Frankreich: Videospiele mit Drogen auf einer Stufe
In Frankreich wurde eine Kampagne gestartet, die sich der Früherkennung der Videospielsucht bei Jugendlichen widmet. Die Gleichstellung der Videospiele mit harten und weichen Drogen sorgt allerdings für reichlich Gesprächsstoff.
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Die Videospielsucht ist vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein nicht zu vernachlässigendes Problem. Älteren Studien zufolge sind etwa drei bis sechs Prozent der Spieler, die dieser Altersgruppe entstammen, süchtig nach Computerspielen. Sie verbringen meist ihre gesamte Freizeit hinter dem PC oder an der Konsole, vernachlässigen andere Aktivitäten, entfernen sich von einstigen Freunden und die schulischen Leistungen lassen erheblich nach.

Trotz dieser Problematik sorgt eine Kampagne des französischen National Institute for Prevention and Health Education für reichlich Diskussionen im Netz. In dieser werden Alkohol, Cannabis, Kokain, Ecstasy, Videospiele und Tabak in einem Atemzug genannt. „Es gibt einen Ort, wo darüber gesprochen werden kann“, heißt es in der Kampagne.

Zugleich wurde ein Video veröffentlicht, das die Laufbahn eines exzessiven Spielers zeigen soll, der sich in älteren Jahren und mit reichlich Übergewicht weiterhin ausschließlich mit Videospielen beschäftigt. Im Video wird dazu aufgerufen, mit den Zöglingen Ärzte und Psychologen aufzusuchen, falls Verhaltensweisen wie im Video zu sehen beobachtet werden. Ist diese Kampagne übertrieben und trägt zur Stigmatisierung bei? Oder hilft sie dank des Schreckensszenarios dabei, die Eltern zu sensibilisieren? Was meint ihr?

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