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Shadow of the Tomb Raider im Test: So schön kann der Weltuntergang sein

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Shadow of the Tomb Raider im Test: So schön kann der Weltuntergang sein

In „Shadow of the Tomb Raider“ verwandelt sich Lara Croft endlich in die legendäre Grabräuberin … und beschwört kurzerhand den Weltuntergang herauf. Wieso „Shadow of the Tomb Raider“ so gut ist wie alle sagen, verraten wir im ausführlichen Test!

Sie kämpft, sie stöhnt, sie ächzt: Schon die ersten Minuten von „Shadow of the Tomb Raider“ schließen an Sachen Härte an die Vorgänger an. Erst stürzt Lara mit einem Flugzeug ab, wenig später findet sie sich eingeklemmt in einer Höhle wieder. Wer in diesem Moment an „127“ denken muss, hat damit vermutlich nicht ganz Unrecht.

Doch „Shadow of the Tomb Raider“ ist nicht einfach nur ein Abklatsch der ersten zwei Reboot-Abenteuer. Es geht weiter zurück zu den Wurzeln als viele vielleicht erwartet hätten: Eidos Montreal schraubt den Action-Anteil spürbar zurück, setzt dafür mehr auf Grabräuberei und Umgebungsrätsel. „Shadow of the Tomb Raider“ ist der logische Schritt in der Entwicklung der Lara Croft – von der Archäologie-Studentin zum „Tomb Raider“.

Apokalypse wann anders?

„Shadow of the Tomb Raider“ entführt euch nach Mexiko. Dort ist Lara nicht nur auf der Suche nach Doktor Dominguez, einem mutmaßlichen Anführer der Geheimorganisation Trinity, sondern stolpert in einem Tempel auch noch über einen alte Maya-Dolch. Als sie diesen jedoch stiehlt, entfacht sie damit die Apokalypse und löscht versehentlich ein ganzes Dorf aus.

Eigentlich sollte Dringlichkeit geboten sein, doch diese wird in der 15 bis 20 Stunden währenden Kampagne nicht immer deutlich. Anders als in den Vorgängern setzt das Finale der Trilogie auf einen geradlinigeren Spielablauf. Das tut der Geschichte gut und Lara erwächst im Verlauf zum echten Charakter mit Ambitionen, Sorgen, Motivationen und Gefühlen heran. Das Skript baut geschickt immer wieder Rückblenden in ihre Vergangenheit ein und sorgt so für Stimmung.

Doch der Apokalypse selbst schadet diese stringente Erzählweise: Wenn sich Miss Croft und ihr Gefährte Jonah gemütlich am Feuer ihre Geschichten erzählen oder durch Dörfer spazieren, um mit Bewohnern zu plaudern, dann fühlt sich der Weltuntergang gar nicht mehr so bedrohlich an.

Ganz schön düster!

Glücklicherweise transportiert zumindest das Szenario die Gefahr, die durch den Mythos und durch die Grabräuberei ausgeht. „Shadow of the Tomb Raider“ setzt massiv auf dreidimensionales Gameplay. Ihr lauft, klettert, schwingt und taucht mit Lara durch Tempelanlagen, Gewölbe und andere Gebiete. Das Spiel staffiert seine Kulisse dabei wunderschön aus und geizt nicht mit allerlei Grusel-Inventar wie verwesten Leichen, Skeletten oder Blut.

Sehr schön: Obwohl ihr teils akrobatische Manöver vollführt, geht die Übersicht nur selten flöten. Erstmals stellt ihr nämlich den Schwierigkeitsgrad für die Kletterei und die Kämpfe separat ein. Wer möchte, lässt sich also mit Hinweisen durch die Missionen führen und muss sich nicht den Kopf zerbrechen.

Wir empfehlen allerdings auf solche Helfer zu verzichten. Denn „Shadow of the Tomb Raider“ baut auf umfangreichen Umgebungsrätseln auf und gerade die Herausforderungsgräber strotzen vor Ideen. Kein Grabkammer ist wie die andere. Gameplay-Mechaniken wiederholen sich kaum. Dadurch wirkt alles frisch und unverbraucht und der Erfolg erscheint danach umso befriedigender.

Ein bisschen Action zwischendurch

Aber natürlich ist „Shadow of the Tomb Raider“ kein reinrassiges Rätsel-Abenteuer, sondern ein Action-Adventure. Jedoch tritt die Serie in puncto Kampfsystem auf der Stelle. Weiterhin sind Pfeil und Bogen Laras Lieblingswerkzeuge und wer entsprechend geschickt damit umgeht, legt Gegner bereits mit nur einem Treffer schlafen.

Langsames und im Idealfall lautloses Vorgehen sei an dieser Stelle empfohlen, schließlich ist die Heldin zerbrechlich und segnet schon nach wenigen Gewehrsalven das Zeitliche. Die Stealth-Mechanik offenbart Licht und Schatten: Versteckte Attentate sorgen für diebische Freude. So bereitet Lara nun Angriffe von Bäumen aus vor und knüpft ihre Kontrahenten – ganz im Stile von „Spider-Man“ – auf.

