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Uncharted The Lost Legacy im Test: Funktioniert Uncharted auch ohne Nathan Drake?

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Uncharted The Lost Legacy im Test: Funktioniert Uncharted auch ohne Nathan Drake?
PS4

Weit mehr als nur ein überteuerter DLC-Pausenfüller: „Uncharted: The Lost Legacy“ entpuppt sich im Test als spannendes Action-Adventure in bester „Tomb Raider“-Tradition.

Mit „Uncharted 4: A Thief’s End“ schickte Naughty Dog seinen Lieblingsabenteurer Nathan Drake in den wohl verdienten Ruhestand. Doch das bedeutet noch lange nicht das Ende für die erfolgreiche Actionserie. Bevor Naughty Dog so richtig in die Entwicklung von „The Last of Us 2“ einsteigt, erscheint mit „Uncharted: The Lost Legacy“ ein neuer Ableger, der für 40 Euro weit mehr ist als ein klassischer Story-DLC.

Auf der Suche nach Ganeshas Stoßzahn

In „Uncharted: Lost Legacy“ kontrolliert ihr Chloe Frazer, die gemeinsam mit Ex-Shoreline-Boss Nadine Ross auf die Jagd nach dem abgebrochenen Stoßzahn des indischen Gottes Ganesha geht. Chloe Frazer kennen einige vielleicht noch als Nathan Drakes Liebelei aus „Uncharted 2: Among Thieves“. Sie und Nadine fungieren als ungleiches Paar und liegen sich häufiger in den Haaren. Zugleich möchte Chloe dem Vermächtnis ihres Vaters nacheifern.

Der Story-Modus beschäftigt euch für sechs bis zehn Stunden – abhängig davon, wie fix ihr die Rätsel löst und wie viel Zeit ihr euch beim Erforschen der Areale lasst. Die Geschichte jedenfalls überzeugt und so geben wir Entwarnung: „Uncharted“ funktioniert problemlos ohne Nathan Drake und Naughty Dog etabliert mit Chloe und Nadine zwei neue, interessante Charaktere.

Mehr Puzzles und Open-World-Ideen

Mit den beiden spielen erstmals zwei Frauen die Hauptrolle in „Uncharted“. Und wie schon frühere Duos sind sie sich nicht ganz grün und geraten im Verlauf immer wieder aneinander. Die Dialoge sind nicht ganz so lustig wie in früheren „Uncharted“-Ablegern, haben es aber dennoch in sich und die Geschichte offenbart im Verlauf auch einige emotionale Momente.

Spielerisch geht „The Lost Legacy“ keine neuen Wege, verändert aber die Gewichtung bereits bekannter Elemente. Erneut variiert Naughty Dog die Erkundung der Umgebung mit Puzzles und Feuergefechten. Im Vergleich zu den bisherigen Teilen der Serie spielt aber diesmal das „Tomb Raider“-Feeling eine größere Rolle. Sowohl beim Hinaufklettern der enorm schön gestalteten Bauten und Statuen, als auch beim Lösen der clever designten Rätsel entsteht echte Grabräuberatmosphäre. Wirkte gerade „Uncharted 4“ noch zuweilen sehr unruhig und auf Action ausgelegt, lässt sich „The Lost Legacy“ mehr Zeit. Das kommt der Stimmung des Spiels sehr zu Gute. Obwohl viele der Aufgaben nach einem ähnlichen Muster ablaufen, fordern sie dennoch und lockern so den „Uncharted“-Alltag spürbar auf.

Spielten frühere Teile der Serie noch auf verschiedenen Kontinenten, finden die Geschehnisse des aktuellen Spiels ausschließlich in Indien statt. Dadurch wirkt „Lost Legacy“ stringenter, ohne dabei das Flair eines großen Abenteuers einzubüßen. Apropos „groß“: Nach der Einführungsmission geht’s in die Westghats und damit in ein gewaltiges Areal, das ihr frei erkunden dürft. Natürlich nimmt einen „Lost Legacy“ stets an die Hand, jedoch experimentiert Naughty Dog hier mit einer offeneren Welt als gewohnt und fährt damit goldrichtig.

