The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test – Der Kaufgrund für die Nintendo Switch!

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The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test – Der Kaufgrund für die Nintendo Switch!

Eine Legende kehrt zurück: „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ ist DER Launch-Titel für die Nintendo Switch und verleiht der neuen Unterwegs-Konsole sofort eine eigene Identität.

Ganze 100 Jahre schlief der gute Link. Und als er aufwachte, hatte er gar sein Gedächtnis verloren. Vielleicht ist das aber auch ganz gut, denn in dem vergangen Jahrhundert hielt die Verheerung Ganon im Königreich Hyrule Einzug. Seitdem ist nichts mehr, wie es mal war! Link muss nun nicht nur seine Erinnerungen an die Vergangenheit und vor allem an Prinzessin Zelda zurück erlangen, sondern auch das Böse bekämpfen. Und glaubt uns: Vor dem Helden liegt eine wirklich lange Reise voller Gefahren.

Die Reise beginnt

„The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ erzählt seine Geschichte zumeist in Rückblenden. Sehr schön: In den wirklich hübsch animierten Zwischensequenzen gibt es bei wichtigen Charakteren gut synchronisierte, deutsche Sprachausgabe. Der Anime-Grafikstil und der nur selten eingeblendete Soundtrack unterstreichen den Abenteuercharakter. „Breath of the Wild“ besitzt zweifellos die beste und spannendste Story der bisherigen Serienteile. An die Tiefe anderer großen Titel wie „The Witcher 3: Wild Hunt“ oder „Horizon: Zero Dawn“ reicht das Spiel nicht heran. Das ist in diesem Fall aber nicht so entscheidend.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild - Bild 3

Denn „Breath of the Wild“ dreht sich in erster Linie um das Erkunden und Erforschen einer fremden Spielwelt und ihrer Geheimnisse. Das Spiel nimmt euch noch in den ersten zwei bis drei Stunden an die Hand und führt euch von einem Missionsziel zum nächsten. Danach öffnet sich „The Legend of Zelda“ und entlässt euch in sein kleines Universum. Im Vergleich zu anderen Open-World-Titeln müsst ihr euch aber viele Funktionen selbst zusammenreimen. Nicht zu allem gibt es Erklärungen oder Infotexte.

Selbsterklärend!

Tatsächlich macht aber gerade das Erforschen der Möglichkeiten den Reiz aus. Nintendo kombiniert traditionelle Action-Adventure- mit Survival-Elemente miteinander. Diese erklären sich nahezu von selbst und motivieren zu Experimenten. Mit einem Lagerfeuer beispielsweise entzündet ihr dynamisch eure Pfeile. Mit herunter rollenden Felsen plättet ihr anrückende Gegner. Und wenn mal eine Brücke fehlt, fällt ihr mit der Axt einfach einen Baum in der Nähe. Das bedeutet: Mit gesundem Menschenverstand kommt man auf jeden Fall weiter.

Gleiches gilt für die Kochfunktionen. Für sie benötigt ihr einen Topf samt Feuerstelle. Lodert die Flamme nicht, müsst ihr diese zunächst mit einer Fackel entzünden. Danach nehmt ihr über das Inventar Zutaten in die Hand und werft sie in den Topf. Das System erweist sich als nicht sonderlich komplex, macht aber Spaß und ist in sich schlüssig.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild - Bild 5

Im Spielverlauf bedrohen nicht nur Monster und andere Untiere Links Leben, sondern auch die Natur selbst. Extreme Kälte schadet dem kleinen Abenteurer. Entsprechend benötigt er zum Überleben entweder wärmendes Essen – bevorzugt mit Chilli – oder Winterkleidung.

