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Monster Hunter World: Capcoms Jagd-RPG im Test

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Monster Hunter World: Capcoms Jagd-RPG im Test

Capcom eröffnet die Jagdsaison: Lohnt sich „Monster Hunter: World“ auch für Neueinsteiger oder bleibt Capcoms Actionserie erneut eingefleischten Fans vorbehalten?

Wer den Namen „Monster Hunter“ hört, der denkt vermutlich zunächst an Japan. Denn dort rangiert Capcoms Action-RPG-Serie seit Jahren an der Spitze der Charts. Mit über 40 Millionen verkauften Einheiten verteilt auf 35 Spiele besitzt „Monster Hunter“ eine gewaltige Community und zuletzt zeigten auch westliche Spieler mehr Interesse an dem etwas kantigen Titel.

Mit „Monster Hunter: World“ möchte Capcom nun endgültig auch Europa und Nordamerika erobern. Das Spiel präsentiert sich betont zugänglich und bringt die Kulturen im Kampf gegen die gewaltigen Ungetüme zusammen. Mit dem Erscheinen von „Monster Hunter: World“ jedenfalls ist das Warten auf den ersten Hit des Jahres 2018 definitiv vorüber.

Seenot!

Bevor ihr euch in das Abenteuer stürzt, bastelt ihr euch zunächst im Charakter-Editor eine eigene Spielfigur. Der Baukasten erweist sich als gewohnt mächtig und wer möchte, kann bereits hier Stunden verbringen, um auch an den kleinsten Feinheiten zu arbeiten. Katzenfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn sie stellen sich auch ihren schnurrenden Palico als Helfer zusammen.

„Monster Hunter: World“ startet ungewohnt cineastisch: Die wackeren Jäger der Fünften Flotte sind auf dem Weg ins Abenteuer. Sie wollen einen neuen Kontinent entdecken und reisen daher nach Astera. Doch die Schifffahrt endet als plötzlich ein gewaltiger Elder Drachen aus dem Wasser auftaucht und die Flotte kurzerhand versenkt. Nur knapp retten sich eure Spielfigur und ihr Palico an Land und spätestens diese Sequenz gibt den Grundtenor der folgenden 50+ Stunden vor: Größer ist besser.

Die Kampagne führt euch geschickt durch die verschiedenen Gebiete der offenen Spielwelt. Ihr besucht anfangs noch den Uralten Wald, später geht es dann etwa in das wunderschöne Korallenhochland oder andere Areale. Capcom leistet bei der Darstellung seiner Spielwelt ganze Arbeit. Selten sahen unterschiedliche Fantasy-Szenarien so schön aus und wirkten zugleich so lebendig.

Die Monster sind die wahren Helden

„Monster Hunter: World“ kommt ohne Ladezeiten aus. Das steigert die Abenteuerlust. Statt einander geklebter Schauplätze erkundet ihr nun in einander übergehende Landschaften und genießt die Atmosphäre der Schauplätze. Doch die eigentlichen Hauptdarsteller der Action-RPG-Serie sind seit jeher die Monster selbst. Das Spielprinzip zwingt euch zwar dazu die teils turmhohen Kreaturen umzulegen, manchmal aber ist das Beobachten der Monstrositäten viel interessanter.

Denn Capcom erschafft eigene Ökosysteme und so könnt ihr beispielsweise die Hackordnung der Kreaturen zu eurem Vorteil ausnutzen. Zugleich aber müsst ihr auch immer wieder aufpassen, dass ihr nicht zwischen die Fronten geratet. Überhaupt verdient sich „Monster Hunter: World“ einen Preis für sein Grafik-Design. Nicht nur die Spielwelt auch die Ungetüme selbst könnten kreativer und cooler kaum ausfallen. Orientiert sich etwa der Anjanath noch an einem etwas pelzigeren T-Rex ähnelt das Paolumu eher einer aufgepusteten Fledermaus.

Im Kampf besitzen alle Bestien ihre eigenen Taktiken und Fähigkeiten. Einige sind unglaublich schnell, andere verspucken Gift oder können fliegen. „Monster Hunter: World“ ist mehr als nur eine Ansammlung gewaltiger Boss-Kämpfe. Es erfordert das Einstudieren, Lesen und Verstehen der Gegner. Anhand ihrer Körpersprache erkennt ihr deren Gesundheitszustand und nur wenn ihr die Eigenheiten – wie etwa Elementarschwächen – auch gegen sie einsetzt, habt ihr bei den größeren der über 20 Kreaturen eine Chance.