Stealth ist Trumpf!

Wenig überraschend gehört Naughty Dogs Action-Adventure zu den schönsten Spielen für die PlayStation 4. Speziell auf der PlayStation 4 Pro erstrahlt Indien in ganz neuem Licht. Wer genau hinschaut entdeckt Feinheiten wie etwa die Mimik der Charaktere im Gefecht oder auch hübsch eingestreute Umgebungsdetails wie zerbröckelnde Deckungsgelegenheiten oder eine lebendige Tierwelt. Mal scheuchen Nadine und Chloe Fledermäuse auf, mal Vögel oder Flamingos. Dank Fotomodus fangt ihr die schönsten Momente jederzeit für die Nachwelt ein.

Doch trotz allen Lobes bleibt „Uncharted“ eben ein ganz typischer Teil seiner Serie und so gehört das Shooter-Gameplay – abseits von Rätseln und Präsentation – weiterhin zu dessen Schwächen. Die Steuerung fühlt sich bisweilen etwas zu indirekt an, das Deckungssystem funktioniert nicht immer tadellos. Auch die nun vermehrt integrierten Schleichpassagen gefallen uns nur bedingt. Ähnlich wie in „Assassin’s Creed“ kauert ihr euch in hohes Gras und setzt unentdeckt zu Takedowns an. Während diese grundlegende Mechanik ordentlich funktioniert, mangelt es „Uncharted: Lost Legacy“ an Tiefgang. Ihr könnt Gegner beispielsweise nicht anlocken, ohne dass sie direkt auf euch aufmerksam werden. Steine oder andere Hilfsmittel gibt es nicht.

Am Ende vom Tag müsst ihr euch die Laufwege der Soldaten merken und versuchen, die Burschen zu überraschen. Dadurch seid ihr viel zu oft zum Zuschauen verdammt. Trotzdem schafft „Uncharted: Lost Legacy“ gerade in den schnellen Actionpassagen einen grandiosen Spielfluss und so erinnern einige Sequenzen nicht von ungefähr an einen spielbaren Hollywood-Streifen. In diesen Augenblicken will man einfach nur sehen, was geschieht und erfreut sich an dem Feuerwerk, das Naughty Dog gerade auf dem Bildschirm für einen entzündet.

Meinung

Mit sechs bis zehn Stunden Spielspaß ist „Uncharted: Lost Legacy“ weit mehr als nur ein „kleiner“ Story-DLC. Stattdessen bietet die 40 Euro teure Erweiterung eine eigenständige Geschichte, frischen Charaktere und ein leicht abgewandeltes Gameplay. Speziell das Erforschen der offeneren Gebiete, das Lösen von Puzzles und die Stealth-Elemente stehen dem Spiel und der „Uncharted“-Serie insgesamt gut zu Gesicht.

Nadine und Chloe funktionieren als Heldinnen ausgezeichnet und so fühlt sich ihre Jagd nach Ganeshas Stoßzahn wie ein gewaltiges, toll präsentiertes Abenteuer an. Trotzdem stören einige Schwächen im Kampfsystem den positiven Gesamteindruck. Gerade in Puncto Steuerung hätte Naughty Dog durchaus Luft nach oben. Das ändert aber nichts daran, dass sich „The Lost Legacy“ nahtlos in die Erfolgsserie einreiht und somit ein klarer Pflichtkauf für PS4-Besitzer ist.

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16   Kommentare  

  • Corristo

    Klar geht das auch ohne Nathan.
    Um ehrlich zu sein finde ich Nathan nicht mal so toll – die neuen Darsteller gefallen mir besser


  • Mattrick

    Die sollen bloß kein Open World aus dieser IP machen. Das passt einfach nicht zu UC!Ich kann solche Spiele einfach nicht mehr sehen, wo du tausend optionale Missionen noch machen kannst, um eine Belohnung zu bekommen. Das verliert immer mehr an Reiz finde ich.

    Alles Gute.


