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Square Enix: Trennung vom "Hitman"-Entwickler IO-Interactive – Finanzresultate enthüllt

Square Enix: Trennung vom "Hitman"-Entwickler IO-Interactive – Finanzresultate enthüllt

Der japanische Entwickler und Publisher Square Enix hat nun die aktuellen Finanzresultate des letzten Geschäftsjahres enthüllt. Desweiteren hat man bekanntgegeben, dass man sich vom "Hitman"-Entwickler IO-Interactive trennt.

Die Verantwortlichen von Square Enix haben nun den Geschäftsbericht des Fiskaljahres 2017 enthüllt. Demnach konnte das japanische Unternehmen einen Nettoumsatz von 256,824 Milliarden Yen (~ 2,069 Milliarden Euro) erwirtschaften. Dies ist letztendlich eine Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Einkommen beträgt 31,295 Milliarden Yen (~ 252 Millionen Euro), was im Vergleich zu 2016 einer Steigerung von 20,3 Prozent entspricht.

Zudem hat Square Enix bekanntgegeben, dass man für das Fiskaljahr 2018 (1. April 2017 bis 31. März 2018) einen Nettoumsatz von 240 bis 260 Milliarden Yen erwartet und hofft ein Einkommen von 25 bis 30 Milliarden Yen zu erzielen. Desweiteren hat Square Enix die Resultate des Digital Entertainment-Zweigs enthüllt, der auch die Videospielabteilung umfasst.

"Final Fantasy XV" und die PlayStation 4-Version von "Rise of the Tomb Raider" sind für das Wachstum hauptverantwortlich. Die Nettoverkäufe und Einkommen der MMORPGs "Final Fantasy XIV" und "Dragon Quest X" sind jedoch gesunken. Zudem habe man starke Downloadverkäufe bereits erschienener Titel festgestellt. Dadurch wurden sowohl die Verkäufe als auch die Einkommen der Konsolensparte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Im Mobile-Bereich konnten Titel wie "Final Fantasy Brave Exvius", "Hoshi no Dragon Quest" und "Dragon Quest Monsters Super Light" große Erfolge feiern.

Trennung von IO-Interactive

Allerdings sind auch einige weitere Nachrichten mitgeteilt worden. Demnach trennt sich Square Enix von dem dänischen Entwicklerstudio IO-Interactive, das im vergangenen Jahr für den Stealth-Action-Titel "Hitman" verantwortlich war. Das Studio ist derzeit im vollständigen Besitz von Square Enix. Durch die Trennung wird Square Enix einen einmaligen Verlust von 4,9 Milliarden Yen (~ 39,47 Millionen Euro) verbuchen.

Square Enix möchte die hauseigenen Ressourcen auf Hauptmarken und andere Studios konzentrieren, weshalb man nun mit potentiellen Investoren für IO-Interactive verhandelt, um das Studio am Leben zu erhalten. Allerdings kann man nicht garantieren, dass die Verhandlungen erfolgreich sein werden.

"Um die Spielerzufriedenheit sowie das Marktpotenzial in Zukunft zu maximieren, fokussieren wir unsere Ressourcen und Energien auf die Schlüsselmarken und Studios. Als Resultat hat sich die Firma leider dazu entschlossen sich zum 31. März 2017 vom Geschäft von IO INTERACTIVE A/S, einem komplett im Besitz befindlichen Tochterunternehmen und einer dänischen Aktiengesellschaft, zurückzuziehen", heißt es seitens Square Enix.

Neben dem einmaligen Verlust, der auch die Disposition der Inhaltsproduktion sowie den Verlust immaterieller Assets mit sich bringt, möchte Square Enix die Investition mit einem Weiterverkauf sichern. Diesbezüglich betont der Publisher: "Obwohl es keine Garantie geben kann, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden, werden sie erkundet, da dies im besten Interesse unserer Aktionäre, des Studios und der gesamten Industrie ist."

Update: IO-Interactive möchte sich später zu dem Thema äußern, wie auf Twitter bestätigt wurde. Genauere Details wurden noch nicht genannt.

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2   Kommentare  

  • Pitbull_Monster

    Hoffe IO Interactive wird nicht geschlossen. Ich würdes es feiern, wenn die jetzt an einem neuen Freedom Fighter arbeiten können.


    1. Kachunga

      Ein Freedom Fighter 2 wäre wahrlich grandios. Bleibt zu hoffen, das IO Interactive Investoren findet.

      Vielleicht nutzt ja Microsoft die Chance, ihr Studionetzwerk auszuweiten, denn da hinkt man Nintendo und Sony ja noch deutlich hinterher.


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