Xbox One X: VR-Support endgültig vom Tisch?

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Xbox One X: VR-Support endgültig vom Tisch?

Zum Launch im November dieses Jahres wird die Xbox One X keinen VR-Support bieten. Aber auch danach ist die Unterstützung offenbar keine beschlossene Sache mehr. Microsoft sieht den PC inzwischen als bessere Plattform für Virtual Reality an.

Microsoft hat im Rahmen der E3 2017 die neue Konsole Xbox One X vorgestellt, die zuvor auf den Arbeitstitel Xbox Scorpio hörte. Sie ist in der Lage, eine native 4K-Auflösung auf den Bildschirm zu bringen. Auf Virtual Reality-Erfahrungen, wie sie beispielsweise die PlayStation 4 Pro bietet, müssen die Käufer der 500 Euro-Konsole verzichten. Nachdem zunächst vermutet wurde, dass der VR-Verzicht lediglich für die Launch-Phase gilt, deuten die jüngsten Aussagen der Redmonder darauf hin, dass Virtual Reality auf der Xbox One X gar keine Rolle spielen wird. Angekündigt wurde die Konsole einst mit eine "High Fidelity VR"-Unterstützung.

Gegenüber dem Wall Street Journal gab der Xbox Marketing-Chef Mike Nichols zu verstehen, dass Virtual Reality besser zum PC passe. "Die Chance auf dem PC ist größer, da die Nutzerbasis größer ist und wir glauben, dass das Spielerlebnis auf dem PC besser sein wird." Das steht zu einem gewissen Teil im Widerspruch zu den Verkaufszahlen von PlayStation VR. Die VR-Brille hat die PC-Konkurrenz im vergangenen Jahr in Windeseile überholt, da die nötige PS4-Hardwarebasis entsprechend groß ist und der Preis zahlreiche User ansprechen konnte.


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Microsoft scheint hingegen nicht zu glauben, dass sich die Kosten für eine eigene VR-Plattform rentieren würden. Davon berichtet der Analyst Colin Sebastian von R.W. Baird. "Sie werden vielleicht ein paar Nutzer am Rand verlieren, aber wir sind nicht der meinung, dass der mangelnde VR-Support kurzfristige Auswirkungen auf die Verkaufszahlen haben wird", so seine Worte. Auch der Xbox-Chef Phil Spencer blies ins selbe Horn. Laut seiner Aussage stelle man ihm nicht viele Fragen zu Virtual Reality, was ein eher geringes Interesse untermauere.

Laut seiner weiteren Aussage sei der TV für gewöhnlich weiter vom Sitzplatz entfernt als der PC vom Schreibtischstuhl. Und das lange Kabel würde in diesem Fall störend wirken. Allerdings lobte er Sonys Pioniergeist, immerhin sei die Branche in einer sehr frühen Phase. Ob die Xbox One X-Besitzer langfristig auf Virtual Reality verzichten müssen, ist dennoch nicht ganz klar. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt scheinen die Redmonder keine entsprechenden Pläne mehr zu verfolgen.

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