FIFA 18: Amazon-Streik gefährdet Auslieferung

Autor: Maik Seidl

28. September 2017 um 17:44 Uhr: Verdi hat sich einen ganz bestimmten Zeitpunkt für einen Streik beim Versandriesen Amazon ausgesucht. Dieser trifft auf die Auslieferung der Fußballsimulation "FIFA 18". Man möchte verhindern, dass sich Amazon als der Freund der Spieler darstellt.

Die Gewerkschaft Verdi und der Versandriese Amazon befinden sich seit Jahren in einer Auseinandersetzung, die bisher zu keinem für alle Beteiligten zufriedenstellenden Ergebnis geführt hat. Viel werdet ihr davon in den vergangenen Jahren vielleicht nicht mitbekommen haben, allerdings scheint die Gewerkschaft ein Mittel gefunden zu haben, auch Spieler auf den Arbeitskampf aufmerksam zu machen. Man lässt die Amazon-Kunden auf "FIFA 18" warten.

An drei Standorten des Versandriesen Amazon rief Verdi die Beschäftigten heute zur Arbeitsniederlegung auf. In Leipzig schlossen sich einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge rund 250 Mitarbeiter an. Auch in der Spätschicht soll gestreikt werden. Gleiches gilt für die Logistik-Zentren Rheinberg und Werne, in denen die Arbeit niedergelegt wurde. Dass dieser Termin gezielt ausgesucht wurde, verdeutlicht ein Statement von Silke Zimmer, Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel bei Verdi in NRW.


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Darin heißt es: "Wenn bundesweit das neue FIFA-Spiel des Spieleherstellers Electronic Arts erscheint, will sich Amazon erneut als Freund der Spieler präsentieren und garantiert eine Lieferung am Erscheinungstermin. Das wollen wir in Frage stellen. So wie viele Spieler auf die Auslieferung des neuen FIFA-Spiels warten, warten die Beschäftigten auf faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen."

Doch worum geht es bei diesem Streik eigentlich? Die Gewerkschaft möchte durchsetzen, dass die Amazon-Beschäftigten gemäß des Tarifvertrages für den Einzel- und Versandhandel behandelt werden. "1.058 Euro Weihnachtsgeld, 1.121 Euro Urlaubsgeld, eine 38-Stunden-Woche und 6 Wochen Urlaub sind aktuell in der Branche üblich", so der für Leipzig zuständige Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago.

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