Wii U ein folgenschwerer Fehler? Analyst Michael Pachter rudert zurück

Autor:

Am gestrigen Montag machte die Meldung die Runde, dass Wedbush Morgan-Analyst Michael Pachter die Wii U als einen folgenschweren Fehler ansieht, von dem sich Nintendo womöglich nie wieder erholen wird. Seine Einschätzung sorgte innerhalb der weltweiten Community für reichlich Diskussionen. Zwischenzeitlich meldete sich Pachter nochmals zu Wort und betonte dabei, dass er einfach falsch verstanden wurde. Die recht mageren Verkäufe der Wii U würden noch lange nicht das Ende Nintendos bedeuten.

“Mein Kommentar, in dem ich die Wii U als einen Fehler betitelte, von dem sich Nintendo womöglich nicht mehr erholen wird, sollte aussagen, dass Nintendo nicht mehr profitabel agieren kann, sofern sich die Verkaufszahlen der Wii U nicht stabilisieren”, so Pachter. “Sie haben Barreserven in Höhe von rund elf Milliarden Dollar, sodass nicht die Gefahr besteht, dass sie in den nächsten Jahrzehnten aus diesem Geschäft verschwinden. Wie auch immer: Wenn sie nicht profitabel sind, machen sie für die Aktionäre keinen guten Job.”

Im weiteren Verlauf seines Statements wies er darauf hin, dass die Gewinne nur noch über Software generiert werden können, sofern die Hardware nicht profitabel verkauft wird. Dazu zählen auch die Lizenzgebühren, die externe Publisher entrichten müssen, damit sie ihre Software auf den Nintendo-Plattformen veröffentlichen dürfen. Allerdings sind die Einnahmen auch in diesem Bereich rückläufig.

“Der Umsatz, der mit der Veröffentlichung von Software erwirtschaftet wurde, lag im Finanzjahr 2009 bei 7,3 Milliarden Dollar. In diesem Jahr werden es wohl 2,5 Milliarden Dollar sein. Sollten die kombinierten Hardware-Verkäufe nicht wesentlich ansteigen, ist es unwahrscheinlich, dass die Software-Verkäufe erheblich zunehmen. Und sollten die Software-Verkäufe nicht ansteigen, werden Verluste oder minimale Gewinne zur Normalität. Nintendo würde sich nicht erholen und somit nicht zum profitablen Glanz der letzten Jahre zurückfinden.”