Werden die Geschichten in Spielen überbewertet?
Riot Games’ Narrative Lead Tom Abernathy und Richard Rouse, Lead Designer bei den Microsoft Game Studios, sind der Meinung, dass die Erzählung in Videospielen überbewertet ist.
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Werden die Geschichten in Spielen überbewertet?
"The Last of Us" bietet eine packende Geschichte und überzeugende Charaktere. Doch an was werden sich die Spieler später erinnern?

Auf der GDC 2014 meldeten sich Riot Games’ Narrative Lead Tom Abernathy und Richard Rouse, Lead Designer bei den Microsoft Game Studios, mit einem durchaus gewagten Vorstoß zu Wort.

Wie diese im Rahmen ihrer rund 25 Minuten langen “Death to the Three-Act Structure”-Rede zu verstehen gaben, vertreten sie den Standpunkt, dass die Handlung in Videospielen schlichtweg überbewertet wird. Dies würde sich auch daran zeigen, dass ein Großteil der Spieler die Handlungen der favorisierten Spiele nicht akkurat wiedergeben kann. Viel mehr bleiben den Spielern hier die Charaktere im Gedächtnis, wie es heißt.

Im direkten Gegensatz zu Filmen und TV-Serien, bei denen sich Fans auch nach langer Zeit noch an die Rahmenhandlung erinnern können. Eine Entwicklung, die die beiden Branchen-Veteranen unter anderem auf das interaktive Medium der Videospiele zurückführen. In der Regel seien die Spieler bereits mit dem Gameplay eines Titels ausgelastet und daher kaum noch in der Lage, einem komplexen Handlungsstrang zu folgen.

“Handlungen in Spielen sind schlichtweg überbewertet”, werden die Veteranen weiter zitiert. “Die Spieler erinnern sich nicht an den Plot. Es sind die Charaktere, an die sie sich erinnern.”

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