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Electronic Arts: Könnte zugunsten der Spielerbindung in das Matchmaking eingegriffen werden?

Electronic Arts: Könnte zugunsten der Spielerbindung in das Matchmaking eingegriffen werden?

Auch bei Electronic Arts sucht man nach Mittel und Wegen, die Spielerbindung in den hauseigenen Titeln zu optimieren. Wie aktuelle Patente andeuten, könnte dabei auch in das Matchmaking eingegriffen werden.

Die vergangenen Monaten deuteten noch einmal an, dass Mikrotransaktionen und das Games-as-a-Service-Konzept zukünftig einen immer größeren Stellenwert einnehmen werden.

So tauchten beispielsweise Patente auf, die darauf hindeuteten, dass Activision den Absatz von Mikrotransaktionen zukünftig mit entsprechenden Einblendungen im Matchmaking steigern könnte. In der Zwischenzeit stießen Nutzer auf zwei weitere Patente – dieses Mal aus dem Hause Electronic Arts. Zum einen ist von einem „Dynamic Difficulty Adjustment for Maximized Engagement in Digital Games“ die Rede. Hinter diesem versteckt sich ein simpler dynamischer Schwierigkeitsgrad, der automatisch eingrifft, wenn ein Spieler zu oft scheitert oder sich zu mühelos einen Weg durch ein Spiel bahnt. Mit automatischen Anpassungen des Schwierigkeitsgrades soll dafür gesorgt werden, dass die Spieler am Ball bleiben.


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Electronic Arts: Könnte zugunsten der Spielerbindung in das Matchmaking eingegriffen werden?

Deutlich „interessanter“ wird es da schon beim zweiten Patent. Dieses wurde mit der Bezeichnung „EOMM: An Engagement Optimized Matchmaking Framework“ versehen und beschreibt ein Konzept, bei dem das Matchmaking zugunsten der Spielerbindung angepasst wird. Für die Spieler ergibt sich daraus jedoch ein entscheidender Nachteil: Sollte das EOMM-Konzept irgendwann Einzug halten, wären die Zeiten, in denen eure Gegner auf Basis des Skill-Levels ausgewählt werden, vorbei. Stattdessen soll es darum gehen, die Spieler so zu vermitteln, dass die Spielerbindung optimiert wird. Eigenen Angaben zufolge griffen die Forscher bei EA bei ihren Arbeiten auf die Daten zurück, die bei einem großen „1 vs. 1“-Titel gesammelt wurden. Hier bezieht man sich wohl auf einen Titel wie "FIFA". Anhand der Daten wurde beispielsweise analysiert, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Nutzer das Spiel nach drei Matches beendet.

Am meisten sind demnach Spieler gefährdet, die drei Duelle in Folge verlieren. Des Weiteren sollen sich auch drei Siege in Folge negativ auf die Motivation auswirken und dafür sorgen, dass die Nutzer das Spiel beenden. Recht selten beenden hingegen Nutzer das Spiel, die in drei Matches einen Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden erringen. Daher soll EOMM dafür sorgen, dass die Spieler Gegnern zugewiesen werden, die im Optimalfall abwechselnd für Siege und Niederlagen sorgen. Auf diesem Wege wäre es laut den Forschern von Electronic Arts möglich, die Spielerbindung um bis zu 15 Prozent zu steigern.

Dies würde nicht nur dazu führen, dass die Spieler insgesamt mehr Zeit mit den Titeln von Electronic Arts verbringen, des Weiteren würde auch der Absatz von Mikrotransaktionen wie in "FIFA: Ultimate Team" steigen. Ob und wann die entsprechenden Patente im Endeffekt Verwendung finden werden, bleibt jedoch abzuwarten.

Quelle: Gamestar

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3   Kommentare  

  • MIRRORS EDGE

    Das Online Gaming is zumindest bei EA dann komplett fürn Arsch. Warum kann man nicht gleich Aimbots alles machen lassen?


  • Noise

    Normalerweise gibt es bei jedem Thema viele Grauzonen, unterschiedliche Perspektiven und einige Pros und Contras.
    Bei EA ist aber fast schon komischerweise immer dasselbe. Der Verein ist einfach reudig.

    @playm:
    Danke für die Quellenangaben, es wird wertgeschätzt.


    1. Noise

      Wobei das System auch durchaus Vorteile mit sich bringt.
      Ich persönlich sehe es nur als problematisch an, wenn ich durch zu leichte oder starke Gegner als Spieler quasi schon drauf spekulieren kann, wie das nächste Match ausgeht.
      Der Grundgedanke an sich zielt zwar darauf ab, Mikrotransaktionsverkäufe zu pushen, aber das erreichen die ja auch nur dann, wenn sie Spieler länger binden, sprich die Spielerfahrung besser wird. Und genau das könnte so ein System ja schon erreichen.

      Schade, dass man hier keine Kommentare bearbeiten kann. Bitter. 🙂


Comments are closed.

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