03.01.2013 17:47 Uhr

Southington: Stadt im US-Bundesstaat Connecticut bezahlt Bürger für Vernichtung von ‘Gewaltspielen’

Im US-amerikanischen Southington ruft eine Bürgervereinigung zur Vernichtung von Gewaltspielen auf. Wie es offiziell heißt zu Aufklärungszwecken.

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Battlefield 3

Nach dem tragischen Amoklauf im sonst so beschaulichen Newtown schossen sich Jugendschützer und Kritiker erwartungsgemäß auch auf Videospiele ein. In Southington, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Connecticut, ruft eine Bürgervereinigung nun zur Vernichtung von sogenannten Gewaltspielen auf - zu Aufklärungszwecken, wie es heißt.

Die Aktion findet am 12. Januar statt und ruft alle Bürger der Stadt dazu auf, sich von gewalthaltigen Videospielen zu trennen und diese in geselliger Runde zu verbrennen. Jeder Bürger, der Spiele opfert, erhält anschließend einen oder mehrere Gutscheine für familienfreundliche Aktivitäten.

“Wir sagen nicht, dass das Spielen von Videospielen die Menschen zu Killern macht, aber es gibt Beweise, dass es Aggressivität, Furcht, Angst und Desensibilisierung gegenüber Gewalt fördert”, so Southington Director of Community Services Susan Saucier.

"Wir wollen die Gewalt in unserer Gemeinschaft stoppen”, führt der Präsident der Handelskammer Charlie Cocuzza aus. “Diese Spiele können 60 oder 70 Dollar kosten. Also wollen wir den Familien Gutscheine für familienorientierte Aktivitäten übergeben, die Spaß machen, etwas bei dem sie stattdessen ein paar Stunden zusammen verbringen können.”

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  1. Sowas ähnliches gab es doch auch mal hierzulande, als man irgendwo einen Container aufstellte und dazu aufrief da seine Killerspiele abzuladen. Wem’s Spaß macht.. Wer da mitmacht ist halt nur ein verblendeter Ich-schluck-und-glaube-alles-was-die-Medien-mir-vorsagen Blindgänger. Hauptsache die Waffen liegen trotzdem noch frei aus…

    • The Golden Knight

      Ja. Nicht Waffen töten Menschen, auch nicht Menschen töten Menschen, sondern “Killerspiele” (ich HASSE dieses Wort) töten Menschen

  2. Ist ja nicht so das die Täter bereits psychische Schäden hätten. Und dass vor den Spielen. Jedem normalen Menschen beeindruckt das nicht.
    99% Der Spieler können sehr gut Realität und Spiele unterscheiden.

  3. Ich halte das durchaus für eine vernünftige Sache: Wieso sollte man nicht daran teilnehmen. Niemand wird dazu gezwungen, man bekommt sogar etwas zurück und zwar etwas, was mehr wert ist, als alles andere auf der Welt: Die Möglichkeit Zeit mit seiner Familie zu verbringen, statt seine Freizeit alleine vor der Konsole oder dem PC zu verdaddeln.

    Und das Spiele mit gewalttätigen Inhalten Aggressivität in bestimmten Fällen fördern kann, steht, auch wenn viele hier das bezweifeln mögen, außer Frage. Denn insbesondere Personen, die an Persönlichkeitsstörungen leiden, identifizieren sich mitunter mehr an den Inhalten des Spiels, als es für sie objektiv gesund wäre.

  4. the magic muffin

    Finde ich klasse!
    Die Rückkaufaktionen von Gamespot und co. sind totaler Mist.
    Man kann all die Spiele abgeben, die man eh nicht gemocht hat, spielt die Guten weiter und erhält auch noch Gutscheine.

    Nein, mal ganz ehrlich: Wenn die so etwas mit Videospielen machen, können sie auch gleich Filme und Serien mit Gewaltszenen annehmen, die machen fast genauso aggressiv – trotzdem so gut wie gar nicht.

    Sie sollten es wie die Polizei in Kalifornien machen und für jede abgegebene Waffe Geld auszahlen. Es gab dabei sogar Leute, die Raktenwerfer ( !Dafuq?! ) abgegeben haben.
    Aber nee, ist klar, der Ami braucht eben eine RPG um sich gegen Hubschrauber zu schützen, die für ihn auf seiner Einfahrt eine Bedrohung darstellen…

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