Diablo 4: Fenris als neuste Inkarnation und Aussagen zum zweiten Diablo 3-Addon
Kotaku konnte mit mehreren Blizzard-Mitarbeitern sprechen und fand dabei eine Menge über die "Diablo"-Reihe heraus. Angesprochen wurden eingestellte Projekte und auch das erhoffte "Diablo 4".

Kotakus Jason Schreier hatte die Möglichkeit, mit elf aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Blizzard Entertainment zu sprechen. Sie wollten allesamt anonym bleiben und plauderten fleißig über die „Diablo“-Reihe.

Dabei kam unter anderem heraus, dass die Entwickler nach „Reaper of Souls“ für „Diablo 3“ an einem zweiten Addon arbeiten sollten. Diese Pläne wurden laut der Angabe der Informanten schon vor der Veröffentlichung von „Reaper of Souls“ verworfen.

Gründe wurden nicht genannt, allerdings hatten die Mitarbeiter das Gefühl, dass die Leute in der Führungsetage von Blizzard Entertainment das Vertrauen in „Diablo 3“ verloren hatten und von einem Misserfolg ausgingen. Gleichzeitig sollten die Anstrengungen in Richtung „Diablo 4“ gelenkt werden. Angekündigt wurde der Titel bislang nicht.

Ein Projekt namens Hades

Dem weiteren Kotaku-Bericht zufolge befand sich bei Blizzard Entertainment ein Projekt namens „Hades“ in Arbeit. Auch die Produktion dieses Titels wurde eingestellt. Erwartet hätte euch eine „Diablo“-Variante von „Dark Souls“, die aus der Third-Person-Perspektive gespielt werden sollte.

„Hades“ wird als ein Dungeon-Crawler im gotischen Stil beschrieben. Ein echtes „Diablo 4“ wäre daraus laut der Aussage der anonymen Mitarbeiter wohl nicht geworden, da die Unterschiede zu den vorherigen Teilen der „Diablo“-Reihe zu groß waren.

Die Entwicklung von „Hades“ soll in den Jahren 2014 bis 2016 sehr schwierig verlaufen sein. Und nachdem nur noch wenig Fortschritt verzeichnet werden konnte, wurde die Entwicklung eingestellt.

In einer Stellungnahme von Blizzard heißt es lediglich, dass die Einstellung von Projekten nicht ungewöhnlich sei. 50 Prozent aller Spiele, an denen innerhalb des Unternehmens gearbeitet wurde, landeten nie auf dem Markt.

Fenris als neuste Inkarnation von Diablo 4

„Diablo 4“ soll sich hingegen weiter in Arbeit befinden. Die Produktion läuft unter dem Codenamen „Fenris“, heißt es im weiteren Verlauf des Kotakuberichtes. Die Entwicklung erfolgt nach einem Reboot offenbar seit 2016.

Die von Kotaku interviewten Mitarbeiter sind in Bezug auf dieses Projekt sehr optimistisch und zuversichtlich. Von einer starken Vision für das Spiel ist die Rede. Erwarten soll euch mit „Diablo 4“ ein Spiel, das mehr wie „Diablo 2“ in Erscheinung tritt und mit modernen Elementen aufgepeppt wird. Versprochen wird ein düsteres und brutales Action-RPG, das sich farblich von „Diablo 3“ unterscheidet.

Zu den weiteren Bestandteilen von „Diablo 4“ könnten den heutigen Angaben zufolge MMO-Elemente zählen. Es wird beispielsweise darüber nachgedacht, ein Treffen der Spieler zu arrangieren, sodass diese gemeinsame Abenteuer erleben können.

In Bezug auf die Kameraperspektive ändert sich offenbar nichts. Bei der jüngsten Version setzen die Entwickler nach wie vor auf die isometrische Perspektive. In Stein gemeißelt ist aber offenbar noch nicht alles: Laut der Angabe der anonymen Mitarbeiter von Blizzard Entertainment befindet sich „Fenris“ in einem frühen Stadium der Entwicklung.

Das bedeutet zugleich: Mit einer Veröffentlichung von „Diablo 4“ sollte nicht vor 2020 gerechnet werden. Den vollständigen Bericht von Kotaku mit zahlreichen weiteren Details lest ihr hier.

(*) Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.