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PS5 vs Next Xbox: Laut Pachter wird Sony auch die kommende Generation für sich entscheiden
Nachdem die inzwischen beendete Konsolengeneration zunächst fest in der Hand von Microsoft war und Sony erst kurz vor dem Ende aufholen konnte, dominiert das Unternehmen seit dem Launch der aktuellen Generation den Konsolenmarkt. Laut Michael Pachter wird das auch in der PS5-Ära so sein. Denn Sony kann auf gewisse Vorteile bauen.

Sony hat kürzlich mitgeteilt, dass die PlayStation 4 inzwischen mehr als 79 Millionen Mal verkauft wurde. Damit nähert sich die aktuelle Konsole von Sony nicht nur langsam der 100 Millionen-Marke, auch dürfte feststehen, dass das Unternehmen mit der PlayStation 4 die aktuelle Konsolengeneration für sich entscheiden konnte. Das gelang dem japanischen Unternehmen schon in der vorangegangenen Generation, wenn auch nur ganz knapp auf der Zielgeraden.

Laut Michael Pachter, der als Analyst von Wedbush Securities arbeitet, liegt das an der riesigen Fangemeinde von Sony, die seit der PS1 und der PS2 wächst und aktiv ist. Und sollte Sony auch bei der kommenden Generation auf die Spieler hören, dann sollte der japanische Konsolenhersteller die kommenden Jahre für sich entscheiden können.

„Ich denke, dass Sony mit der ursprünglichen PlayStation etwas Magisches angestellt und mit der PS2 darauf aufgebaut hat“, so Pachter, der zugleich darauf verwies, dass Sony auf eine Installationsbasis von 160 Millionen Haushalten aufbauen kann. „Ich denke ehrlich gesagt, dass sie, wenn sie die PS3 nicht vermasselt hätten, auch diesen Zyklus dominiert hätten. Alles, was wirklich passiert ist, ist, dass sie ihre Fangemeinde mit der PS4 zurückbekommen haben. Ich denke, dass Leute, die mit Spielen auf der PS1 aufgewachsen sind, bei der Frage nach einer Konsole zuerst ‚PlayStation‘ sagen, weil sie es mögen.“

Laut Michael Pachter kämpfte Microsoft mit der Xbox und Xbox 360 dennoch einen harten Kampf. Die Xbox 360 war laut seiner Ansicht hauptsächlich erfolgreich, da Microsoft zuerst an den Start ging, was Sonys Fehler war. Hinzu kam auch, dass Microsoft mit dem Multiplayer einen besseren Job machte.

„Also hat Microsoft den Multiplayer für sich entdeckt und Sony war sich nicht sicher, ob die Leute das wirklich wollten. Und sie waren nicht gut darin“, so Pachter weiter. „Sie gingen [mit der PS3] mit einem höheren Preis an den Start und es war ein Preisvorteil von 200 Dollar, den die Xbox anfangs hatte und an dem sie ein oder zwei Jahre lang festhielt. Es dauerte lange, bis Sony mit der Xbox konkurrieren konnte.“

Sony gewinnt laut Pachter auch die PS5-Generation

In der laufenden Konsolengeneration machte Sony diese Fehler nicht, was zum aktuellen Ergebnis führte. „In diesem Zyklus ist keines dieser Dinge vorhanden. Sony hat einen guten Multiplayer, sie starteten zur selben Zeit, sie waren beim Launch konkurrenzfähig. Und das gab der Fangemeinde die Möglichkeit, direkt beim Launch zur Konsole zurückzukehren, die sie liebten. Sony hat phänomenal gut gearbeitet, aber sie fahren eine Welle der Fanloyalität, die sie in den 1990er Jahren erarbeitet haben. Und diese Vorteil konnten sie zu Beginn der 2000er verteidigen.“

Abschließend erklärte Pachter: „Sony hat sich in den späten 2000er Jahren ein wenig verspielt, aber sie haben zurückgefunden. Also denke ich, dass Sony die nächste Generation und die eine danach und die danach dominieren wird, solange sie den Fans das geben, sie wollen. Und sie scheinen wirklich zu verstehen, dass… nicht dass ich denke, dass Microsoft etwas falsch macht, aber Sony hat den Vorteil einer massiven aufgebauten Fangemeinde.“