13.02.2013 10:44 Uhr

EAs Blake Jorgensen spricht über Next-Gen-Konsolen und Gebrauchtsperren

EAs Finanzchef Blake Jorgensen widmete sich in einem aktuellen Gespräch der neuen Konsolen-Generation, der möglichen Gebrauchtspielsperre und der eigenen Next-Gen-Unterstützung.

EAs Finanzchef Blake Jorgensen ging in einem Gespräch mit den Redakteuren von Gamasutra auf den bevorstehenden Generationswechsel ein. Dieser, so glaubt er, findet definitiv noch in diesem Jahr statt. Jüngsten Gerüchten könnte die PlayStation 4 hierzulande auch erst Anfang 2014 erscheinen. Ob diese Prognose eintrifft, erfahren wir vielleicht am 20. Februar 2013.

Während noch unklar ist, wann die neuen Konsolen PlayStation 4 und Xbox 720 eingeführt werden, glaubt Jorgensen, dass der Übergang weniger holprig erfolgen wird. EA habe 10 bis 15 Kernprodukte und die für Forschung und Entwicklung (R&D) anfallenden Kosten sollen unter einer Marke von 100 Millionen Dollar gehalten werden. Einmal mehr erwähnte er die von DICE entwickelte Frostbite-2-Engine, mit der EA den Umstieg nahtlos meistern möchte. Beim Übergang auf die aktuelle Generation habe eine solche Engine gefehlt.

Allerdings glaubt er nicht, dass sich alle Spieler sofort eine neue Konsole kaufen werden. Daher werde man sich zunächst hauptsächlich auf die aktuellen Konsolen konzentrieren. Auch die mögliche Abwärtskompatibilität kam ins Gespräch. Laut Jorgensen sei es aber sehr unwahrscheinlich, dass die neuen Konsolen diese Möglichkeit bieten werden.

Darüber hinaus widmete sich Jorgensen der Gebrauchtspielsperre. Diese sei für die Hersteller ein zweischneidiges Schwert. Einerseits würden die Publisher davon profitieren, dass die Spieler nur noch Neuversionen erwerben würden, allerdings biete der Second-Hand-Markt den Vorteil, dass die Spieler ihre Liquidität behalten. Von dieser Liquidität würden gewisserweise auch die Publisher profitieren, da das beim Verkauf erhaltene Geld meist in neue Spiele investiert wird.

"Ich kann wirklich nichts dazu sagen, wie die Kisten der nächsten Generation mit Gebrauchtspielen umgehen werden", so seine Worte. "Ich kann aber sagen, dass der Trend in der Branche dahin geht, eine daherhafte Verbindung zu haben und eine Bindung zum Kunden aufzubauen. Und ich kann auch sagen, dass der Grad, mit dem die Kunden identifiziert werden, später einige Probleme im Gebrauchtmarkt erschaffen wird." Seine weiteren Ausführungen findet ihr hier.

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  1. Ach wie freut sich da die Braut, wenn der Sack ans Arschloch haut!

  2. Ich versteh echt nicht,warum den Leuten eine abwärtskompatibilität so wichtig ist.
    Ich kaufe mir doch keine ps4 um ps3 Spiele darauf spielen zu können.
    Und fals ich Lust auf ps3 Spiele habe,dann benutze ich meine ps3 und fertig..
    Dann lieber ne höhere Zuverlässigkeit oder andere Extras..
    So sehe ich das.

    • Schön dass du das so siehst, allerdings ist nicht jeder so gut dabei wie du.
      Wenn es diese Kompabilität gäbe (das wird es sicher nicht), dann könnte ich meine Ps3 für einen guten Preis verkaufen und trotzdem glücklich weiterspielen, das würde wiederum Geld in die Kasse für die PS4 spülen.

    • Es gibt eine ganze Reihe guter Gründe für Abwärtskompatibilität.

      Manche wollen ihre alte Konsole dann verkaufen können, aber trotzdem alle oder einen Teil der alten Spiele weiterhin behalten. Entweder aus finanzielle Gründen, oder aus Platzgründen. Manche stellen dann ein älteres Gerät auch in ein anderes Zimmer und halten sich so mehrere Abspielmöglichkeiten für die selben Spiele vor.
      Auch geht alte Hardware manchmal kaputt, ist der Nachfolger Abwärtskompatibel, brauch ich aber keinen Ersatz.

