Spec Ops-Autor Walt Williams wünscht sich weniger Gewaltspiele

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Walt Williams von Yager Entertainment widmete sich im Rahmen der GDC 2013 dem Gewaltgrad von Videospielen und betonte dabei, dass dieser oft zweckentfremdet eingesetzt wird. Grundsätzlich habe er nichts gegen Gewalt in Videospielen einzuwenden, allerdings würden viele Entwickler nur darauf setzen, um aus der Masse hervorzustechen. Von einem kreativen Einsatz könne keine Rede sein.

"Wir befinden uns in einer Industrie voller intelligenter, kenntnisreicher und fortschrittlicher Menschen", so Williams. "Und es wird immer schwerer für uns, diese Spiele zu spielen, sie kritisch zu betrachten und dann zu sagen: 'Das ist in Ordnung'. Das ergibt einen Sinn, vor allem, da wir immer älter werden. Ich würde es begrüßen, wenn es da draußen weniger gewalthaltige Spiele geben würde. Nicht etwa, weil sie schlecht oder verkehrt wären, sondern weil sie kreativ betrachtet zu simpel sind."

Als positives Beispiel nennt er das eigene "Spec Ops: The Line", das bekanntlich reichlich Gewalt bietet. Laut Williams wird die Gewalt aber nicht eingesetzt, um die Heldentaten eines einsamen Protagonisten zu glorifizieren. Vielmehr soll die Gewalt etwas in den Köpfen der Spieler bewirken. "Ich denke, wir sollten wieder an einen Punkt gelangen, an dem die Charaktere etwas hoffnungsvoller sind. Das wäre ein guter erster Schritt."

Laut Williams sollte die Gewalt kreativer und sinnvoller eingesetzt werden und nicht nur verkaufsfördernde Effekte erzielen. Als Beispiele werden Spiele wie "The Walking Dead" und BioShock" genannt.

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