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PlayStation VR: Geringe User-Basis steht AAA-Projekten im Weg

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PlayStation VR: Geringe User-Basis steht AAA-Projekten im Weg
PS4

Für PlayStation VR wurden in den vergangenen Monaten unzählige Spiele veröffentlicht, allerdings hält sich die Zahl der Triple-A-Projekte sehr in Grenzen. Die Verbreitung der Virtual Reality-Hardware behindert die Investition in wirklich große Projekte. Sobald die Installationsbasis steigt, werden wir laut Sony mit größeren Spielerlebnissen rechnen können.

Im vergangenen Jahr kamen die ersten Virtual Reality-Headsets für den Massenmarkt in den Handel. Und den größten Absatz konnte abgesehen von den Mobile-Lösungen Sonys PS4-Brille PlayStation VR erzielen. Mehr als eine Million Exemplare wurden bisher abgesetzt. Das klingt viel, allerdings rechtfertigt diese Installationsbasis nicht zwangsweise hohe Investitionen in Triple-AAA-Spiele. Einige wenige Ausnahmen gibt es, darunter "Resident Evil 7", das wahlweise im VR-Modus und als klassisches Bildschirm-Erlebnis gespielt werden kann.

Bei anderen großen Spielen warten die Entwickler weiterhin ab, darunter "League of Legends" und "Overwatch" sowie Open World-Spiele wie "The Witcher 3" oder "Horizon Zero Dawn". In einem aktuellem Interview mit Sonys Richard Marks stellten die Redakteure von Glixel die Frage, ob es irgendwelche Gründe gebe, die bei solchen Spielen gegen einen VR-Support sprechen würden. Marks sieht zumindest technisch betrachtet keine unüberwindbaren Hürden. Aber derzeit könnte die Installationsbasis der VR-Headsets gegen eine derartige Investition sprechen.

Als Beispiel nannte Marks "Overwatch", das inzwischen auf etliche Millionen Spieler kommt. Dem gegenüber stehe eine mögliche VR-Spielerschaft von nur einer Million Usern. Rein wirtschaftlich betrachtet würde es daher mehr Sinn ergeben, sich auf die klassische Spielerfahrung zu konzentrieren. "Und aus diesem Grund hängt es von den Umsätzen für einen Entwickler ab, in die Entwicklung eines Spiels zu investieren, denn die Investition muss mit den möglichen Verkäufen in Einklang gebracht werden", so Marks.


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Eine Zwischenlösung bieten derzeit Spiele wie "Resident Evil 7", die laut Marks sehr gut in der virtuellen Realität aber auch außerhalb von VR-Headsets funktionieren. "Sie können weiterhin eine große Zahl an Spielen verkaufen, aber die VR-Version gleichzeitig zu einer großartigen Erfahrung für alle jene machen, die ein VR-Headset besitzen." Sobald sie User-Basis zunimmt, könne mit einer höheren Zahl an größeren Produktionen gerechnet werden: "Ich denke, sobald die User-Basis von Virtual Reality groß genug ist, werden wir dieses Problem nicht mehr haben", so Marks abschließend.

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28   Kommentare  

  • Schwammlgott

    Ein Teufelskreis, zu wenig verkaufte Headsets, daher gibts fast keine AAA Titel
    Und durch die fehlenden Spiele wird’s auch nicht gekauft (zum Teil auch wegen des Preises)
    Über 1 Millionen Stück verkauft…schön, und wieviel davon wollen wiederverkauft werden? Man muss nur mal auf diversen Verkaufsbörsen und/oder -Apps schauen, da gibts PSVR massenhaft mit Preisen zum Teil über 500 Euro


      1. Schwammlgott

        @astrobroker: du willst also heutige Spiele mit 8-bit und 16-bit Spielen vergleichen, wo Entwicklerteams aus zum Teil 3-4 Leuten bestanden, verstehe ich das richtig? Macht nicht viel Sinn mein Junge…


      2. astrobroker

        „Der Sinn ist kein Hund, den man ruft, sondern ein Haus, das man baut.“ – Manfred Hinrich


      3. Nelphi

        Genau so ist es.
        Ebenso wie in der Videospiel-Anfangsgeschichte muss sich erst mal zeigen dass es sich lohnt mehr Geld in Hand zu nehmen!

        Diesem neuen Medium muss man tatsächlich erst noch etwas vertrauen oder warten bis es sich durchgesetzt hat.
        Bis jetzt hatte ich mit jedem Spiel welches ich gekauft habe meine Freude. Das gute ist, gibt es gerade nichts für PSVR zum Spielen, kann ich mit der PS4 einfach nicht VR Spiele spielen!
        Es wird die Zeit kommen als dass sich auch große Titel lohnen für die Publisher.

        Ich bin froh, dass es doch noch welche gibt welche trotzdem schon etwas mit dem neuen Medium riskieren, also auch große Publisher wie zB Ubisoft.

