PlayStation Vita: Jack Tretton über den Misserfolg des Handhelds

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PlayStation Vita: Jack Tretton über den Misserfolg des Handhelds

Die PlayStation Vita ist ein hübsches Stück Hardware, das allerdings auf wenig Interesse stößt. Dafür gibt es mehrere Gründe. Laut Jack Tretton, der frühere CEO von Sony Computer Entertainment America, kam die Hardware einfach zu spät auf den Markt.

Die PlayStation Vita ist ein durchaus überzeugendes Stück Hardware, allerdings konnte sie nicht an die riesigen Erfolge der PlayStation Portable anknüpfen. Dafür gibt es mehrere Erklärungen: Einerseits machte der aufkeimende Mobile-Markt den Handheld gewissermaßen überflüssig, da nahezu jeder Spieler mit einem Smartphone ständig ein Spielgerät in der Tasche hat. Dennoch schaffte es Nintendo mit dem 3DS, auch im Mobile-Zeitalter Kunden zu gewinnen. Auslöser waren überzeugende Spiele, die bei der PlayStation Vita Mangelware sind.

Die großartige Maschine kam zu spät

Auch Jack Tretton, der frühere CEO von Sony Computer Entertainment America, teilte in einem Interview mit den Redakteuren von IGN seine Gedanken zum Misserfolg der PlayStation Vita und zum fehlenden Support. Laut seiner Aussage erfolgte die Veröffentlichung der Hardware einfach zu spät. "Nachdem ich nicht mehr dort arbeite, glaube ich, dass man intern dachte: 'Das ist eine großartige Maschine, sie ist nur zu spät.' Die Welt hatte sich tragbaren Geräten zugewendet, die keine spezialisierten Gaming-Geräte sind."

Im Fall der PlayStation Portable schaffte es Sony laut Tretton, eine Hardware anzubieten, mit der ein tragbares Konsolen-Gaming ermöglicht wurde. Und mit der PSP konnten auch ältere Gamer angezogen werden. Die PlayStation Vita kam jedoch zu einem Zeitpunkt auf den Markt, an dem das Interesse an derartigen Systemen deutlich sank, während Tablets und Smartphones im Mobile-Bereich ihren Siegeszug antraten. Letztendlich sei die PlayStation Vita ein "schönes Gerät", das allerdings auf den Markt kam, als "sehr wenige Leute ein spezielles tragbares Gaming-Gerät brauchten."


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Wie anfangs erwähnt war auch der Software-Support nicht immer überzeugend. Nachdem anfangs noch das eine oder andere AAA-Spiel in Angriff genommen wurde, darunter Mobile-Ableger von "Killzone" und "Uncharted", folgten in den vergangenen Jahren fast ausschließlich kleinere Indie-Projekte. Der hohe Einstiegspreis und die anfangs unverschämt teuren Speicherkarten sorgten für eine weitere Hürde.

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