Freie Wähler: Verzicht auf „Killerspiele“ gefordert

Die Freien Wähler bringen in diesen Tagen einmal mehr den Verzicht auf sogenannte „Killerspiele“ ins Gespräch. Im Rahmen der Bundestagswahl 2013 gehen die Verantwortlichen erstmals auf Stimmenfang, allerdings dürften die jüngeren Wähler dem Gegenstück zur Piratenpartei mittlerweile eher skeptisch gegenüberstehen.

In einem Entwurf zum Grundsatzprogramm, das Mitte Juni veröffentlicht wurde, heißt es zum Thema Gewaltspiele: „IT-Anwendungen haben ihre Grenze dort, wo die Freiheit des Einzelnen und das Recht auf Respekt ethischer Grundsätze verletzt werden. Wir fordern die IT-Industrie auf, von sich aus verbindliche Regeln gegen ethisch fragwürdige Auswüchse bei der Spieleentwicklung zu beschließen („Baller- und „Killerspiele“). Es kann nicht hingenommen werden, dass der Jugendschutz teilweise ausgehebelt wird.“

Schon in den Eckpunkten zum Grundsatzprogramm war die Tendenz zu erkennen: “In Sachen Netzpolitik vertreten die Freien Wähler  die Position, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Anonyme Beleidigungen haben zu unterbleiben. Auf moralisch-fragwürdige Killerspiele sollten die Spiele-Produzenten künftig freiwillig verzichten.”

Nähere Erklärungen wurden nicht geliefert, sodass unklar ist, wo die Freien Wähler einen Zusammenhang zwischen Gewaltspielen, die ausschließlich an Erwachsene verkauft werden dürfen, und der Aushebelung des Jungendschutzes sehen. Allerdings wird ohnehin daran gezweifelt, dass die Freien Wähle über die wichtige 5-Prozent-Hürde kommen.

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