      Manch älterer Spieler, wie z.B. ich, hat über die Jahre Spiele für 10 oder mehr verschiedene Konsolen angesammelt.
      Ich hab 9 Konsolen. Nur eine davon ist Abwärtskompatibel zu einem anderen System das ich hab. Wenn ich z.B. ein NES ode ein Sega Saturn-Spiel spielen will, muss ich das Ding aus dem Schrank holen, aufbauen usw.. Das nervt und ist nicht “und fertig”.
      Und ich hab kein Platz 8 Konsolen im Wohnzimmer aufgestellt zu lassen. Zumal gerde die RGB-Kabel der mittelalten Konsolengenerationen durch häufiges an- und ab-schließen schnell mal verschleißen, genauso wie die betreffenden Anschlüsse am Fernseher.

      Im Idealfall sollte eine Konsole pro Hersteller reichen.

      Cool fände ich es, wenn ein Hersteller einen Deal mit Sega eingehen würde und man dann auf dem System zumindest die Discbasierten Spiele (MegaCD, Saturn, Dreamcast[wobei das beim DC durch das unübliche GD-Medium erschwert werden würde]) abspielen könnte.

  3. jungs, ist doc logisch das es keine abwärtskompatibilität geben wird.
    1. war das das bei ps2 und ps3 nicht anders
    2. wie lange wurde die ps2 produziert? bis vor paar wochen!
    3. was hat der sony chef oder so gesagt? die ps3 hat noch ein langes leben vor sich!

    ich finde diese aussagen sind deutlich genug!
    und ich muss meik recht gebe, ak ist nicht das wichtigste!
    viel wichtiger (schlimmer) ist die gebrauchtspielsperre
    ich selber kaufe nie gebrauchtgames, aber ich verkaufe auf jedenfall und gegenseitiges leihen mit freunden ist dann auch vorbei!
    alles andere ist mir ehrlich gesagt latte

  4. In Europa wird das mit der Bindung nicht durchkommen . ist ja rechtlich schon gar nicht umsetzbar

    • Doch. Dazu gleich zwei Punkte:

      1. Steht noch gar nicht fest, ob die betreffenden Urteile für Spiele gelten. Steam macht zur Zeit keine Anstalten, da was zu ändern. Und ich glaube die können sich bessere Rechtsberater als jene Anwälte leisten, die sich in Gamesmagazinen und -internetportalen dazu äußern.

      2. Das letzte URTEIL des EuGH zu der Sache GILT EXPLIZIT NUR FÜR AUF DAUER VERGEBENE LIZENZEN, die laut EuGH gleichbedeutend mit Kaufverträgen seien und für Software die gleichen Regeln wie beispielsweise für Bücher anlegen, d.h. dem Käufer (laut EuGH nicht lediglich Lizenznehmer, sondern Käufer, egal was die in die Nutzungsbestimmungen reingeschrieben haben) bleibt demnach das Recht seine Lizenzen weiterzu verkaufen, wenn er die Pakete genau in der Form weiterverkauft, in der er sie gekauft hat (Also man darf nichts daran verändern, z.B. ein Officepaket kann man nicht gestückelt weiterverkaufen) und sie nicht vervielfältigt.
      Das URTEIL GILT aber EXPLIZIT NICHT(!!!) FÜR ZEITLICH BESCHRÄNKTE LIZENZEN. Oder anders ausgedrückt: Wenn Steam, Sony, MS und Co. in Zukunft Spiel “vermieten” oder die GEBRAUCHTSPERRE MIT EINEM “VERFALLSDATUM” KOMBINIEREN, ENTSPRICHT DAS DEUTSCHEM UND EUROPÄISCHEN RECHT.
      In Zeiten von ach so tollen HD-Remakes hätte das gleich noch mehr Vorteile.

      Das heißt selbst wenn die Verbraucherschutzzentrale den anstehenden Prozess gegen Steam gewinnt und Klarheit bei 1. besteht, dann bleibt noch was ich unter 2. geschrieben habe.
      Und selbst wenn dagegen (2.) erfolgreich prozessiert würde, dann würde dass bei den langsamen Mühlen der Justitz mit allen Rechtswegen so lange dauern, dass wir an dieser Stelle schon über PS5 und Xbox4 reden!

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