Dead Space 2: Vier Millionen Verkäufe bei einer 47 Millionen-Dollar-Produktion "nicht genug" – Update

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Dead Space 2: Vier Millionen Verkäufe bei einer 47 Millionen-Dollar-Produktion "nicht genug" – Update

"Dead Space 2" ist offenbar eines der Puzzleteile, die zur Schließung von Visceral Games führten. Laut der Angabe des Ex-Mitarbeiters Zach Wilson wurden die Kosten trotz einer Verkaufszahl von vier Millionen Einheiten nicht ausreichend eingespielt.

Update: Zach Wilson hat seine Aussagen korrigiert und spricht mittlerweile von 47 Millionen Dollar, die bei der Entwicklung von "Dead Space 2" verschlungen wurden. Das erste "Dead Space" habe 37 Millionen Dollar gekostet und grob über den Daumen gepeilt liege das Marketing-Budget in der selben Höhe.

Meldung vom 18. Oktober 2017: Electronic Arts hat in der vergangenen Nacht mitgeteilt, dass Visceral Games geschlossen wird. Mit Zach Wilson, der als Level-Designer von "Dead Space 2" maßgeblich an der Entwicklung des Titels beteiligt war, meldete sich inzwischen ein ehemaliger Mitarbeiter des Studios zu Wort und ging auf einen der Gründe ein. Schon mit "Dead Space 2" habe Electronic Arts nicht das Ergebnis erzielt, das sich der Publisher gewünscht hatte.

Zwar fand der Shooter rund vier Millionen Abnehmer, allerdings hätte allein die Produktion von "Dead Space 2" 60 Millionen Dollar verschlungen. Zudem schätzt Wilson die Kosten für das Marketing auf etwa 60 Millionen Dollar. Diese Angabe ist allerdings alles andere als gesichert. Der Ex-Mitarbeiter von Visceral Games bezieht sich lediglich auf den bei AAA-Spielen branchenüblichen Anteil.

Hinzu kommt die Tatsache, dass der Handelsumsatz nicht der Betrag ist, den Electronic Arts beim Verkauf eines Spiels als Einnahmen verbuchen kann. Die Händler wollen ihren Anteil, Steuern werden erhoben und an die Partner muss Geld abgezweigt werden. Älteren Analysen zufolge müssen sich AAA-Spiele der Größenordnung eines "Dead Space 2" etwa fünf bis zehn Millionen Mal verkaufen, um Gewinne abwerfen zu können. Auch "Dead Space 3" konnte die Erwartungen des Publishers Electronic Arts nicht erfüllen.


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Letztendlich verantwortlich für die Schließung von Visceral Games scheint das neue "Star Wars"-Projekt und dessen konzeptionelle Ausrichtung auf ein Singleplayer-Erlebnis zu sein. Die Entwicklung läuft seit Jahren. Und offenbar hat Electronic Arts die Befürchtung, dass der Titel finanziell betrachtet ein Misserfolg wird. Produziert wird das Spiel fortan mit einem geänderten Ansatz in anderen Studios von EA. Einen neuen Release-Zeitraum gibt es nicht.

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