USA: Videospiel soll Lehrer auf Schul-Amokläufe vorbereiten

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USA: Videospiel soll Lehrer auf Schul-Amokläufe vorbereiten
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In den Vereinigten Staaten sind die US Army und verschiedene Partner damit beschäftigt, eine Simulation zu erschaffen, die Lehrer auf Amokläufe in Schulen vorbereiten soll. Die Simulation gibt den Teilnehmern beispielsweise die Möglichkeit, verschiedene Türen abzuschließen oder den Schülern Anweisungen zu geben. Das Programm zeigt sich in einem Video.

In den Vereinigten Staaten befinden sich Millionen Waffen im Besitz von Privatleuten, was die Chance, von einer Kugel getroffen zu werden, enorm erhöht. Beispiele für Amokläufe und Schießereien gibt es zur Genüge. Besonders schockierend war der Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School, bei dem 28 Menschen, darunter 20 sehr junge Kinder, erschossen wurden. Solche Amokläufe lassen sich nur schwer verhindern, allerdings sollen die Lehrer fortan mit einer speziellen Software an eine richtige Reaktion auf solche Amokläufe herangeführt werden.

Das Projekt wurde von der US Army sowie dem Department of Homeland Security in Auftrag gegeben. Für die Entwicklung zeigt sich die Technikfirma Cole Engineering Services verantwortlich. Die Simulation, die sich weiter unten im Video zeigt, ist eine Abwandlung von Soldaten-Trainings-Programmen. Beteiligt ist unter anderem die Mutter eines Opfers des Amoklaufes an der Sandy Hook Elementary School.

Nach dem Start der Simulation haben die Lehrer die Möglichkeit, Strategien zu testen. Beispielsweise ist es hilfreich, die Türen der Klassenzimmer abzuschließen und die Schüler aufzufordern, sich an eine Wand zu setzen, die nicht direkt in der Schusslinie ist. Letztendlich sollen die Lehrer auf eine Amoklauf-Situation besser vorbereitet werden und erkennen, welche Dinge funktionieren und welche nicht.

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