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Lootboxen: Im App Store müssen die Wahrscheinlichkeiten seltener Inhalte offengelegt werden

Lootboxen: Im App Store müssen die Wahrscheinlichkeiten seltener Inhalte offengelegt werden
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Im App Store müssen die Entwickler zukünftig die Wahrscheinlichkeiten zum Erhalt der verschiedenen Inhalte offenlegen, die man in den Lootboxen erhalten kann. Somit sollten die Kunden vor dem Kauf nachvollziehen können, wie hoch die Chancen auf seltene Inhalte sind.

In den letzten Monaten war die Verwendung von Mikrotransaktionen und Lootboxen in den Mittelpunkt der Kritik gerückt, nachdem die Spieler in der ursprünglichen Version des Sci-Fi-Shooters "Star Wars Battlefront 2" auf eben jene zurückgreifen sollten, um im Multiplayer deutlich schneller Fortschritte zu erzielen. Desweiteren wurde bereits kritisiert, dass Warner Bros. Interactive mit  "Mittelerde: Schatten des Krieges" Lootboxen in einem Einzelspielertitel eingeführt hatte.

Dies ist ein Trend, dem Apple inzwischen etwas entgegenwirken möchte. Im App Store müssen die Entwickler fortan die Wahrscheinlichkeiten für den Erhalt bestimmter Inhalte in den Lootboxen angeben. Dazu heißt es in der aktualisierten In-App Purchase-Klausel 3.1.1: "Apps, die 'Lootboxen' oder andere Mechanismen anbieten, die randomisierte virtuelle Gegenstände zum Kauf bereitstellen, müssen die Wahrscheinlichkeiten des Erhalts jedes Typs des Gegenstandes gegenüber den Kunden vor dem Kauf offenlegen."

Somit sollte man zumindest im App Store erfahren, wie hoch die Chancen auf seltene Gegenstände in den Lootboxen stehen werden. In China wird dies bereits seit Mai 2017 gesetzlich verlangt. Es wird interessant zu sehen sein, ob auch andere Vertriebsplattformen wie Google Play, Steam, der PlayStation Store, der Nintendo eShop oder auch der Xbox Store nachziehen werden, um die Willkür der Hersteller einzugrenzen. Letztendlich kann man sich sicher sein, dass dieses Thema im kommenden Jahr weiterhin diskutiert werden wird, nachdem sich bereits verschiedene Regierungen eingeschaltet haben.

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9   Kommentare  

  • Noise

    Nice!
    Trotzdem wäre das aber nach wie vor Glücksspiel, sprich jedes Spiel dieser Art dürfte erst ab 18 Jahren käuflich erwerblich sein. Und auch dann sind Lootboxen in Vollpreistitel – auch rein kosmetischer Natur – noch nicht in Ordnung.


    1. Irage

      Wo ist denn der Unterschied für dich?
      Im Vollpreistitel gibt es keine Lootboxen also haste auch keine Skins.

      Im Vollpreisttitel gibt es Lootboxen und du hast trz keine Skins,wenn du nichts ausgeben willst.


      1. Irage

        Meinste echt die machen skins,wenn sich die extra Arbeit sich nicht auszahlt?Aufjedenfall nicht in dem Umfang.Der Zug ist abgefahren.


      2. Red Realm Rabbit

        Noise hat recht,
        jede Art von Lootbox ist Glücksspiel, denn es kommt nicht drauf an was man bekommt, sondern wie man es bekommt.

        Dabei ist es auch völlig bedeutungslos ob es bestimmte Dinge nur deshalb gibt, weil sie für Lootboxen gedacht sind.


      3. Irage

        Es macht für ihn aber kein Unterschied.
        Ob es die Skins garnicht erst gibt oder nur durch Boxen.Am schluss hat er sie ja nicht,weil er kein Geld ausgeben möchte.
        Warum muss man den anderen Leuten diese möglichkeit nehmen?

        Mal ab vom Glücksspiel jetzt.


      4. Red Realm Rabbit

        Du hast anscheinend nicht richtig gelesen.
        Wie ich bereits geschrieben habe geht es um das [W-I-E], also die das vorgeschaltete Glücksspiel und nicht um das [W-A-S] = die Skins z.B.

        Niemand sagt etwas davon, dass die Skins entfernt werden sollen, sondern das System drum herum. Lootboxen raus und die Skins als Direktkäufe aka you-see-what-you-get wieder rein bringen. Damit hat keiner Probleme.


      5. Irage

        "Lootboxen raus und die Skins als Direktkäufe aka you-see-what-you-get wieder rein bringen. Damit hat keiner Probleme."

        Glaube ich nicht.


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