Call of Duty: Advanced Warfare – Unser Video-Review zum Shooter-Blockbuster

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Call of Duty: Advanced Warfare – Unser Video-Review zum Shooter-Blockbuster

Passend zum Launch von "Call of Duty: Advanced Warfare" haben wir uns den Shooter-Blockbuster genauer angeschaut und unsere Eindrücke in ein Review-Video verfrachtet.

Spätestens seit "Call of Duty 4: Modern Warfare" ist die populäre Reihe kaum noch zu stoppen. Seitdem blicken Shooter-Fans jedes Jahr gespannt auf ein neues "Call of Duty" und werden mit neuen Features überrascht. Da nun auch Sledgehammer Games als Entwickler hinzugezogen wurde, haben die verschiedenen Studios fortan drei Jahre Zeit, an einem neuen "Call of Duty" zu werkeln. Ob "Call of Duty: Advanced Warfare" vom neuen Dreijahreszyklus profitiert, erfahrt ihr in unserem Video-Test.

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Da die 60-FPS-Version des Videos bei einigen von euch Probleme bereitete, hier nochmals eine Fassung mit 30 FPS.

Story

Ein in der Zukunft angesiedeltes Setting verspricht uns, frischen Wind in die Serie zu bringen. Im Zentrum der Handlung befindet sich die private Militärfirma Atlas. Diese dient keinem speziellen Land sondern demjenigen, der am meisten bezahlt. Augenscheinlich immer motiviert, Gutes zu tun, baut Atlas in armen Ländern Infrastrukturen auf und versucht teils unterstützend den Frieden zu waren. Dabei steht den Soldaten von Atlas deutlich hochwertigere Ausrüstung zur Verfügung als beispielsweise der US-Armee. Deren Soldaten sind zwar auch mit Exo-Skeletten ausgerüstet, doch wesentlicher weniger fortschrittlich.

Exoskelette vervielfachen die Kraft und Ausdauer eines jeden Soldaten und sind in der Zukunft beinahe schon Standard-Ausrüstung. Zusätzlich bedienen sich die Söldner bei Atlas unterschiedlichster neuer Techniken, darunter Mehrzweck-Granaten, Hitze-Gewehre oder Drohnenschilder. Neben all der Technik ist es doch die menschliche Komponente, die uns interessiert und die eine Geschichte erzählt.

Wir spielen Mitchels, einen Soldat, der von Atlas ein unschlagbares Angebot bekommt. Atlas Chef Irons sieht in Mitchels so etwas wie einen Sohn und vor allem großes Potential, wichtige Dienste für das Unternehmen sauber zu erledigen. Aus Spoilergründen wollen wir nicht mehr verraten, doch so viel sei gesagt: Die Handlung ist vielseitig, abwechslungsreich und definitv filmreif. Auch wenn Teile der Geschichte stark an den neuen Robocop erinnern, könnte "Advanced Warfare" als eigener Film durchgehen.

Call of Duty Advanced Warfare (7)

Gameplay

Die wohl wichtigste Frage, die sich alle stellen: Bleibt "Advanced Warfare" trotz der Exosuites und Hightech-Ausrüstung noch ein "Call of Duty"? Natürlich ändern sich einige Dinge. Es gab vorher nie Tarnfunktionen, Doppelsprünge und Seitwärts-Boosts. Doch trotz all dem technischen Schnick-Schnack, der uns in die Zukunft führt, spielt sich "Advanced Warfare", wir wir es gewohnt sind. Plus eben die genannten Neuerungen. Dabei haben wir nicht das Gefühl, dass uns etwas genommen wird, sondern etwas geschenkt. Die neuen Freiheiten in der Bewegung und in der Ausrüstung fühlen sich sehr gut an und stellen eine große Bereicherung dar.

Fans des Multiplayers, die sich das alte Gameplay zurückwünschen, können sogar auf klassische Modi ohne Exo-Fähigkeiten zurückgreifen.
Doch einmal getestet, verzichtet keiner gerne auf die futuristischen Fähigkeiten. Das Herzstück des neuen Spielgefühls ist wie gesagt der Exo-Suite. Dieser kann unterschiedliche Fähigkeiten auf das Schlachtfeld bringen. Doppelsprünge, Luftboosts, Tarnung, ein schnelles Schild, Gesundheitsboosts und vieles mehr. Besonders in der Singleplayer-Kampagne werden wir immer wieder Zeuge von abgefahrenen Möglichkeiten.

Ob wir uns Spiderman-gleich an Wänden hochbewegen, einen Enterhaken abfeuern oder Türen aufreißen, als wären sie aus Pappe.
Alle Neuerungen im Spiel sind wohl dosiert und unterliegen dem Anspruch, gut spielbar zu sein. Diesem Anspruch wird "Advanced Warfare" in jedem Fall gerecht. "Call of Duty" galt schon immer als einer der schnelleren Shooter. Dieses Tempo bekam nun noch einen Boost nach vorne.

