12. Februar 2013, 09:49 Uhr

Xbox 720: Kinect-2.0-Pflicht, Suspend-Modus und ein neuer Controller?

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Nachdem sich die Gerüchteköche in den letzten Tagen hauptsächlich der PlayStation 4 widmeten, ist heute Microsofts Xbox 720 (Codename Durango) an der Reihe. So brachten die Redakteure von Kotaku einige Informationen in den Umlauf, die von einer Person stammen sollen, die offenbar im Besitz des Xbox-720-Devkits ist oder war.

Unter anderem heißt es, dass Kinect 2.0 mit jeder einzelnen Konsole ausgeliefert wird und auch zum Start der Konsole benötigt wird. So setzt die Xbox 720 den Besitz der Kinect-Einheit und auch die vollständige Einrichtung voraus. Die Quelle berichtete weiter, dass der neue Sensor bis zu sechs Personen mit je bis zu 25 Gelenken/Joints erfassen kann. Die bisherige Generation unterstützt nur zwei Personen mit je bis zu 20 Gelenken/Joints.

Aufgrund der Kinect-Pflicht könnte der Sensor möglicherweise zur Identifizierung und Anmeldung der Benutzer dienen und womöglich auch die Käufe auf dem Xbox-Marktplatz zuordnen. Auch an der Präzision wurde geschraubt, heißt es. So sollen mit der neuen Version auch die Daumen erfasst werden, während bestimmt werden kann, ob die Hand geöffnet ist. Auch die Mimik soll erfasst werden können, was nicht zuletzt dank einer höheren Auflösung ermöglicht wird. So ist von einer 1080p-Kamera die Rede, die einen höheren Erfassungsbereich (von 0,8 bis 4m auf 0,5 bis 4,5m erweitert) aufweist.

Kommen wir zur eigentlichen Konsole. So soll die Xbox 720 standardmäßig über eine Festplatte verfügen. Die Spiele werden offenbar automatisch installiert, sobald die Disk das erste Mal eingelegt wird. Allerdings kann die Installation auch im Hintergrund ausgeführt werden, sodass keine lange Wartezeiten zu befürchten sind.

Dass die Xbox 720 mit reichlich Arbeitsspeicher bestückt wird, wurde schon mehrfach spekuliert. Zuletzt hieß es, dass es wohl acht Gigabyte sein werden. Und auch im heutigen Gerücht ist davon die Rede, dass genügend Arbeitsspeicher vorhanden ist, um mehrere Prozesse nebeneinander laufen zu lassen. Auch eine Art Suspend-Modus wurde erwähnt, sodass ein Spiel pausiert und der Nutzer zu einem anderen Spiel wechseln kann, ohne es komplett beenden zu müssen. Später kann er sich dem pausierten Spiel wieder nahtlos widmen.

Beim Controller soll es sich um eine “natürliche Weiterentwicklung” des bisherigen 360-Modells handeln. Allerdings sollen sich die bisherigen Modelle nicht mehr an der Xbox 720 nutzen lassen, da Microsoft auf ein neues Funk-Protokoll setzt. Sonstige Neuerungen wird es offenbar nicht geben. Stattdessen heißt es, dass Microsoft die Spielehersteller wohl stärker dazu animieren möchte, Smartglass bzw. die Xbox Companion App zu berücksichtigen.

Die weiteren Informationen decken sich in etwa mit den vorherigen Gerüchten, allerdings ist nach wie vor unklar, ob Microsoft tatsächlich eine permanente Online-Anbindung voraussetzt. Die heutige Quelle kann dies nicht bestätigen, allerdings will Kotaku von anderen Entwicklern gehört haben, dass Microsoft diesen Weg tatsächlich gehen möchte. Den Kotaku-Bericht findet ihr hier.


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5   Kommentare  
  • dreamer84

    das alles wird nur dann kommen wenn es die konkurenz ebenfalls bringt. heisst das sony mit einem installiertem eyetoy samt Moveeingabegerät im Starterpacked dabei ist. ist das nicht der fall, wird es sony mit sicherheit mal, nicht haben. aber eben. sag niemals nie.

    aber mein gefühl sagt, es kommt NICHT !!! Die grossen können es nicht wagen, ihre käuferschaft explizit in mehreren Gruppen zu unterteilen. resp eine zweiklassengesellschaft zu bilden…


    1. Testosteron

      Bei MS gibt es schon lange ein Zweiklassengesellschaft, sehe dir nur mal die ganzen unterschiedlichen Windows Versionen an. Ich glaube, es wird wie bei Nintendo ablaufen, es gibt eine große Version wo alles dabei ist und eine Basis Version die dementsprechend deutlich günstiger ist.


      1. Borstell

        Also unterschiedliche Version (Festplattengrösse, Abwärtskompatibilität) von PS320 gibt es doch schon lange. Damit hat ganz bestimmt nicht Nintendo angefangen, kann mich nicht erinnern dass die vor der WiiU sowas gemacht hätte.

        Ich denke MS wird versuchen, Kinect als Standart einzuführen, damit kein Dritthersteller sagen konnte, die Hardwarebasis sei zu gering. Kann mir nicht vorstellen, dass es eine Version mit, und eine ohne geben wird. Zusatzperipherie, die nicht von Anfang an dabei war, war in der Geschichte zu selten erfolgreich.

        Nintendo hat ja auch keine WiiU mit und eine ohne Gamepad im Angebot. Der Basicversion fehlt die Sensorleiste, also der “Anschluss” für die Controller der Vorgängerkonsole.

        Eher wird MS ne Basisvariante mit kleinerer Festplatte und ohne “klassisches” Gamepad rausbringen, um jene Käuferschichten zu erreichen, die der Wii zur meistverkauftesten Konsole ihrer Zeit gemacht haben. Das Gamepad könnte dann ein Nischendasein fristen, wie der “Procontroller” bei der Wii.


  • Borstell

    “Aufgrund der Kinect-Pflicht könnte der Sensor möglicherweise zur Identifizierung und Anmeldung der Benutzer dienen und womöglich auch die Käufe auf dem Xbox-Marktplatz zuordnen.”
    Das klingt ein bisschen so, als wollte MS Sonys Patent zur biometrischen Accounterlkennung verletzen. Oder haben sie da Lücken gefunden. Überlässt Sony es Microsoft sogar, weil sie damit nicht alleine auf den Markt kommen wollen?

    “Auch die Mimik soll erfasst werden können, was nicht zuletzt dank einer höheren Auflösung ermöglicht wird.”
    Mal schauen ob Sonys sowaas nicht auch bei Eyecam einsetzt. Immerhin hat Sony ein Patent, dass Werbespots zu Minispielen werden lassen soll. Für die Werbewirtschaft wäre es ja hochinteressant, welche Leute wie auf welche Werbespots reagieren. Da kann Facebook fast einpacken.

    “Stattdessen heißt es, dass Microsoft die Spielehersteller wohl stärker dazu animieren möchte, Smartglass bzw. die Xbox Companion App zu berücksichtigen.”
    Bevor Sony tatsächlich die neue Vita vorgestellt hat, hab ich fast vermutet dass sie das Ding zukünftig der PS4 beilegen.


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