Doch gerade die Trinity-Soldaten reagieren nicht immer nachvollziehbar. Im offenen Kampf bewegen sie sich gut und drängen Lara nur zu gerne mit Granaten in die Enge. Allerdings splitten sie sich auch zu gerne etwas merkwürdig auf, wenn sie die Croft nicht im Auge haben. Ebenfalls nicht optimal: Mit Hilfe von Erfahrungssystem und Talentpunkten wertet ihr Lara um immer neue Fähigkeiten auf und bastelt so beispielsweise Annäherungsfallen an Leichen. Während das System zweifellos Spaß bereitet, sorgt es auch dafür, dass geübte Spieler mit ihren Gegnern zu schnell Katz und Maus spielen. Hier mangelt es etwas an Balance. Weniger wäre in diesem Fall sicher mehr gewesen.

Davon abgesehen ist „Shadow of the Tomb Raider“ in seinen wohl dosierten Action-Passagen erstklassig und speziell die geskripteten Höhepunkte überzeugen mit der gelungenen Inszenierung. Genau so muss ein Actionspiel im Jahr 2018 aussehen.

Fazit

Mit „Shadow of the Tomb Raider“ findet die Reboot-Trilogie einen absolut würdigen Abschluss. Das große Finale spielt sich glücklicherweise angenehm anders als die Vorgänger: Weniger Action und dafür mehr spannende Umgebungsrätsel und Atmosphäre. Der insgesamt linearere Ablauf tut besonders der persönlichen Geschichte um Lara Croft sehr gut, auch wenn der Weltuntergang unter den Spaziergängen durch die wenigen Level-Hubs zu leiden hat.

Doch seid ihr erst einmal in den Gräbern unterwegs, spielt „Shadow of the Tomb Raider“ seine gesamte Stärke aus. Während die Kämpfe auf einem ähnlich Niveau wie beim Vorgänger rangieren, ziehen uns die Katakomben magisch an. Selbst die Unterwasser-Passagen meistert Lara dank clever verteilter Tipps und starker Steuerung meisterhaft. In diesem Sinne: „Shadow of the Tomb Raider“ wird den Anforderungen absolut gerecht und ist der ersten AAA-Blockbuster nach dem viel zu langen Sommerloch!

26   Kommentare  

  • wintermute

    Spiele es jetzt seit zwei Tagen das fühlt sich an wie eines der ersten Tomb Raider Teile an und ich hasse Jaguare ! Ich spiele es auf der xbox one x und die Grafik ist der Hammer


    1. Rayleigh

      So ist es. Mehr oder weniger “Copy-Paste” von Rise of the Tomb Raider.
      Story hab ich durch und hat mir nicht sehr gefallen. Für mich der schlechteste der letzten drei Teile.

      Aber dafür Grafik-technisch absolute Wucht.


  • art of gaming

    > … ist der ersten AAA-Blockbuster nach dem viel zu langen Sommerloch! <

    Für PS4-Besitzer der zweite Spätsommer-Blockbuster … nach „Marvel’s Spider-Man“.


    1. Corristo

      Der Tester scheint sowieso von dem getestenen Spiel gehyped zu sein – alleine das TR diesmal „nur“ ne 78er Meta hat und Spiderman gute 87, sagt schon alles.


      1. vini_vici

        @Corristo
        Wenn dann bitte korrekt mit jeweiligem System.
        78 auf dem PC
        83 auf der One
        81 auf der PS

        Durchschnitt 80.66 also aufgerundet 81


  • Corristo

    „Wieso „Shadow of the Tomb Raider“ so gut ist wie alle sagen, verraten wir im ausführlichen Test!“

    Alle sagen das ganz bestimmt nicht.


  • bouNzA1

    Gott sei Dank ist man auf der PS4 nicht auf Multis angewiesen. Dieses Spiel scheint wohl wieder Mal nur ein schlechter Grafikblender zu sein.

    Naja, im Sale für’n 5er nächstes Jahr, aber nur weils Tomb Raider ist.


      1. Sonin

        Er hat gar nicht mal so Unrecht. Die Xbox-Fans verteidigen dieses Spiel als wäre es exklusiv für die Xbox.


      2. GamesCritic

        @Sonin
        Man muss halt jeden Multiplat-Titel zum Anlass nehmen um Elogen über den Grafikunterschied zwischen Pro und One X zu verfassen, da man noch butthurt wegen dem Unterschied zwischen den Standard-Modellen ist.
        Daher wird jeder "gute" Multiplattformer auf einmal der absolute Heilsbringer, der mal wieder nur von der befangenen Presse runtergemacht wird.
        Wäre das hier Playstation-exklusiv würde man wieder vom linearen 10h Third Person Action Adventure schreiben, das keine 20€ wert ist.


