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BIU: Reform des Jugendmedienschutzes dringend notwendig

BIU: Reform des Jugendmedienschutzes dringend notwendig
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Die aktuelle Regelung des Jugendmedienschutzes erschwert die Umsetzung der Gesetzgebung. Deshalb fordern die BIU, die USK und das Deutsche Kinderhilswerk eine Reform des Jugendmedienschutzes.

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, kurz BIU, sieht eine umfassende Reform des deutschen Jugendmedienschutzes als dringend notwendig an. Deshalb fordert ein Bündnis aus BIU, Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und dem Deutschen Kinderhilfswerk die Bundesregierung und die Bundesländer dazu auf eine gemeinsame Reform des Jugendmedienschutzes in die Wege zu leiten.

Der aktuelle Markt erschwert den Jugendschutz

Zwar würde das aktuelle Jugendschutzsystem einen hohen Schutz bieten, allerdings verschmelzen zunehmend verschiedene Medienformate. Auch die grenzüberschreitende Verbreitung digitaler Medien und die hohe Dynamik der Medienmärkte macht die Umsetzung schwerer. Vor allem die zersplitterte Gesetzgebungskompetenz steht in der Kritik.

Denn derzeit sind die Bundesländer für Online-Medien und den Rundfunk zuständig, wobei sämtliche Offline-Verbreitungswege vom Bund überwacht werden. Die Zuständigkeiten erschweren die Anwendung und Überwachung der Gesetze. Doch nun fordert man eine einheitliche, konvergente und verständliche Linie, um international anschlussfähig zu sein.

"Die Bundesländer haben eine Reform des Online-Jugendschutzes auf den Weg gebracht, die zwar viele wichtige Details regelt, die aber deutlich zu kurz greift", betont BIU-Geschäftsführer Dr. Maximilian Schenk. "Damit wir dauerhaft ein hohes Jugendschutzniveau gewährleisten können und den Jugendmedienschutz fit machen für die heutige Medienrealität, müssen Bund und Länder jetzt an einem Strang ziehen und ein konvergentes, international anschlussfähiges Jugendschutzsystem entwickeln."

Transparenz fördert die Akzeptanz

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, spricht zudem davon, dass das Jugendschutzsystem "für Kinder, Jugendliche und Eltern gleichermaßen verständlich und transparent sein" muss. Denn nur dann werden die Regelungen auch akzeptiert. "Die derzeitige Aufgabenverteilung zwischen dem Bund und den Ländern ist dagegen unnötig komplex und weit von der Realität entfernt wie heutzutage Kinder und Jugendliche Medien konsumieren", heißt es weiter.

USK-Geschäftsführer Felix Falk führt im Weiteren moderne Lösungen wie Jugendschutzprogramme und das IARC-System an. Allerdings könnten nur zeitgemäße Gesetze diese guten Entwicklungen unterstützen und fördern.

Weitere Informationen zur Forderung nach einer Reform des Jugendmedienschutzes findet man hier.

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