Tony Hawk’s Pro Skater: Ehemaliger Entwickler glaubt weiterhin an ein Interesse der Spieler

Tony Hawk’s Pro Skater: Ehemaliger Entwickler glaubt weiterhin an ein Interesse der Spieler

Die Zukunft von Skateboard-Spielen sieht spätestens seit dem enttäuschenden "Tony Hawk's Pro Skater 5" nicht mehr allzu rosig aus. Ein ehemaliger Entwickler ist sich jedoch sicher, dass es weiterhin ein Publikum gibt, insofern die Qualität des Spiels stimmt.

Ende der Neunziger befanden sich Skateboard-Spiele im Aufwind als die "Tony Hawk’s Pro Skater"-Reihe aus dem Hause Neversoft auf den Konsolen und dem PC einschlug. Der Erfolg sollte noch einige Jahre auf der PlayStation 2 anhalten, doch dann versank das Genre nach und nach in der Versenkung. Lediglich Electronic Arts' ".skate"-Reihe konnte das einstige Arcade-Genre durch den Wandel in Richtung Simulation noch einmal aufleben lassen. Nach drei Ablegern war jedoch auch an dieser Front wieder Schluss.

In einem aktuellen Interview mit Game Brain hat sich Chris Rausch, ehemaliger Entwickler bei Neversoft, zu seiner damaligen Arbeit an den "Tony Hawk"-Spielen zu Wort gemeldet. Er ist der Meinung, dass die Investoren nach verschiedenen Fehlschlägen die falschen Schlüsse gezogen hätten. Das stark kritisierte und technisch verbesserungswürdige "Tony Hawk’s Pro Skater 5", das noch einmal die Reihe zu alter Stärke führen sollte, hat laut Rausch das Schicksal der Marke für eine längere Zeit besiegelt. Nichtsdestotrotz würde es weiterhin ein Publikum geben, das sich Skateboard-Spiele wünscht.

Rausch, der an der Entwicklung der ersten sechs Teile der Reihe beteiligt gewesen war, hatte "Tony Hawk’s Pro Skater 5" erstmals gespielt als es als kostengünstiger Downloadtitel veröffentlicht werden sollte. Später hatte sich Activision jedoch dazu entschieden daraus ein Vollpreisspiel zu machen. Das Resultat ist bekannt: Geringer Inhalt, eine übertriebene Physik und letztendlich ein enttäuschendes Spielerlebnis.

Weiterhin ist sich Rausch sicher, dass das Publikum weiterhin Skateboard-Spiele haben möchte, jedoch würde seiner Meinung nach die Qualität zu wünschen übrig lassen. Das daraus resultierende Interesse würde letztendlich von den Investoren als Desinteresse der Spieler missinterpretiert werden, obwohl die Spieler lediglich ein besseres und cooleres Spiel haben wollen.

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