Assassin’s Creed Unity – Unser Video-Review zum Action-Adventure

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Assassin’s Creed Unity – Unser Video-Review zum Action-Adventure

Wir haben uns das in dieser Woche erscheinende Action-Adventure "Assassin’s Creed Unity" genauer angeschaut und unsere Eindrücke wie üblich in ein Review-Video verfrachtet.

Eine der populärsten Herbst-Marken unter Abenteuer-Fans dürfte "Assassin’s Creed" sein. Jahr um Jahr schickt uns Ubisoft auf ein neues mörderisches Abenteuer. In "Assassin’s Creed Unity" kehrt die Geschichte nach der amerikanischen Phase nach Europa zurück.
Welche Neuerungen auf uns warten und ob sich ein Kauf lohnt, verraten wir euch in unserem Video-Review:

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Story

Paris im 18. Jahrhundert. Die französische Revolution ist in vollem Gange und mitten drin unser Protagonist Arno Dorian. Wie die meisten Hauptfiguren der Serie ist auch er ein eher verschlagener Charakter. Dank einiger schicksalhafter Begebenheiten wird Arno in die Bruderschaft der Assassinen aufgenommen und von ihnen ausgebildet.

Somit haben wir es schon beinahe mit einem klassischen Aufbau zu tun, der an die Anfänge der "Assassin’s Creed"-Reihe erinnert. Natürlich sind die Templer wieder unsere größten Widersacher und passend zur Epoche geraten wir zunehmend zwischen die Fronten der Französischen Revolution. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam und kann selbst dann gut nachvollzogen werden, wenn man bisher kein "Assassin’s Creed Spiel" gespielt hat.

Die Asbergo-Abschnitte erklären wieder einmal, warum wir über ein HUD und unbegrenzte Leben verfügen. Doch müssen wir uns hier nicht mehr durch eine moderne Zeit bewegen und werden aus dem Spiel gerissen. Es handelt sich dabei lediglich um ein paar Zwischensequenzen und insgesamt drei Abschnitte, in denen wir mit Arno durch andere Zeit-Varianten von Paris rennen. Eine sehr gute Entscheidung, gab es doch kaum Fans der modernen Passagen in vergangenen Episoden der Serie.

Gameplay

Unsere grundsätzlichen Handlungsmöglichkeiten verändern sich in neuen "Assassin’s Creed"-Spielen nur kaum und das ist auch gut so. Immerhin hat sich das Spielprinzip bewährt. In "Assassin’s Creed Unity" haben wir erstmals auch optische Anpassungsmöglichkeiten. Einem Rollenspiel gleich können wir über Kopf-, Brust, Taille, Handschuhe und Beinkleid entscheiden. Die Auswahl verändert bestimmte Werte, wie unsere maximale Gesundheit, unsere Fähigkeit, zu schleichen, oder die Menge eines Verbrauchsgegenstands, die wir mit uns tragen können. Zusätzlich können wir über Sync-Punkte neue Fähigkeiten erwerben, wie das gleichzeitige lautlose Ausschalten zweier Gegner oder die Verwendung von Betäubungs-Bomben.

Hier erleben wir einen Schritt in die richtige Richtung. Zum einen wächst das Interesse an der Ausrüstung unseres Assassinen, zum anderen sorgen die Neuerungen für Kurzweiligkeit, da wir nicht von Anfang an auf alle Fähigkeiten zurückgreifen können.
Auch das Klettern wurde wieder mit einer Neuerung bedacht. Durch die Unterscheidung zwischen auf- und abwärts kommen wir nun schneller von A nach B und bleiben nicht mehr so oft ungewollt auf hüfthohen Gegenständen stehen.

Eine der größten Neuerungen sind die unterschiedlichen Nebenmissionen. Hier bekommen wir auch abseits der Hauptgeschichte sehr interessante Erlebnisse geboten. Das reicht von einer Reihe Duelle für einen Transvestiten, über das Aufspüren geschmuggelter Nahrungsmittel bishin zu Detektiv-Fällen nach guter Sherlock Holmes Manier.

Alles ist wunderbar kompakt und fügt sich nahtlos aneinander an. Das Sammeln schwer erreichbarer Gegenstände wurde weit in den Hintergrund geschoben und dafür spannende Elemente in den Vordergrund gerückt. Selbst wenn wir uns nur auf die Hauptgeschichte konzentrieren und ein paar Dinge nebenher erledigen, ist "Assassin’s Creed Unity" ein durchweg abwechslungsreiches und kurzweiliges Unterfangen.