        Nochmal, es ist wirklch wie mit den Anfangszeiten der Videospiele zu vergleichen, denn das war damals ein neues Medium, die Verkäufe der Konsolen war damals auch nicht mit den Heutigen zu vergleichen. Und was ist heute? Die Publisher scheinen sich darum zu schlagen wer denn am meisten Geld für ihre Spiele ausgeben.

        Ich bin froh von anfang an dabei zu sein, ein EVE Valkyrie macht mir seit Tag eins immer wieder Spaß und zieht mich in seinen Bann!
        Ich hoffe, das EA tatsächlich für sein neues Battlefront VR Misionen mit größerem Umfang zumindest in den Flugzeugen des StarwarsMP unterstützt.
        Wäre eine ähnliche Lösung wie die von REsident Evil7


    1. Miauwauwau

      Ich weiss nicht, aber hätte man nicht mit oculus oder htc zusammen arbeiten können . Die mit der ps4 kompatibel gemacht. Dann hatte man sich doch die entwicklungskosten gespart.oder wäre das technisch nicht möglich gewesen?


  • vini_vici

    Die Userbasis ist die eine Sache…die andere ist die Anwendungszeit, und praktisch keiner meiner Freunde benutzt das Headset noch…Für ein paar Stunden eine feine Sache, aber danach wird’s langweilig.


      1. Warhammer

        Daran kann man sich gewöhnen. Lass mal jemanden einen MP Shooter zocken welcher noch nie vorher einen Shooter gezockt hat. Was glaubst du wie sich derjenige nach 10 Minuten fühlt?


  • wintermute

    Naja ich sehe da aber Sony die in Vorleistung gehen müssen, das der Markt irgendwann Hardware mäßig gesättigt ist sollte auch klar sein und wenn sie den gleichen Fehler wie MS mit Kinect begehen und nicht in passende AAA Titel investieren wars das, bei mir liegt das Teil nur noch rum


  • bouNzA69

    Klar, ich kauf mir ne 400€VR-Brille um sie mir in den Schrank zu stellen, für den unwahrscheinlichen Fall, dass es bald tolle VR-Spiele gibt ^^


    1. Manuke84

      1. Ohne gute Software und Triple AAA Spiele verkauft sich keine Hardware der Welt. Siehe PS Vita, oder MS-Konsolen.
      2. Durchwachsenen Start mit übertrieben teuren Dech-Demos zum Vollpreis, aber zu geringem Umfang (siehe Robinson The Journey).
      3. Resident Evil bildete bisher den Höhepunkt für VS-Spiele, doch seitdem verstaubte auch die Brille bei mir in der Ecke.
      4. Farpoint wieder ein kleiner Lichtblick. Aber auch wieder nur 5-7 Stunden Spielzeit. Klar Ko-OP Modus. Mal schauen wie der so ist. Aber dann stellt sich wieder die Frage was nach 2-4 Wochen gespielt werden soll!?


      1. Manuke84

        Wenn schon keine Only-VR Spiele, dann doch bitte wenigsten mehr Spiele wie Resident Evil! Bedeutet: Wer Lust hat auf einen Fernseher zu zocken kann dies tun. Jedoch ein VR-Modus für VR-Besitzer. Ich wiederhole gerne .. sämtliche Spiele die ohne von Natur aus in Ego gespielt werden, könnten auch einen VR-Modus spendiert bekommen. Haut doch einfach mal ein Battlefield oder meinetwegen Call of Duty mit VR raus. Oder Far Cry Spiel. Dann würden vielleicht auch mal mehr Leute in die Hardware investieren. Schon eigentlich ne Schande, das grad nur Capcom mit Resident Evil das Potential erkannt hat.


      2. django

        Das mit MS ist nur reine Provokation oder?
        Xbox 360 über 80 Millionen mal verkauft. XOne über 30 Millionen mal…
        Wenn das schlecht sein soll, dann hast du scheinbar überhaupt keinen Plan im Sack…


  • Miauwauwau

    MS hatte es eigentlich richtig vor , sie haben die periphere an die Hardware gebunden. Nur leider war es für die meisten zu teuer.


  • Warhammer

    Eines ist klar, VR ist das nächste große Ding nach dem klassischen TV. Es muss nur mehr Geld reingepumpt werden, danach wird es ein Selbstläufer. Die Menschen haben sich auch vor ca. 80 Jahren vor einen SW TV gesetzt und hatten ihren Spaß, da hätte niemand daran gedacht das es irgendwann einmal über 1000 Sender in Farbe zusehen gibt, ganz zu schweigen von 4K bzw. 3D Inhalten. VR ist einfach der nächste Logische Schritt.


  • Roland_Deschain

    Kann mir nicht vorstellen, das Taucherbrille auf’n Kopp jemals die Masse erreicht.
    Denkt ihr auch mal an die Frisuren?


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