Login

USA: Videospiel soll Lehrer auf Schul-Amokläufe vorbereiten

Autor:
USA: Videospiel soll Lehrer auf Schul-Amokläufe vorbereiten
All

In den Vereinigten Staaten sind die US Army und verschiedene Partner damit beschäftigt, eine Simulation zu erschaffen, die Lehrer auf Amokläufe in Schulen vorbereiten soll. Die Simulation gibt den Teilnehmern beispielsweise die Möglichkeit, verschiedene Türen abzuschließen oder den Schülern Anweisungen zu geben. Das Programm zeigt sich in einem Video.

In den Vereinigten Staaten befinden sich Millionen Waffen im Besitz von Privatleuten, was die Chance, von einer Kugel getroffen zu werden, enorm erhöht. Beispiele für Amokläufe und Schießereien gibt es zur Genüge. Besonders schockierend war der Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School, bei dem 28 Menschen, darunter 20 sehr junge Kinder, erschossen wurden. Solche Amokläufe lassen sich nur schwer verhindern, allerdings sollen die Lehrer fortan mit einer speziellen Software an eine richtige Reaktion auf solche Amokläufe herangeführt werden.

Das Projekt wurde von der US Army sowie dem Department of Homeland Security in Auftrag gegeben. Für die Entwicklung zeigt sich die Technikfirma Cole Engineering Services verantwortlich. Die Simulation, die sich weiter unten im Video zeigt, ist eine Abwandlung von Soldaten-Trainings-Programmen. Beteiligt ist unter anderem die Mutter eines Opfers des Amoklaufes an der Sandy Hook Elementary School.

Nach dem Start der Simulation haben die Lehrer die Möglichkeit, Strategien zu testen. Beispielsweise ist es hilfreich, die Türen der Klassenzimmer abzuschließen und die Schüler aufzufordern, sich an eine Wand zu setzen, die nicht direkt in der Schusslinie ist. Letztendlich sollen die Lehrer auf eine Amoklauf-Situation besser vorbereitet werden und erkennen, welche Dinge funktionieren und welche nicht.

Auch interessant

26   Kommentare  

    1. overkill

      Unfassbar! Da hört auch mein Spaß auf!
      Man sollte lieber mal ECHTE Schusswaffen Illegalisiern aber da kommt ein Ami ja! nicht drauf.
      Was soll ein Simulator bitte bringen, wenn da irgendein gestörtes Subjekt mit einem Sack voller scharfen Waffen auftaucht?


      1. JahJah

        Wtf? 1. Schusswaffen sind in USA doch legal was meinstn warum die ständig knattern und woher die ihre Waffen haben.
        2. läuft der lehrer bewaffnet rum, schätzt ne Situation falsch ein und knallt dann selber nen Unschuldigen ab…
        Waffen haben die Cops zu tragen und kein Zivi, wäre das dort auch so gäbe es weniger Zwischenfälle


      2. Evil Ryu

        Das Waffengesetz in den USA gehört reformiert. Das jeder Bürger das Recht hat eine Waffe im Haus halten zu dürfen gehört abgeschafft. Die meisten Todesfälle dort ereignen sich in den eigen vier Wänden, weil irgendwo eine geladene Waffe herumliegt. Gerade Kinder stellen damit Blödsinn an oder ein Streit entbrennt und zufällig wird dann zur Waffe gegriffen. Daher gilt: Waffe im Haus = schlechtes Omen.


  • Sirpopp

    Schon Schade dass sowas überhaupt nötig ist wobei ich mir nicht so sicher bin ob das wirklich auch was bringt.

    Eine Änderung der Waffengesetze in den USA werden wir wohl alle hier NICHT mehr erleben, dafür ist die Waffenlobby einfach zu stark dort drüben.
    Das Totschlagargument ist ja immer das muss so sein damit der brave US Bürger die Möglichkeit hat sich zu verteidigen.
    In der Tat würd´s in Sachen Kriminalität vermutlich wirklich nicht viel bringen, denn die "Bösen" wissen schon wie sie sich das Zeug illegal beschaffen können.

    Aber grad so nen gefrusteten Teenie würd´s schon abhalten wenn die Knarren nicht unbedingt daheim rumliegen und er von seinen Eltern bereits mit 10 auf den Schießstand mitgeschleift worden wär.

    Im Endeffekt ist das aber egal, denn Schuld an den Amokläufen sind ja weder die Waffen, noch das Umfeld des Täters das ihn vielleicht jahrelang gemobbt hat oder die Eltern die es nicht geschafft haben ihn vernünftig zu erziehen sondern alleine die VIELEN BÖSEN KILLERSPIELE die im Handel erhältlich sind 😉


  • Irage

    Was soll ein Waffen verbot bringen.
    Wer eine will holt sich eine egal ob legal oder nicht.Durch Verbote köst man garkein Problem.


