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Call of Duty Black Ops 4 im Test: Wie gut ist der Online-Shooter – auch ohne Kampagne?

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Call of Duty Black Ops 4 im Test: Wie gut ist der Online-Shooter – auch ohne Kampagne?

Zombies, Spezialisten und der Blackout: "Call of Duty – Black Ops 4“ mag zwar keine Singleplayer-Funktionen mehr besitzen, trifft aber trotzdem mitten ins Schwarze.

Ein Ego-Shooter ganz ohne Singleplayer-Inhalte – Daran müssen wir uns wohl in Zukunft gewöhnen. Nach den Erfolgen von „Fortnite“ und „Playersunknown‘s Battlegrounds“ ziehen Treyarch und Activision die Konsequenzen und setzen in „Call of Duty – Black Ops 4“ ausschließlich auf Online-Optionen.

Was als waghalsiges Experiment begann, entpuppt sich mittlerweile als gewaltiger Erfolg: „Call of Duty – Black Ops 4“ erntet Höchstwertungen, bricht Verkaufsrekorde und zieht die Spieler in Massen an. Tatsächlich stimmt beim neuen Online-Shooter die Qualität und so schmerzlich wir eine knackige Kampagne vermissen, so viele Stunden haben wir uns inzwischen auch auf den Online-Schlachtfeldern herumgetrieben.

Zappenduster!

Die wichtigste Neuerung stellt der an „Fortnite“ und „PUBG“ angelehnte Blackout-Modus dar. In diesem kämpfen bis zu 100 Spieler um das nackte Überleben. Damit sich diese auf den weitläufigen Maps finden, gibt es immer wieder Kollapse, die die Karte verkleinern und so die Kontrahenten zusammentreiben. Vor dem Start wählt ihr, ob ihr allein, zu zweit oder in Vierer-Teams unterwegs sein möchtet. Danach befindet ihr euch schon im Flugzeug und springt über der Karte ab.

Das Zielgebiet erweist sich als längst nicht so groß wie bei der Konkurrenz, wirkt aber in sich kompakter. Zu Beginn müsst ihr euch natürlich um Waffen und Ausrüstungsgegenstände kümmern und sucht zu diesem Zweck Orte wie Baustellen, kleinere Siedlungen, Baustellen und eine Militärbasis ab. Fahrzeuge gibt es ebenfalls, allerdings sind diese mit Vorsicht zu genießen. Deren Motorengeräusche locken gerne andere Spieler an und sorgen nicht selten für die nächste Auseinandersetzung.

An die optische Wucht eines „Battlefield V“ reicht „Call of Duty – Black Ops 4“ zweifellos nicht heran. Stattdessen wirken die Schauplätze eher kulissenhaft und auch die Umgebungszerstörung beschränkt sich auf ein Minimum. Wer Krachbumm benötigt, der dürfte in dem am 20. November 2018 erscheinenden „Battlefield V“ besser aufgehoben sein.

Trotzdem: Der Blackout-Modus erweist sich als absoluter Volltreffer für „Call of Duty – Black Ops 4“ und gehört sicherlich schon jetzt zu den spielbarsten und unterhaltsamsten Neuerungen der Shooter-Serie. Das liegt nicht zuletzt an dem hohen Nervenkitzel, den jede Auseinandersetzung erzeugt. Denn geht ihr drauf, ist die Partie für euch gelaufen. Gerade anfangs fällt man schnell geübteren Spielern zum Opfer, lernt allerdings mit der Zeit auch dazu und merkt sich beispielsweise wichtige Standorte und Verstecke. Dieser Fortschritt motiviert und trägt zu den ersten Erfolgserlebnissen bei.

So spielt sich „Call of Duty – Black Ops 4“

Zugleich nimmt Entwickler Treyarch kleinere Veränderungen im Gameplay vor. Akrobatische Aktionen wie Wall-Runs gibt es nicht. Stattdessen setzt „Call of Duty – Black Ops 4“ auf Slides und kürzere Sprünge. Viel wichtiger sind aber die Umstellungen des Health-Systems. Ihr heilt euch nicht mehr automatisch, sondern müsst euch per Tastendruck selbst eine Spritze setzen. Diese ist zum einen an eine kurze Cooldown-Phase gekoppelt. Zum anderen aber benötigt das Benutzen Zeit und diese ist im schnellen Mehrspieleralltag verdammt knapp. Entsprechend kommt der Erste-Hilfe-Ladung eine taktische Komponente zu und nicht selten muss man seine Kameraden um Deckung bitte, um sich einen weiteren Schuss zu setzen.

Überhaupt legt „Call of Duty – Black Ops 4“ mehr Wert auf Teamwork als zuvor. Das Zusammenspiel der zehn Spezialisten funktioniert im klassischen Mehrspielermodus ausgezeichnet und ihre Spezial-Fähigkeiten ergänzen sich ausgezeichnet. Auch das Design der 14 Karten ist schlichtweg erstklassig und wartet mit einigen kreativen Schauplätzen, aber auch renovierten alten Bekannten auf. Aktuell gibt es zwar noch Balancing-Probleme – etwa bei Nomads Bluthund – und Match-Making-Schwierigkeiten, trotzdem werden gerade Teamplayer eine Menge Freude mit den verschiedenen Online-Modi haben. Praktisch: Kurze Tutorial-Missionen führen euch in die Fertigkeiten der Spezialisten ein und erklären deren Eigenheiten. Ein paar Videos erzählen zudem die Hintergründe der Figuren. Eine wirklich Rolle spielen diese aber nicht.

Zombies und Multiplayer

Bei den Mehrspieleroptionen gibt sich Treyarch sehr konventionell: Es gibt weiterhin das Ausrüstungssystem Pick-10 und Optionen wie Free For All und Herrschaft kommen den meisten wohl ebenso bekannt vor. Neu dabei sind Überfall und Kontrolle, die sich gut in das Gesamtkonzept einfügen. Überfall erinnert stark an „Counter-Strike“ und setzt zwei Teams in mehreren Spielrunden gegeneinander. Abschüsse und Siegen bringen Geld, aber auch das Extrahieren der verteilten Geldsäcke. Mit dem Zaster kauft ihr neue Ausrüstungsgegenstände und erleichtert euch so das Leben. In Kontrolle dagegen kämpfen zwei Teams um Schlüsselpunkte, besitzen aber limitierte Resapwn-Tickets. Entsprechend ist Teamwork hier umso wichtiger und jeder Revive Gold wert.

Der Zombie-Modus besteht derzeit noch aus zwei Kapitel, geizt dabei aber nicht mit Blut und launiger Koop-Gewalt. Speziell die neuen Talente der Charaktere machen riesig Spaß und Zombies wirkt in „Call of Duty – Black Ops 4“ noch überdrehter als zuvor. Kurzum: Hier wurde nur leicht am Gameplay geschraubt, dafür bleibt Zombies aber eine extrem unterhaltsame Angelegenheit.

Meinung

Mit „Call of Duty – Black Ops 4“ sperren Treyarch und Activision zwar Solo-Spieler aus, machen aber trotzdem vieles richtig. Ganz egal, ob Waffen-Gameplay, Spielmodi oder Umfang – „Call of Duty – Black Ops 4“ ist eine runde Sache und wer sich mit den verschiedenen Spielarten anfreundet, verliert sich schnell darin. Speziell der Blackout-Modus erweist sich als gelungene Weiterentwicklung der Shooter-Reihe und fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein. Zombies und klassischer Multiplayer überzeugen ebenfalls mit den kleineren Veränderungen. Kurzum: „Call of Duty – Black

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