    1. Sony_Exclusives

      Wird aber so passieren, der DLC ist nur der erste Test, wie es ankommt und da die Sonyfanboys es wie immer feiern, wird UC5 ein Open-World-Game.


      1. Evil Ryu

        Es wird aber wohl kein Uncharted 5 geben. Naughty Dog will sich auf neue Spiele konzentrieren.


  • marc79

    Die neuen Charakter gefallen mir besser,können gerne mit den beiden Uncharted fortsetzten,aber leider soll es ja kein weiteres Uncharted geben.


  • Internetzwerg

    Nach Lost Legacy sollte Schluss sein, reich langsam mit Uncharted. Naughty dog sollte sich nach The last of us auf 2 auf ne neue IP konzentrieren. Naughty Dog hat soviel potential, und die verhunzen alles mit Fortsetzungen.


    1. Ghostface

      Guck dir mal den Wertungsspiegel an. Nach verhunzen, sieht mir das nicht gerade aus. Andere Konsolenhersteller können von solchen Games nur träumen. 🤔


      1. Internetzwerg

        habe ich, Lost Legacy ist auf Metacritic das Schlecht Bewerteste Uncharted.
        Auch wenn es mir egal ist, doch das ist Fakt.


      2. Ancora tu

        ….. Und trotzdem kann/darf/sollte in keinster Weise von "verhunzen" gesprochen werden. Das ist nunmal Fakt. Außerdem würde ich UC:TLL nicht unbedingt als "vollwertigen" Serienableger bezeichnen, sodass dieser "Testballon" nur bedingt mit den großen Brüdern verglichen werden sollte. 😉


      3. Ghostface

        Hab grad nochmal’n Blick auf Metablubb geworfen…… (mir war gerade langweilig^^). Laut Metablubb hat der Handheld-Ableger (PSVita), UC:GA, mit unglaublich grottigen 80 Zählern, von allen Uncharted-Spielen, am "schlechtesten" abgeschnitten. Gefolgt vom miserablen UC:TLL, mit seinen seinen unterirdischen 86 Zählern. Total verhunzt, die Softwaregurke. Götterpfusch at it’s best! :mrgreen:


    2. MrACreed2014

      Naughty Dog und "verhunzen"?

      Ein Spiel bzw. eine Reihe nicht zu mögen ist eine Sache und auch völlig legitim, aber dennoch lässt sich wohl kaum abstreiten, dass die Uncharted-Reihe – objektiv betrachtet – nach wie vor einfach nur sehr gut gemacht ist (insbesondere wenn man die verschiedenen Komponenten (Design, Gameplay, Story, Grafik usw.) einzeln betrachtet).

      Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf Mittwoch 🙂 . Dass TLL genau wie UC4 sein soll, ist für mich persönlich kein Kritikpunkt – das Gegenteil ist sogar der Fall.


      1. Sony_Exclusives

        Das sehe ich anders. Ich finde sogar, dass die Reihe eher schlecht ist. Dieses Laufen->Schießen-Konzept ist nicht mein Fall und die Storylogikfehler mag ich auch nicht. Schlauchlevelprinzip passt zu dem Gesamtkonzept einfach nicht.


      2. BigFlash88

        wow, du bist echt super, der ober dir sagt ja schon es ist gut u recht wenn einer mit einer marke nichts anfangen kann, aber du sagst jetzt die marke ist kacke weil sie dir nicht gefällt….🤦🏻‍♂️

        mir gefallen skyrim und gta auch nicht, würde es aber nie wagen sie als schlecht zu betiteln nur weil sie mir nicht gefallen. und uncharted ist ganz eindeutig eine marke deren qualität auf höchstem niveau ist ehal pb es einem gefällt oder nicht


  • Sar72

    Morgen Abend startet der Download.Ja Ghostface nur 86 %
    ist schon#für ein eigentliches Add On sehr wenig.Da hast
    Du recht.Laufen schiessen Konzept,das nennt sich Action
    Adventure.Story Logik Fehler ja unheimlich viele daher auch die
    schlechten Bewertungen überall.Muss mich zwingen das
    zu spielen.


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