    1. Noise

      Du meinst die ganzen jugendlichen Amokläufer, die sich ihre Waffen immer vom Schwarzma- oh wait.


      1. Irage

        Weil ein Amokläufer sich die nicht auch irgendwo anders besorgt wenn Papa keine hat?Die laufen nicht Amok nur weil grade ne Waffe da ist.


      2. Irage

        Nachtrag zum besseren Verständnis.Amoklauf ist keine Handlung im Affekt,sondern geplant.


      3. Noise

        Falsch, Amoklauf kann sowohl im Affekt als auch kalkuliert passieren.

        Wie kommt denn ein Jugendlicher dann bitte an eine Waffe? Beim Geschäft mit Drogenkartellen oder bei gewonnen Wetten mit Polizisten?

        Niemand sagt, dass Amokläufe durch ein strengeres Waffengesetz einfach verschwinden würden, aber abnehmen würde sie auf jeden Fall.


  • 80s

    Waffen verbieten solls bringen? Da kann ich doch nur lachen. Hat man sich solch eine Tat in den Kopf gesetzt, zieht man sie ohnehin durch. Ob mit legal oder illegal erworbenen Waffen.
    Die sollen den Lehrern lieber mal Kanonen in die Hand drücken.
    Waffenfreie Bereiche = gefundenes Fressen für Amokläufer. Die Statistiken belegen es, aber selbst ohne diese wäre für diese Erkenntnis nur ein halbwegs funktionierender Menschenverstand notwendig.


  • Der Honk

    Das Waffengesetz in den USA gehört grundlegend reformiert. Es soll nicht nur jeder Amerikaner eine Waffe tragen dürfen, nein, er soll es müssen.
    Als Amokläufer hat man dann eine schwierige geistige Hürde zu überwinden. Dann überlege ich es mir dreimal in der Grundschule ob ich jetzt meinen Ballermann ziehe, wenn wenn ich weiß die 20 anderen sechsjährigen um mich herum sind auch bewaffnet.

    Aber Lehrer mit Waffen in der Schule? Ich bitte euch die sind meistens genauso angeschlagen im Kopf wie die Amokläufer.


  • Ghostface

    Am besten zu Schulbeginn jedem Schüler eine AK-47 um den Hals schnallen. Rein als Präventivmaßnahme, versteht sich. :mrgreen:


    1. 80s

      Fun Fact: Schießen ist in Norwegen und Tschechien ein Schulfach ab der 3. Klasse.
      Irre, sich die Leute dort täglich gegenseitig abknallen, nicht wahr?


      1. Ghostface

        I know… Was ja völliger Blödsinn ist. Sollten stattdessen lieber mal ein Fach in Psychologie mit Schwerpunkt auf soziale Kompetenz einführen. Dazu eine einheitliche Schuluniform, damit keiner aufgrund seines sozialen Statuses diskriminiert wird. Ebenso gehören Eltern – hier nimmt das Übel häufig seinen Lauf – stärker in die Pflicht genommen (intensiverer Austausch zwischen Lehrer und Eltern) bzw. diese durchleuchtet. Da wäre zumindest ein kleiner Anfang, der noch am ehesten etwas bewirken könnte. Allgemein sollte man auch mal etwas weniger egozentrisch/introvertiert durch die Welt gegangen werden. Und: Immer schön Augen und Ohren offen halten. 😉


  • 80s

    Fahrzeuge sind neuerdings eine beliebte Mordwaffe. Ein brutales Projektil. Was nun? Allen Leuten den Führerschein abnehmen, just in case?


Comments are closed.

Zum Thema

  • Nach Schul-Amoklauf: Donald Trump fordert Rating-System

    vor 5 Monaten - Der US-Präsident Donald Trump hat sich zum jüngsten Schul-Amoklauf zu Wort gemeldet und in Bezug auf die Ursachen ein Rating-System für gewalthaltige Inhalte...
    All
    17
  • USA: Politiker fordert nach Schul-Amoklauf höhere Steuern auf Gewaltspiele

    vor 5 Monaten - Nach dem jüngsten Amoklauf an einer High School im US-Bundesstaat Florida werden strengere Waffengesetze gefordert. Dabei handelt es sich um einen Wunsch, der ...
    All
    17
  • Amoklauf in Newtown: "Videospiele töten Menschen"

    vor 6 Jahren - Nach dem Amoklauf von Newtown kam es, wie es kommen musste: Einmal mehr werden Videospiele und andere Medien für den Tod der Opfer verantwortlich gemacht.
  • Mass Effect: Wütender Facebook-Mob macht das Spiel für den Grundschul-Amoklauf verantwortlich

    vor 6 Jahren - Nach dem schrecklichen Grundschul-Amoklauf in Newtown, bei dem 26 Menschen mit offenbar legal erworbenen Waffen erschossen wurden, entfacht einmal mehr eine Diskussion über die Gefahr von Videospielen.