Assassins Creed Unity - Bild 5

Für spontane Action sorgen zudem kleinere Verbrechen, die wir nach bester Assassinen-Kunst bestrafen dürfen. Wir rempeln Taschendiebe um und richten Mörder kurzer Hand. Haben wir eine bestimmte Anzahl dieser Tätigkeiten erfüllt, lockt uns eine Belohnung.
So werden selbst Passagen, in denen wir nur auf dem Weg an ein bestimmtes Ziel sind, unterhaltsam gestaltet. Bei all der Abwechslung wirkt die zwanghafte Verknüpfung zur Companion App und zu Uplay Initiates schon fast unnötig. Diese betreffen glücklicherweise nur ein paar Kisten im Spiel, ohne die wir ebenfalls locker ans Ziel kommen.

Präsentation

Vier Jahre lang arbeiteten zehn Studios an "Assassin’s Creed Unity". Allein eineinhalb Jahre dauerte die Recherche für die ambitionierte Idee, Paris aus dem 18. Jahrhundert nachzubauen. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen, betrachten wir den immensen Detailgrad. Auch das Treiben auf den Straßen ist authentisch und sehr lebendig.

Die Auflösung und die Bildwiederholungsrate sind leider nicht ganz so hervorragend wie wir es uns wünschen würden. Auch werden wir viel zu oft Zeuge von Grafik-Glitches und Framrate-Einbrüchen. Hätte man doch nur mehr Zeit in die Qualiät der Optik gesteckt, blieben uns diese Erlebnisse erspart, die uns immer wieder aus dem Spiel reißen.

Ansonsten gibt es in der Darstellung nichts zu meckern. Gute deutsche Synchronsprecher helfen die verschiedenen Charaktere noch menschlicher werden zu lassen. Passende Musikstücke und eindrucksvolles Licht sorgen für Gänsehaut-Atmosphäre.
Besonders das Licht der Mittagssonne lässt unsere Umgebung zu Weilen wie ein lebendiges Ölgemälde wirken. Stimmung pur!

Multiplayer

Zwar lassen sich die Kampagnen-Missionen wieder nicht kooperativ spielen, dafür stehen uns eine Reihe Missionen zur Verfügung, die wir mit bis zu drei Freunden spielen können. Diese befinden sich auf dem gleichen Niveau, wie die Abschnitte der Solo-Kampagne, und wissen zu unterhalten. Dennoch ist der Wunsch, die ganze Geschichte im Koop-Modus spielen zu können groß und die Hoffnung darauf wächst. Auf einen kompetitiven Mehrspieler-Modus wurde dieses Mal glücklicherweise verzichtet. Zwar war der Grundgedanke nie verkehrt, doch lebten die wenigsten Spieler diesen aus, was bei ernsthaft eingestellten Spielern oft für Unmut sorgte.

Umfang

Versuchen wir uns strikt an die Geschichte zu halten und nur wenig nebenher zu machen, kommen wir auf eine Spielzeit von gut 20 bis 30 Stunden. Diese lässt sich durch die unzähligen Zusatzaktivitäten problemlos nach oben skalieren. Egal, was wir in Paris unternehmen, alles macht Spaß. Ob spannende Detektiv-Fälle, die uns neue Waffen bringen, das Knacken von Schlössern gut gefüllter Kisten oder das Erledigen kleiner Gefälligkeiten.

Um an das nötige Kleingeld für unsere Ausrüstung zu kommen, können wir Cafés renovieren und unser eigenes Haus verschönern. Es gibt eine Menge zu entdecken und zu erleben. Hier hat die Serie ihre Stärken. "Assassin’s Creed Unity" lebt diese voll und ganz aus und hält das Spielerlebnis schön kompakt.

Assassins-Creed-Unity-2

Fazit

Wären die technischen Mängel nicht so stark, könnte "Assassin’s Creed Unity" Traumwertungen absahnen. Leider trüben diese oftmals den ansonsten hervorragenden Spielspaß. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt ein unglaublich spannendes Abenteuer geboten, dass je nach Geschmack auch nach Beenden der Geschichte noch lange nicht zu Ende ist. Trotz der Kritikpunkte in Sachen Optik ist "Assassin’s Creed Unity" einer der bislang besten Teile der Serie.

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