Die Kämpfe

„The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ überschwemmt einen im Verlauf mit Loot. Durch das vergleichsweise kleine Inventar – speziell bei den Waffen – werdet ihr viel Zeit mit dem Sortieren eurer Ausrüstung verbringen. Die Menüs erweisen sich als solide, sind aber nicht über jeden Zweifel erhaben. Waffen gehen für unseren Geschmack einen Tick zu schnell kaputt, sodass ihr immer wieder im Kampf zu neuen Prügeln greifen müsst. Dadurch entwickelt ihr keinerlei Beziehung zu Schwertern, Spießen und Äxten. Sie sind nur Gebrauchsgegenstände, die man irgendwann eben wegwirft.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild - Bild 4

Ansonsten aber stimmt das Kampfsystem und glänzt mit vielen Möglichkeiten. Jede Waffe verfügt über spezielle Angriffe und Eigenschaften. Mit Paraden oder Blocks löst ihr teils Zeitlupensequenzen für entsprechende Konter aus. Die Fülle an Waffen überzeugt und die Steuerung funktioniert – trotz kleinerer Ungenauigkeiten – ordentlich. Die Gefechte sind gerade für ein „Zelda“ recht anspruchsvoll. Zwar nehmt ihr es über weite Strecken mit kleineren Widersachern auf, trefft aber auch immer wieder auf Bestien, die euch mit einem Schlag ins Jenseits schicken können.

Dungeons und Schreine

Die Navigation innerhalb der offenen Spielwelt erfolgt problemlos. Ähnlich wie in „Assassin’s Creed“ schaltet ihr neue Kartenbereiche durch das Erklimmen von Türmen frei. Jedoch legt ihr damit nicht automatisch alle darin befindlichen Orte frei. Von den Türmen aus platziert ihr mit Hilfe des Fernglases stattdessen Markierungen. Türme und Schreine erreicht ihr bequem per Schnellreisefunktion, ansonsten könnt ihr aber auch laufen oder wilde Pferde zähmen, um auf ihnen zu reiten.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild - Bild 1

Links Agilität koppelt „The Legend of Zelda“ an ein Ausdauersystem. Bei Sprints, Schlägen, Klettern oder Flügen mit dem Paraglider leert sich langsam die grüne Anzeige. Geht euch komplett die Puste aus, stürzt euer Held ab oder bleibt wehrlos stehen. Für das Aufleveln seiner Ausdauer und der Lebensenergie müsst ihr Umgebungsrätsel in den 120 Schreinen lösen. Die genialen Knobelaufgaben dauern meist kaum länger als 30 Minuten, erfordern aber Geschick und Kombinationsgabe. Sie stellen damit eine schöne Ergänzung zu den Kämpfen dar. Grundlage für die Lösung stellen die fünf Talente des Shiekah-Stein dar. Mit ihm beeinflusst ihr die Umgebung, indem ihr beispielsweise Bomben werft, Objekte in eine Stasis versetzt oder per Magnet manipuliert.

Der Shiekah-Steine sind ein tolles Stilmittel, um dem Spiel mehr Tiefe und Abwechslung zu verleihen. Die Krönung der Rätselschöpfung stellen zweifellos die Dungeons dar. Deren genaue Funktionen möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Allerdings handelt es dabei um gewaltige Puzzle-Gebilde, die mit teils dicken Kopfnüssen aufwarten.

Meinung

Wieso sollte ich mir schon jetzt eine Nintendo Switch kaufen? Die glasklare Antwort lautet: „Wegen The Legend of Zelda: Breath of the Wild.“ Nintendo liefert mit dem neusten Ableger der Traditionsreihe einen echten System-Seller ab. Ja, das Spiel hat seine kleinen Macken. Gelegentlich bricht die Framerate ein, Kantenflimmern stört ebenfalls. Und besonders bei den Geschicklichkeitspassagen ist die Steuerung mit den kleinen Analog-Sticks ein wenig fummelig. Trotzdem stellt „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ das Verkaufsargument für die Nintendo Switch dar.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild - Bild 2

Es bannt ein gigantisch großes Spiel auf einen kleinen Bildschirm und macht es damit überall verfügbar. Das Spiel überzeugt mit seiner gewaltigen Welt, sowie den darin verpackten Quests und Nebencharakteren. Hyrule verwandelt sich trotz technischer Einschränkungen zu einem Ort für Abenteuer und knifflige Rätsel. Dungeons und Schreine strotzen vor Anspruch, gleiches gilt für die Kämpfe mit den fortgeschrittenen Gegnern. Ja, bei den Konkurrenzkonsolen gibt es Spiele, die ähnliches leisten. Aber keines von denen können wir mit auf Reisen nehmen. Mit „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ geht Nintendo neue Wege und das auf mehr als eine Art.

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