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Mass Effect Andromeda: Bericht deckt interne Probleme der Entwicklung auf

Mass Effect Andromeda: Bericht deckt interne Probleme der Entwicklung auf

Ein überaus detaillierter Bericht führt nun zahlreiche Gründe für die missratene Entwicklung des Sci-Fi-Rollenspiels "Mass Effect: Andromeda" an. Schließlich wurde die Reihe nun erst einmal auf Eis gelegt.

Das Sci-Fi-Rollenspiel "Mass Effect: Andromeda" erschien im vergangenen März mit einigen technischen Problemen für die Konsolen und den PC. Nachdem der Titel bei den Kritikern deutlich unter den Erwartungen geblieben war, hatte Electronic Arts die Reihe erst einmal auf Eis gelegt und das zuständige Entwicklerstudio BioWare Montréal verkleinert. Nun ist ein sehr detaillierter Bericht erschienen, der die Probleme der Entwicklung aufdeckt.

Sollte an "No Man’s Sky" erinnern

Die Redakteure von Kotaku haben die mehrjährige Entwicklung von "Mass Effect: Andromeda" untersucht und aufgedeckt, dass es letztendlich ein zu großes Projekt für ein größtenteils unerprobtes Studio war, wobei auch die genutzte Frostbite Engine weiterhin nicht für Rollenspiele ausgelegt ist. Außerdem hatten die Projektleiter zu lange an Gameplay-Ideen festgehalten, die letztendlich gestrichen wurden. Deshalb wurde der Großteil des fertigen Spiels lediglich in den letzten 18 Monaten der Entwicklung erschaffen.

In den ersten Jahren der Entwicklung wurde das Setting und der Maßstab festgelegt, wobei man sich letztendlich von der ursprünglichen Trilogie entfernt hatte. Allerdings hatte BioWare Montréal eine lange Zeit versucht prozedural generierte Welten wie bei "No Man’s Sky" ins Spiel zu bringen, ehe die Mechanik letztendlich nach einer umfangreichen Entwicklungsarbeit fallen gelassen wurde. Dabei hatte man bereits versucht die Erzählstruktur eines BioWare-Spiels auf diese Spielmechanik anzupassen. Desweiteren sollten die Spieler in der Lage sein selbst die Raumschiffe zu fliegen. Allerdings wurde diese Mechanik ebenfalls gestrichen.

Abteilungen waren überfordert

Das Entwicklerteam hatte meistens mit den Änderungen zu kämpfen, wobei vor allem die Animationsabteilung nicht mithalten konnte. Laut dem Bericht sei diese Abteilung ganzzeitig unterbesetzt gewesen, was letztendlich auch die harsch kritisierten Gesichtsanimationen erklärt. Diese waren intern übrigens als ein Problem markiert worden.

Ein weiteres Problem war der Abgang des ursprünglich geplanten Directors Gérard Lehiany, der letztendlich von dem erfahrenen "Mass Effect"-Autoren Mac Walters ersetzt wurde. Dieser musste die Fetzen zusammensammeln, wobei einige Entwickler von BioWare Montréal das Gefühl bekamen, dass sich das BioWare-Hauptquartier in Edmonton zu stark einmischt. In Edmonton hatte man wiederum das Gefühl, dass "Mass Effect: Andromeda" gerettet werden musste. Dadurch entstanden letztendlich Uneinigkeiten innerhalb des Teams.

In dem kompletten Bericht von Kotaku finden sich noch weitere Gründe für die missglückte Entwicklung.

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4   Kommentare  

  • CAP

    das erklärt auch warzum es so lange, nachdem bereits bekannt war das es kommt, es keine Bilder und Trailer etc. gab.

    Dennoch war es ein gutes Spiel und ein würdiges Mass Effect.
    Schade das nun mit der Serie wohl vorbei ist.
    Gerade im richtigen SciFi Genre gibt es für mich einfach zu wenig gutes in der Welt der Videospiele.


  • Sin 82

    Mass Effekt war irgendwie nie mein Fall . Bei Andromeda hatte ich auch kein gutes Gefühl ,was sich manchmal spontan einstellt. Naja es gibt ne Menge andere Spiele und mit den die ich habe bin ich noch nicht mal durch .


    1. mr.cool5000

      Die Mass Effect Trilogie war toll , in Sachen Story , Charactere, Dialogsystem ist Andromeda aber eine Schande!!!


  • Cost

    Zuviele Köche die mitredeten und Zuwenig, die Hand anlegten. Denke einfach, dass der ME-Zenit einfach mit dem 3er schon überschritten wurde. Mich hat da einfach die abturnende Edelmut-Mache und die unterirdisch grotig weibliche Darstellungen abgehalten, ME4 zu kaufen. Klar, laut den überwachenden Frauenverbänden darf kein weibliches Wesen in Film und Spiel als blosses Objekt der Begierde dargestellt werden – aber man kann vor Zensurangst auch das blanke Gegenteil davon ankarren.


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