Xbox One und der Datenschutz: Die Grünen fordern mehr Transparenz

Xbox-One-controller

Vor zwei Tagen wurde die Xbox One offiziell gemacht und mit ihr die Tatsache, dass jeder Konsole ein Kinect-Exemplar beiliegen wird. Kinect bietet neben der Bewegungssteuerung auch die Möglichkeit, die Konsole via Sprachbefehl zu bedienen. Die Worte „Xbox on“ sorgen beispielsweise dafür, dass die Xbox One aus dem Schlaf geholt wird.

Nicht alle Leute sind von diesen Möglichkeiten begeistert. Vor allem Datenschützer fürchten die totale Überwachung, da die Hardware ständig im Bereitschaftsmodus sein muss, um die erwähnten Dienste bieten zu können. Auch Konstantin Notz, netzpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, sieht die Sache sehr kritisch: „Die Game-Branche steht schon länger im Ruf, nicht besonders viel auf Datenschutz und Persönlichkeitsrechte zu geben.“

Weiter: „Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Datenschutzverstößen. So werden Online-Spieler getrackt und profiliert was das Zeug hält, die Einzelheiten bleiben für die Nutzer oftmals weitgehend intransparent. Die nun bekannt gewordenen Pläne von Microsoft, die Konsolenkamera Kinect der Xbox One direkt ins Wohnzimmer der Spieler schauen zu lassen, haben jedoch noch einmal eine ganz neue Qualität und bergen erhebliche datenschutzrechtliche Risiken.“

Weiter heißt es: „Sollten die Vorwürfe gegen Microsoft zutreffen und sich die Pläne als real erweisen, muss die zuständige bayrische Datenschutzaufsicht einschreiten. Die visuelle Erfassung im heimischen Wohnzimmer ist zur Durchführung des Spiels schlicht nicht erforderlich und selbst eine Einwilligung angesichts der Erfassung des höchstpersönlichen Lebensbereichs hier kaum vorstellbar. Die Funktion hat daher offenbar nur einen einzigen Zweck, nämlich die Ausspähung des privaten Umfelds der Spieler, und nur ein Ziel, nämlich die Profitmaximierung von Microsoft.“

Das komplette Statement zur Xbox One lest ihr hier.

http://vimeo.com/66671483

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