Login

Nach dem Amoklauf von Newtown: US-Staat Massachusetts wirft Arcades aus Autobahnraststätten

Auch nach Wochen zieht der Amoklauf von Newtown, der im Dezember 26 Menschenleben forderte, in den USA weite Kreise.

So wandten sich die besorgten Eltern Andrew und Tracey Hyams nach den Weihnachtsfeiertagen mit einer Beschwerde an das Straßenverkehrsamt von Massechusetts und wiesen dieses darauf hin, dass man an staatlichen Autobahnraststätten Kinder entdeckte, die sich mit gewalthaltigen Arcade-Spielen die Zeit vertrieben – nachgestellte Plastikwummen natürlich inklusive.

Und nach einer entsprechenden Aufforderung der besorgten Eltern reagierte der US-Staat Massachusetts und verbannte neun Arcade-Titel aus Raststätten in Charlton, Ludlow, Lee und Beverly. Unter den angesprochenen Titeln befanden sich bekannte Titel wie "Time Crisis" oder "Beach Head 2000".

"Im Endeffekt gibt es keine Person, die denkt, dass es nicht genug Gewalt in unserer Gesellschaft gebe und dass Spiele sie nicht glorifizierten. Ein Videospiel an einem öffentlichen Platz kann von jeder Person jeden Alters gespielt werden", wird Verkehrsminister Richard Davey zitiert.

"Schlussendlich sollen diese Spiele nur die Kinder unterhalten, damit sich ihre Eltern für ein paar Minuten von langen Strapazen erholen können. Ich denke, dass es durchaus Sinn macht, es etwas passivere Spiele sein zu lassen."

Harmlosere Spiele wie "Pac-Man" oder "Galaga" werden in den Raststätten aber weiterhin zur Verfügung stehen, heißt es weiter.

Auch interessant

2   Kommentare  

  • the magic muffin

    Wurde ehrlich gesagt auch Zeit… Ich war mal in den USA in einem Bahnhof und da haben 10 jährige pausenlos irgendwelche Soldaten mit Plastikknarren abgeschossen…
    Ich habe nichts gegen solche Arkade Spielemaschinen aber wenn da kleine Kinder legal und ohne Probleme rankommen, dann sollte sich da mal was ändern.


  • Dominik

    Es ist immer wieder das Gleiche! Nur weil so ein Psycho Realität und Fiktion nicht auseinanderhalten kann. Echt traurig. Aber jetzt werden halt wieder alle dafür bestraft so war das auch schon damals in der Schule. Einer baut Mist und alle dürfen es ausbaden.


Comments are closed.

Zum Thema

  • Xbox Next, PlayStation 5 und Co: Microsofts Phil Spencer über die Bedeutung der Cloud

    vor 4 Monaten - Viel wurde in den letzten Wochen über kommende Konsolen-Generationen und damit verbundene technologische Entwicklungen gesprochen. Laut Microsofts Phil Spencer...
  • Mikrotransaktionen: Kontroversen könnten große Auswirkungen auf die führenden Publisher haben, so ein Analyst

    vor 6 Monaten - In einem aktuellen Statement ließ sich auch der Analyst Doug Creutz über das Thema Mikrotransaktionen beziehungsweise Lootboxen aus. Wie er ausführt, sei es...
  • Amy Hennig: Streams und Let’s Plays können laut der Uncharted-Autorin die Verkaufszahlen von Titeln senken

    vor 6 Monaten - Geht es nach der Branchen-Veteranin Amy Hennig, dann könnten sich Streams und Let's Plays negativ auf die Verkaufszahlen von Spielen auswirken. Vor allem Singl...
  • Mikrotransaktionen: Aktuelle Kontroversen wirken sich laut der NPD Group nicht auf die Verkaufszahlen aus

    vor 9 Monaten - Viel wurde in den vergangenen Tagen über Mikrotransaktionen beziehungsweise das Games-as-a-Service-Konzept diskutiert. Laut den Marktforschern der NPD Group wi...
  • USA: Fast drei Viertel der Umsätze entfallen auf digitale Inhalte

    vor 1 Jahr - Laut einem aktuellen Bericht der Entertainment Software Association nimmt der digitale Vertrieb in den USA einen immer wichtigeren Stellenwert ein. So entfalle...