Steven Spielberg und George Lucas: Spiele können keine Kunst sein – Update
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Die beiden Filmemacher Steven Spielberg und George Lucas widmeten sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die während eines Independent Film Festivals veranstaltet wurde, dem Genre der Videospiele. Unter anderem betonten sie, dass das Film-Medium über allen anderen Medien steht. Und Spiele sollten nicht als Kunst angesehen werden.

„Andere Medien sind dem Film unterlegen“, so Spielberg. Lucas fügte hinzu: „Viele Leute sind sich nicht einmal im Klaren darüber, dass es andere Medien gibt, bei denen sich die Bilder nicht bewegen. Einige Medien verfügen noch nicht einmal über Bilder.“ Nachdem aus dem Publikum die Frage kam, was die beiden über Videospiele denken würden, verwies Spielberg auf den Controller.

„Das Problem mit Videospielen ist der Controller. Sobald man einen Controller in die Hand nimmt, schaltet sich im Herzen etwas ab und es wird zu einem Sport.“ Wissenschaftliche Studien zum menschlichen Herzen würden diese Aussage beweisen. Zudem verwies Spielberg auf seine Erfahrungen innerhalb der Spieleindustrie. Unter anderem war er am Wii-Spiel „Boom Blox“ beteiligt.

„Boom Blox sollte eine bewegende Geschichte rund um einen Mann werden, der unter dem frühen Tod seiner Frau leidet und sich mit dem Konzept der Liebe versöhnen muss. Wie auch immer, sobald jedoch der Controller einbezogen wurde, wurde aus Boom Blox ein Spiel über das Zerstören von Blöcken, die wie Farmtiere aussehen. Darum können Spiele keine Kunst sein.“

Aus dem Publikum kam daraufhin die Frage, ob er denn schon einmal Spiele wie „The Walking Dead“, „Journey“ oder „The Last of Us“ ausprobiert hat. Diese Frage wurde verneint. „Nein, ich habe diese Spiele nicht gespielt, aber sofern sie einen Controller nutzen, dann können sie nicht künstlerisch und so gewagt wie Indiana Jones 4 sein.“

Lucas ergänzte allerdings, dass er Kinect als eine Möglichkeit ansehe, Videospiele in den künstlerischen Bereich zu bewegen. Als Beispiel nannte er eine Situation, in der er in einem nur spärlich beleuchteten Raum spielte und die Bewegungen nicht richtig erkannt wurden. Er wurde wütend. „Diese Kamera ließ mich fühlen. Nun, das ist Kunst.“

Update: Wie sich mittlerweile herausstellte, basierten die Meldungen rund um Steven Spielberg und George Lucas auf dem Bericht einer Satire-Seite. Das heißt, Steven Spielberg lehnt Videospiele als Kunstform nicht grundsätzlich ab.

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