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Sony: In-Game-Verkäufe und Games-as-a-Service-Ansatz verändern den Hardware-Markt
Auf dem Spielemarkt haben sich die Geschäftsmodelle in den vergangenen Jahren mehrfach geändert. Nachdem die ersten Download-Erweiterungen eingeführt wurden und mittlerweile inkl. Season Pass zum Standard gehören, folgten Free-2-Play-Spiele mit Mikrotransaktionen. Als Gesamtpaket geschnürt werden diese Modelle derzeit als Games-as-a-Service-Ansatz genutzt. Die damit möglichen Einnahmen haben offenbar Auswirkungen auf die Konsolen und den Konsolenzyklus. Laut Sony läuft die Nutzerbasis der Konsolen-Verkaufszahl den Rang ab.
PS4

Der Spielemarkt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Klare Konsolenzyklen gibt es nicht mehr und zugleich ist eine Tendenz spürbar, die hin zu Multiplayer-Spielen und Mikrotransaktionen bei Vollpreisspielen führt. Laut der Aussage von Sonys Kenichiro Yoshida haben die Veränderungen bei den Geschäftsmodellen der Spiele letztendlich einen Einfluss auf den Konsolenzyklus.

„Es gibt Faktoren, die den Konsolenzyklus beeinflussen. So basierte das Geschäftsmodell früher auf einem B2B-Lizenzmodell [Business-to-Business], doch es hat sich inzwischen zu einem B2C-Modell [Business-to-Consumer] gewandelt“, so so Yoshida. Das heißt, die Unternehmen verdienen ihr Geld mittlerweile großteils ohne Umwege direkt beim Konsumenten. Daher sei nicht mehr die Verkaufszahl der Hardware allein ausschlaggebend, sondern die Anzahl der erreichbaren Spieler.

„In unserem Business ist die Verbreitung der Hardware wichtig, aber die Zahl der Nutzer gewinnt immer mehr an Bedeutung – monatliche Nutzerzahlen, PlayStation Plus-Mitglieder und so weiter. Und auch wie viel Zeit sie durchschnittlich an der Konsole verbringen, wie hoch der durchschnittliche Erlös pro Kunde ist. Die Skala verschiebt sich von der Hardware- auf die Nutzerbasis.“

Über den Games-as-a-Service-Ansatz haben wir in den vergangenen Monaten häufiger berichtet. Er sieht vor, die Spieler langfristig an die Spiele zu binden, indem beispielsweise fortlaufend Inhalte und Events zur Verfügung gestellt werden. Das sorgt zugleich dafür, dass mit den Spielen langfristig Geld verdient weden kann. Ein Paradebeispiel ist der Online-Modus von „GTA 5“, der seit Jahren die Kassen der Entwickler und des Publishers füllt.

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