Freunde und die richtige Ausrüstung

Spielerisch setzt „Monster Hunter: World“ aber weiter auf die bewährten Tugenden seiner Vorgänger. Nicht nur eure Fähigkeiten vor allem eure Ausrüstung bestimmt über Sieg und Niederlage. Zugleich aber besitzen die 14 Waffengattungen über derart verschiedene Eigenschaften, dass jeder Wechsel ein kleines Wagnis bedeutet. Gleich zu Beginn erhaltet ihr eine breite Vielzahl an Kampfgeräten: Das Jagdmesser etwa erweist sich als vergleichsweise flink. Die Lanze dagegen spielt sich klobiger, hat dafür aber Reichweitenvorteile. Wer dann ein Großschwert oder gar einen Kriegshammer auspackt, der muss jeden Angriff gut platzieren und timen.

In „Monster Hunter: World“ gibt es kein echtes Charaktersystem. Die Option, eine schwache Ausrüstung mit besseren Eigenschaften oder Talenten auszugleichen, entfällt also. Nur wenn ihr auf die Jagd geht, steigt langsam aber sicher eure Kampfstärke. Der Spielablauf bleibt daher immer ähnlich: Quest annehmen, das eigene Inventar kontrollieren und sich ins Abenteuer stürzen. Die optionalen Spähkäfer erweisen sich als nützliche Helfer. Je häufiger ihr die grünen Glühwürmchen einsetzt, desto besser lesen sie Fährten und zeigen euch nützliche Gegenstände. Dazu könnt ihr bis zu sechs Sammel-Quests gleichzeitig annehmen und sie dadurch nebenbei abarbeiten.

Ist „Monster Hunter: World“ bereits allein richtig gut, entfaltet es gerade im Koop-Modus mit Freunden noch einmal eine ganz eigene Dynamik. Das gemeinsame Bereisen der Spielwelt, das Absprechen der Taktik und dann natürlich auch der anschließende Kampf mit den Monstern kreiert einfach eine ganz eigene Faszination. Zu viert ist das Spiel einfach nochmal eine Stufe besser als im Solo-Modus.

Ein paar Kritikpunkte gibt es allerdings trotzdem: Anfangs ist gerade das Inventarmanagement enorm kompliziert und die Steuerung erschlägt einen förmlich mit der Masse an Optionen. Dazu kommt es immer wieder zu unschönen Grafikfehlern, bei denen die Spielfigur fast völlig in den gewaltigen Kreaturen versinkt. Und wieso nicht alle Texte vertont wurden, weiß wohl nur Capcom selbst.

Meinung

„Monster Hunter: World“ ist wirklich der erste Serienteil, den man guten Gewissens auch Einsteigern empfehlen kann. Capcom gelingt der Spagat zwischen Tradition und Innovation. Altgediente Fans der Reihe freuen sich über die geliebte Komplexität des Item-Grindings und die vielen Rückbezüge auf frühere Teile. Jedoch gibt sich das Spiel weitaus zugänglicher, lockt mit einer durchaus ordentlichen Kampagne, starkem Multiplayer-Part und vor allem einer lebendigen und wunderschönen Spielwelt. „Monster Hunter: World“ ist somit der erste ganz große Hit des Jahres und sei jedem Jäger und Sammler ans Herz gelegt. Aber nehmt euch für die nächsten Wochen nichts vor. Dieses Spiel wird euch lange bei Laune halten.

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7   Kommentare  

  • zukosan

    Na toll. Das Spiel sieht eh nur semi-gut aus und dann optimiert Capcom das Spiel für die X schlechter. Zumindest in Sachen Schärfe und Details.

    Da kauf ich mir extra ne X als Zweitkonsole neben der Pro, damit ich auf der X alle Multis spiele (da ja die bessere Technik) und dann kommt sowas bei raus.

    Nur weil Capcom als Hauptplattform ständig die PS4 ausgerufen hat, muss es dennoch besser auf der X aussehen und nicht andersrum. Zumindest gleichwertig.

    Blind für X gekauft und nun ärger ich mich. Da es sowieso Texturen aus dem Jahre 2006 hat, isses umso nerviger.


    1. Sony_Exclusives

      Tja, da hat Zony wohl wieder Geld bei Capcom gelassen. Da bahnt sich wohl ein Shitstorm an.^^ Was für eine Verbrecherfirma.


    1. Sony_Exclusives

      Tja, da gibts eigentlich nur 2 Möglichkeiten. Sony hat Kohle investiert, damit endlich mal ein Spiel auf der xbox nicht besser aussieht oder Capcom kann einfach keine Spiele optimieren. Ich wäre ja für die erste Variante.


      1. Sony_Exclusives

        Und irgendwie sieht das Game eher nach PS3 aus. Texturen und Formen wirken so altbacken. Das sieht aus wie 2006 oder 2007.


  • lari-fari

    Es kam noch nie und kommt nicht auf die Grafik an…
    Das Spiel ist für die einen super und andere werden es hassen.
    Wem´s nicht gefällt, gibt genug Grafikblender 🙂


Comments are closed.

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