      3. django

        @GamesCritic:
        Da gibt es doch gar keine unterschiede zwischen den Fanboys. Zum Start dieser Generation wurde doch auch jedes Spiel "komischerweise" unter die Lupe genommen. Das ist immer so & dreht und wendet sich.

        bouNzA1-Kommenatar ist einfach nur sinnfreies provozieren.


      4. DARK-THREAT

        "Man muss halt jeden Multiplat-Titel zum Anlass nehmen um Elogen über den Grafikunterschied zwischen Pro und One X zu verfassen…"

        Erinnere dich mal an 2013 bis Anfang 2016. Die ganzen Only-PSler haben auch immer nur von den Multis gesprochen und den Auflösungsunterschieden bei manchen Games. Exklusivspiele waren ja auch nicht wichtig, weil man die besseren Multis hatte… erinnere dich!


      5. GamesCritic

        @django + DT
        Das habe ich auch nicht behauptet. Man hatte die Chance besser zu sein und hat sich dagegen entschieden und während man sich hier aufgrund der Wahl einer Konsole unentwegt als besser charakterisiert, ist man unterm Strich auf dem selben Niveau wie der Bodensatz der verhassten Fanboys, die einen über Jahre genervt haben.
        That’s all.


      6. DARK-THREAT

        In keiner Weise habe ich mich besser dargestellt, weil ich die XBOX One X habe. Im Gegenteil, ich schreibe sogar dass die Auflösungsunterschiede der PS4Pro Spiele auch nur gering ausfallen, wie damals die XBOX One zur PS4.
        Auflösung sollte nicht das Argument für oder gegen eine Konsole in Konkurrenz zu sein.


      7. GamesCritic

        @DT
        Da stimme ich dir voll zu aber warum fühlst du dich direkt angesprochen?
        Identifizierst du dich mit dem von mir umschriebenen Verhalten?


      8. GamesCritic

        @DT
        "Man hatte die Chance besser zu sein und hat sich dagegen entschieden(…)"
        Ich habe auf deinen Einwand geantwortet aber dich keineswegs beschuldigt einer von den üblichen Verdächtigen hier zu sein. Meine Antwort war diesbezüglich extra mit "man" formuliert um dies zu signalisieren. Wenn das missverständlich rüberkam, möchte ich mich entschuldigen.
        @Sonin
        Das Phänomen der Vocal Minority. Reicht ein Blick in die Kommentarsektion der Digital Foundry Vergleichvideos und man hat einen guten Eindruck davon, mit welcher Intention viele draufgeklickt haben. Ich mag zwar auch ein bisschen Gekabbel und lasse mich gelgentlich auch mal hinreißen aber forenfüllend über die höchst subjektive Wahrnehmung von irgendwelchen Grafikunterschieden zu diskutieren – naja, wenn man die Zeit lieber darin als dem eigentlichen Hobby investieren will…
        In dem Sinne, Spider-Man zockt sich nicht von selbst und die Semesterferien sind leider auch begrenzt. o/


      9. bouNzA1

        Kein schlechtes Wort über die Xbox verloren, aber die grüne Sekte fühlt sich natürlich direkt angegriffen. Ihr scheint schwere persönliche Probleme zu haben, wenn man sich wegen sowas provoziert fühlt.


      10. vini_vici

        @Sonin
        Inwiefern hat er denn Recht?
        Und wieso ein Grafikblender?

        Die Zornys Verteidigen Ihre Exklisive auch immer als wären Sie perfekt. Sind sie aber nicht.


  • Da-Best

    Hier in den Kommentare darfst du gar nichts mehr sagen, weil egal ob Xbox One X oder PS4 Trolle/Fanboys, einer fühlt sich hier immer angegriffen. Hab hier vor ein paar Tagen geschrieben das ich mir Forza Horizon 4 für den PC hole. Und Promt kam ein Xbox One X Fanboy und wollte mir was unterstellen, und das nur weil sein leben wohl ohne seine Xbox One X keinen sinn mehr macht.

    Da-Best
    Freue mich auf Forza 4. Kauf es mir für den PC

    Sergey
    Du hast keinen PC der Forza Horizon 4 in der Qualität der Xbox one X erreicht. Haupsache schreiben, dass man es nicht für die Xbox kauft.

    Die Leute kennen einen nicht, die wissen nicht über dem gegenübe, aber was man für einen PC hat und was dieser kann oder nicht kann erlauben sie sich rauszunehmen. Komplett in ihrer eigenen Realität. Dabei wollte ich wieder eine Xbox One / X noch eine PS4 / Pro angreifen.


    1. Da-Best

      Nee editieren Funktion in den Kommentaren wäre wünschenswert. Es heißt natürlich wollte ich weder eine Xbox One / X noch eine PS4 / Pro angreifen.


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