Ubisoft: Pariser Börsenaufsicht erhebt den Vorwurf des Insider-Handels

Ubisoft: Pariser Börsenaufsicht erhebt den Vorwurf des Insider-Handels
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Wie die Pariser Börsenaufsicht bestätigte, leitete sie kürzlich Ermittlungen gegen mehrere leitende Angestellte von Ubisoft in die Wege. Diesen wird der Insider-Handel mit Aktien vorgeworfen.

Es ist wohl davon auszugehen, dass sich die Verantwortlichen von Ubisoft den 30. Geburtstag des Unternehmens etwas weniger turbulent vorgestellt haben.

Zum einen machte in den vergangenen Monaten immer wieder der führende französische Multimedia-Konzern Vivendi von sich reden, der laut eigenen Angaben zwar nicht von einer feindlichen Übernahme sprechen möchte, mittlerweile jedoch knapp 24 Prozent der Ubisoft-Aktien erhält. Ergänzend dazu erreichte uns nun die Meldung, dass die Pariser Börsenaufsicht Ermittlungen gegen mehrere leitende Angestellte des Publishers aufgenommen hat.


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Ubisoft: Pariser Börsenaufsicht erhebt den Vorwurf des Insider-Handels

Betroffen sind Ubisoft Montreal-CEO Yannis Mallat sowie vier weitere, jedoch nicht namentlich genannte Führungskräfte des Konzerns, denen der Insider-Handel mit Aktien vorgeworfen wird. Im Detail geht es um die Tatsache, dass diese Ubisoft-Anteile schon vor der offiziellen Bestätigung, dass sich der Release von "Watch Dogs" um ein paar Monate verschieben wird, veräußerten.

Als die Verschiebung des Open-World-Action-Adventures offiziell bestätigt wurde, brach der Aktienkurs von Ubisoft zwischenzeitlich um 32 Prozent ein. Weiter heißt es in dem Bericht: "Mallat und anderen Führungskräften wirft die AMF vor, beim Verkauf ihrer Anteile von der Verschiebung gewusst zu haben. Dadurch wurde gegen französische Gesetze verstoßen und Insider-Handel begangen." Mallat selbst bestreitet die Vorwürfe und versichert auf Nachfrage, dass er kein Insider-Wissen besessen habe.

In wie weit die Ermittlungen der Pariser Börsenaufsicht personelle Auswirkungen haben werden, bleibt abzuwarten.

Quelle: Kotaku

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