free-2-Play-Shooter "Warface" alleine in Russland fünf Millionen Spieler anzieht, gab Producer Peter Holzapfel zu Protokoll, dass Free-2-Play-Spiele nicht länger nur mittelmäßig sein können.

"Aus unserer Sicht werden wir im Free-2-Play-Bereich in Zukunft keine Mittelmäßigkeit mehr erleben, da solche Spiele nicht erfolgreich sein werden", so Holzapfel. "Es wird so viele Variationen geben, während ihr derzeit wohl lieber 60 Euro in ein Retail-Spiel investiert, da die Qualität einfach besser ist und mittelmäßige Free-2-Play-Spiele Zeitverschwendung wären."

"Aber wenn es keine echten Hindernisse für Free-2-Play-Spiele gibt, werden die Spieler nicht mehr in den Laden gehen und ein Spiel für 60 Dollar kaufen, denn es gibt [bei Free-2-Play] keine Risiken. Und was wir wirklich daran mögen, ist die Tatsache, dass wir den Spielern das komplette Produkt bieten. Es besteht nicht die Notwendigkeit, die Spieler mit Trailern, Marketing-Aktionen und sonstigen Dingen zu überzeugen."

"Bei den traditionellen Spielen kann man die Spieler mit Tricks dazu bringen, das Spiel zu kaufen. Aber nach einer Stunde Gameplay sagen sie vielleicht: 'Ok, das ist eigentlich nicht so cool'. Und das, nachdem sie 60 Dollar bezahlt haben. Aber beim Free-2-Play heißt es: 'Ok, dieses Produkt muss gut sein, oder niemand wird es spielen'. Für uns bedeutet das, dass wir ein wirklich gutes Spiel machen müssen, um ein größeres Publikum zu erreichen."

Allerdings gibt es auch negative Entwicklungen, darunter die sogenannten Pay-2-Win-Titel, die grundsätzlich kostenlos spielbar sind, aber letztendlich Investitionen abverlangen, sofern der Nutzer nicht dauernd das Nachsehen haben möchte. Bei "Warface" ist es laut Holzapfel anderes. So biete man der Community lediglich Bequemlichkeits-Booster oder optische Gimmicks an.

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