Star Wars Battlefront im Test: Ersteindruck nach 10 Stunden im EA Access

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Star Wars Battlefront im Test: Ersteindruck nach 10 Stunden im EA Access

Der Krieg der Sterne entbrennt: Die PLAYM-Redaktion tobte sich bereits zehn Stunden mit Rebellen und Sturmtruppen aus. Das ist unser Ersteindruck zu „Star Wars Battlefront“.

Xbox-One-Gamer zocken früher: „Star Wars Battlefront“ war bereits eine Woche vor Release zehn Stunden via EA Access spielbar. Doch ähnlich wie Review-Events ist auch das Probierprogramm längst nicht das perfekte Testgelände für einen Online-Shooter dieser Größenordnung. Deshalb gibt es an dieser Stellen den PLAYM-Ersteindruck nach zehn Stunden mit „Star Wars Battlefront“. Ein finales Fazit folgt dann nach dem Erscheinen der Vollversion. Schließlich hatte DICE bei seinen letzten Veröffentlichungen massiv mit Server- und Balancing-Problemen zu kämpfen.

Einzelspieler-Ödnis

Electronic Arts und DICE kündigten bereits im Vorfeld an, dass „Star Wars Battlefront“ keine Singleplayer-Kampagne besitzen und sich auf die Online-Komponente konzentrieren würde. Entsprechend müde spielen sich auch die Einzelspieleroptionen: Egal, ob Tutorial, Wellenangriffe im Überlebensmodus oder Mann-gegen-Mann-Schlachten – Es gibt keinen triftigen Grund für Solisten, sich „Star Wars Battlefront“ zuzulegen. Dem Spiel fehlt es an Hingabe und Kreativität für Einzelspieler und sollte daher einzig wegen seines Mehrspielermodus angeschafft werden. Im Gegenzug aber sind diese Modi im Splitscreen mit einem Freund durchaus launig. Doch das ist erst der Anfang!

Star Wars Battlefront - Bild 106

Die Atmosphäre stimmt

Bereits nach wenigen Sekunden mit „Battlefront“ wird klar: Hier waren „Star Wars“-Fans am Werk. Das Spiel sieht klasse aus und protzt mit seiner detailverliebten Grafik und allerlei Anspielungen auf die Filme. Wer sich zwischen hektischem Blaster-Feuer und umher rauschenden Tie-Bombern die Zeit zum Erkunden der Karten nimmt, entdeckt beispielsweise wuselnde Ewoks oder auch Javas auf Tatooine. Die Authentizität mit der DICE die „Star Wars“-Lizenz in Bits und Bytes umsetzt, ist ungeheuer beeindruckend.

Letztlich ist es die perfekte Mischung aus stimmiger Highend-Grafik und dem legendären Soundtrack, die einem immer wieder Schauer über den Rücken jagt. Einzig die deutsche Synchronisation hinkt hinterher: Speziell die Generäle des Imperiums klingen eher wie garstige Schulhof-Rowdys denn wie hart gesottene Militärs.

Die Krone der Schöpfung: Kampfläufer-Angriff

Hauptspielmodus ist der mit bis zu 40 Teilnehmern spielbare Kampfläufer-Angriff. Das Grundprinzip ist simpel: Das Imperium belagert einen Stützpunkt der Rebellen mit AT-AT-Läufern. Die Rebellen müssen Uplink-Stationen einnehmen und so Y-Wing-Bomber herbei rufen. Deren Beschuss deaktiviert die Schilde der Kolosse und macht sie für die Rebellentruppen angreifbar. Die imperialen Einheiten wollen das natürlich verhindern.

Bislang gibt es mit Waldmond Endor, Außenposten Beta, Sorosuub Centroplex und Jundland-Wüste nur vier Karten für diesen Spielmodus. Die Anzahl an Maps ist ausreichend, zumindest bis im Dezember die Schlacht um Jakuu als DLC nachgeliefert wird.

Star Wars Battlefront - Bild 46

Durch die großen Maps und die stets dominanten Missionsziele entstehen immer wieder heiße Feuergefechte. Die Kämpfe knubbeln sich stets bei den Uplink-Punkten. Sobald aber die Schilde der AT-AT gefallen sind, geht es dort mächtig zur Sache. Soll heißen: Langeweile kommt hier nicht auf.

Viel Füllmaterial

Allerdings gelingt es „Battlefront“ dennoch kaum, breitflächig für Begeisterung zu sorgen. Die besagten Karten lassen die Genialität eines „Battlefield 4“ leider vermissen. Sie spielen sich sehr gut, aber eben auch nicht mehr. Gleiches gilt für den Rest der Online-Spielarten: Vorherrschaft ist eine klassische Domination-Abwandlung. Jägerstaffel konzentriert sich ausschließlich auf den Luftkampf. Gefecht ist das typische Team-Deathmatch. Einzig Droidenalarm und Fracht stachen für uns aus dem Einerlei noch einmal hervor, während Heldenjagd und Helden vs. Schurken wohl eher etwas für Zwischendurch sein dürften.

Souveränes Shooter-Vergnügen

„Star War Battlefront“ erfindet das Genre der Online-Shooter garantiert nicht neu, spielt sich allerdings griffig und macht in den ersten Stunden eine Menge Spaß. Im Gegensatz zu „Call of Duty: Black Ops 3“ aber geht der Spielfortschritt weitaus langsamer. Die Menge an freischaltbaren Gegenständen ist geringer: Das Hauptwaffenarsenal beschränkt sich auf 11 verschiedene Blaster. Aufsätze oder andere Upgrades gibt es nicht.

Als Power-Ups dienen die so genannten Sternenkarten, von denen ihr zwei Sets mit jeweils drei Karten vor jedem Match auswählt. Sternenkarten beinhalten beispielsweise spezielle Sekundärwaffen wie den Thermal-Detonator, Ionentorpedos oder das für die Navigation enorm wichtige Sprungpack. Hinzu kommen aufladbare Fertigkeiten wie etwa die Kühlzelle für pausenloses Feuern oder den Ionenschuss für aufgeladene Laser.

Star Wars Battlefront - Bild 23

Fahrzeuge und Helden aktiviert ihr mit auf den Maps verteilten Power-Up-Coins. Diese Specials sind zweifellos das Salz in der „Battlefront“-Suppe und wirbeln das Spielgeschehen oftmals durcheinander. Gerade Helden wie Han Solo mit seinem Blaster-Feuer oder Luke Skywalker mit seiner Lichtschwert-Kunst sind enorm wertvoll. Gleichzeitig fühlt es sich auch ungeheuer befriedigend an, diese besonderen Einheiten zu erledigen.

Ersteindruck

Nach gut zehn Stunden mit „Star Wars Battlefront“ macht sich eine gewisse Ernüchterung breit. Das Spiel wird dem im Vorfeld vorherrschenden Hype leider nicht vollends gerecht. Zwar besitzt es wenige Schwächen, aber bis auf die geniale Präsentation sticht wenig aus der Masse hervor. Das Spiel präsentiert sich bislang als guter Mehrspieler-Shooter mit einem sehr gelungenen Kampfläufer-Modus und viel Standardkost. Um eins klarzustellen: „Battlefront“ macht gerade im Team richtig Laune und schwimmt natürlich auf der „Star Wars“-Euphoriewelle. Allerdings mangelt es den Karten am Besonderen und auch der Umfang bei den Waffen, Skins und Extras lässt zu wünschen übrig.

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