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Nach Schul-Amoklauf: Donald Trump fordert Rating-System

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Nach Schul-Amoklauf: Donald Trump fordert Rating-System
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Der US-Präsident Donald Trump hat sich zum jüngsten Schul-Amoklauf zu Wort gemeldet und in Bezug auf die Ursachen ein Rating-System für gewalthaltige Inhalte gefordert. Damit sollen die Kinder und Jugendlichen geschützt werden.

Nach dem jüngsten Schul-Amoklauf in Florida hat der US-Präsident Donald Trump einen Plan, der Kinder und Jugendliche daran hindern soll, gewalthaltige Inhalte zu komsumieren. Ein System, das derartige Inhalte einstuft, müsse her. Aber auch das Internet ansich sieht Trump offenbar als eine Bedrohung an.

"Wir müssen uns das Internet anschauen, denn mit den kleinen Kindern und jungen Köpfen passieren eine Menge schlimme Dinge –  und ihr Verstand wird dabei geformt", so Trump. "Und wir müssen uns vielleicht darum kümmern, was sie sehen und wie sie es sehen. Und es geht auch um Videospiele. Ich höre immer mehr Leute sagen, dass das Ausmaß der Gewalt in Videospielen die Gedanken junger Menschen prägt. Und wenn man einen Schritt weitergeht, sind da diese Filme. Sie sind so gewalttätig und doch kann ein Kind diese Filme sehen, solange keine sexuellen Inhalte involviert sind, aber das Töten gezeigt wird. Vielleicht müssen sie ein Bewertungssystem dafür erschaffen."

Rating-Systeme gibt es in den USA bereits

Das ist keine schlechte Idee, die allerdings schon andere Leute hatten. Die Vereinigten Staaten von Amerika verfügen bereits über ein Spiele-Bewertungssystem – das sogenannte Entertainment Software Rating Board, das 1994 gegründet wurde. Spiele, die mit einem "M" eingestuft wurden, können nur von Personen erworben werden, die mindestens 17 Jahre alt sind. "AO"-Titel richten sich an Spieler, die mehr als 18 Jahre alt sind. Auch für Filme gibt es seit Jahrzehnten ein Bewertungssystem, wenn auch kein gesetzlich vorgeschriebenes. Den Statement von Trump lässt sich nicht klar entnehmen, welche Art von Bewertungssystem er genau meint


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Höhere Steuern für Gewaltspiele gefordert

Interessent ist allerdings, dass wissenschaftliche Studien keinen Zusammenhang zwischen gewalttätigem Verhalten und gewalttätigen Videospielen nachgewiesen haben. Nachgewiesen wurde hingegen, dass Waffen eine tödliche Wirkung haben. Das hinderte aber auch Robert Nardolillo, Repräsentant des Bundesstaats Rhode Island, nicht daran, in die selbe Kerbe zu schlagen. Er forderte eine zusätzliche Steuer von zehn Prozent für "M"-bewertete Videospiele. Damit möchte er die "Beratung, psychische Gesundheitsprogramme und andere Aktivitäten zur Konfliktlösung" finanzieren.

"Es gibt Hinweise, dass Kinder, die in jungen Jahren gewalttätigen Videospielen ausgesetzt waren, eher aggressiv agieren als diejenigen, die diese Spiele nicht gespielt haben", so Nardolillo. "Diese Gesetzesvorlage würde den Schulen die zusätzlichen Ressourcen geben, die nötig sind, um den Schülern zu helfen, mit dieser Aggression positiv umzugehen." Wir berichteten bereits in dieser Woche.

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