Mit 2,65 Milliarden Euro ist Deutschland größter Gamesmarkt in Europa
Mit Videospielen wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 2,65 Milliarden Euro umgesetzt. 50 Prozent der Einnahmen werden inzwischen über den digitalen Weg erzielt.
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Mit 2,65 Milliarden Euro ist Deutschland größter Gamesmarkt in Europa
Die Konsolen sorgten im vergangenen Jahr für reichlich Umsatz.

Newzoo und der G.A.M.E. Bundesverband der Computerspielindustrie e.V. haben einige Statistiken zum deutschen Videospielmarkt veröffentlicht und dabei betont, dass Deutschland in Europa an der Spitze ist. Laut den Angaben konnte hierzulande im vergangenen Jahr ein Umsatzzuwachs von etwa 5 Prozent auf 2,65 Milliarden Euro erzielt werden. „Deutschland ist somit größter Einzelmarkt innerhalb Europas und mit einem Anteil von 5,5% am Weltmarkt einer der wichtigsten Märkte überhaupt“, heißt es.

2013 wurde die Hälfte des Umsatzes in Deutschland rein digital durch Käufe auf mobilen Endgeräten, in Browserspielen und über die digitale Aktivierung von Spielen, Ergänzungen sowie Zusatzinhalten generiert: „Der Anteil der rein digital erwirtschafteten Umsätze ist im Vergleich zum Vorjahr um satte 25% gestiegen. Das Spielen auf Tablets und Smartphones verzeichnet dabei mit 64% den größten Zuwachs. Allein hier wurden rund 290 Millionen Euro umgesetzt“, so die Verantwortlichen weiter.

Besonders erfreulich sei aus der Sicht der deutschen Gamesbranche die zunehmende Digitalisierung der Vertriebswege und die immer weiter voranschreitende Akzeptanz und Nutzung neuer Geschäftsmodelle. Dazu zählen mobile Spiele via App, der Erwerb von virtuellen Zusatzinhalten und browserbasierte Spielangebote. „In diesen Märkten hat die deutsche Gamesbranche mitunter marktführende Unternehmen vorzuweisen, wogegen die Konsolenplattformen wie Xbox oder PlayStation vorwiegend von ausländischen Konzernen dominiert werden. Letzere öffnen sich aber zunehmend für kleinere Entwickler, die durch die Hersteller Sony und Microsoft explizit unterstützt und gefördert werden.“

Abschließend heißt es: „Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis digitale Vertriebswege den klassischen deutlich überwiegen werden. Auch wird der Konsument zunehmend nur das Spielerlebnis zahlen wollen, das er auch nutzt. Hier kommen faire Free-2-Play-Modelle zum tragen, die den Konsumenten in die Lage versetzen, Spiele nicht nur zu testen, sondern nach eigenem Bedarf zu bezahlen.“

GAME_Marktzahlen_Deutschland_2013

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