Präsentation

Kein "Call of Duty" sah je besser aus. Die neue Enginge zeigt, wie ein moderner Shooter auf modernen Konsolen auszusehen hat. Besonders die Zwischensequenzen können sich sehen lassen. Diese sehen allerdings fast schon zu gut aus, so dass der Übergang zur Ingame-Grafik zuweilen etwas hart sein kann.

Im Mittelpunkt der Präsentation während der Kampagne steht natürlich Kevin Spacey, der wie gewohnt oscarreif spielt. Doch auch die Nebencharaktere sind gut gelungen und helfen die Geschichte zu tragen. Nach Jahren der Stoßgebete seitens der Fans erleben wir nun endlich einen technischen Sprung nach vorne. Einem Boostsprung mit dem Exo gleich katapultieren die Entwickler von Sledgehammer Games "Call of Duty" ins neue Konsolen-Zeitalter.

Call of Duty Advanced Warfare

Multiplayer

Neben all der Hollywood-reifen Story ist es der Multiplayer, der das Franchise seit "Modern Warfare" so erfolgreich macht. Kein Jahr vergeht, in dem wir nicht wieder mit neuen Ideen zu ausgiebigem Leveln gereizt werden. Doch nicht alle Ideen werden auch in folgenden Spielen übernommen. Hier haben Sledgehammer Games ein paar sehr sinnvolle Entscheidungen getroffen, die Fans der Serie begeistern.

Zum einen bekommen wir Aufsätze für spezielle Waffen nur, wenn wir diese Waffe auch benutzen. So macht es nun auch wieder Spaß, zu leveln.
Das aus "Black Ops 2" bekannte Pick 10 System wurde sinnvoll weiterentwickelt und nennt sich jetzt Pick 13. So kann jeder Spieler sein Equipment optimal auf seinen Spielstil zuschneiden. Möchte man lieber mehr Extras und dafür keine Serienbelohnungen, so ist das kein Problem.

Wo wir auch schon bei einer weiteren positiven Entwicklung wären: Serienbelohnungen. Zum einen sind diese in einer überschaubaren Menge zurückgekehrt. Wer sich also in den letzten Teilen darüber aufregte, dass der Himmel nur noch überfüllt von Helis, Drohnen und sonstigen mächtigen Bedrohungen ist, wird sich über diese Entwicklung freuen. Zum anderen sind die meisten Belohnungen nur manuell zu bedienen. Man kann also nicht länger Geschütze und Helis platzieren, die die ganze Arbeit für einen machen. Zumindest nicht mehr so leicht wie früher.

Eine weitere Neuerung macht die Belohnungen sogar spannender als früher. Jeder Spieler kann diese anpassen und so individuell gestalten. Bis zu acht verschiedene Features sind ausrüstbar, sorgen auf der anderen Seite allerdings dafür, dass auch mehr Punkte gesammelt werden müssen, bis die Belohnung eingesetzt werden kann.

Neben den bekannten Spiel-Modi haben auch zwei neue Modi ihren Weg in den Multiplayer gefunden: Uplink und Momentum. Uplink ist quasi Basketball mit Waffen. Es geht darum, einen kleinen Ball in einen großen Ball auf der gegnerischen Seite zu werfen. Wer den Ball hat, wird auf der Karte auch für die Gegner sichtbar, was für spannende und hitzige Gefechte sorgt.

Momentum ist eine Art lineare Herrschaft. Fünf Flaggen müssen eingenommen werden. Ist eine eingenommen, ist die nächste an der Reihe. Durch Kills steigt die Geschwindigkeit, in der die Flagge eingenommen wird. Hier konzentriert sich das ganze Feuer meist auf einen Punkt. Nur wer die Karte gut kennt und zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann hier ordentlich punkten. Beide neuen Modi machen erst richtig im Team Spaß, was wieder einmal das Teamplay und die Bildung von Clans fördert. Doch auch ein beliebter Modus aus "Call of Duty Ghosts" hat es wieder ins Spiel geschafft: Infiziert

Call of Duty Advanced Warfare (8)

Auch wenn vieles neu ist und das Gameplay an einigen Stellen noch schneller, so fühlt sich "Advanced Warfare" nach wie vor nach "Call of Duty" an. Eingefleischte Fans finden sich schnell zurecht und bemerken nach ein paar Spielstunden kaum noch, dass etwas neu ist. Eine 7-8 stündige Kampagne, ein umfangreicher PVP und ein Fünf-Mann Koop Modus gegen Gegnerwellen. Fans der Serie werden bis zum nächsten "Call of Duty wieder bestens bedient sein.

Fazit

Keine der Neuerungen wird "Call of Duty"- Gegner von einem Kauf überzeugen, das steht fest. Wenn sich "Call of Duty" grundsätzlich ändern würde, wäre es kein "Call of Duty" mehr. Sledgehammer Games hat es dennoch geschafft, einen frischen Wind reinzubringen und das Gameplay sinnvoll zu erweitern. Keine der Änderungen ist so fundamental, dass es sich falsch anfühlt, daher können auch eingefleischte Fans beherzt zugreifen. Besonders gelungen ist die filmreife Kampagne.

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