Microsoft: Kein Interesse am Kauf von Electronic Arts
Microsoft hat kein Interesse daran, einen Publisher wie Electronic Arts zu übernehmen. Das Unternehmen ist vielmehr auf der Suche nach kreativen Teams, die den Game Pass beflügeln können.
Microsoft: Kein Interesse am Kauf von Electronic Arts
Phil Spencer ist auf der Suche nach kreativen Teams.

Microsoft hat in den vergangenen Monaten mehrere Studios übernommen. Ein Third-Party-Publisher war bisher nicht auf der Einkaufsliste, auch wenn vor längerer Zeit das Gerücht aufkam, dass Microsoft an Electronic Arts interessiert sei.

In einem aktuellen Interview versuchte Microsofts Phil Spencer zu erklären, warum ein Publisher nicht zur Akquisitions-Strategie der Redmonder passt.

Microsoft möchte sich auf kreative Teams konzentrieren

„Wenn man sich unsere Studio-Akquisitionen anschaut, die wir abgeschlossen haben, dann erkennt man, dass wir uns auf kreative Teams konzentrieren, von denen wir glauben, dass sie sehr interessante Inhalte erstellen können“, so Spencer, der zugleich signalisierte, dass diese Inhalte den Game Pass und das gesamte System beflügeln sollen.

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Microsoft habe weniger ein Interesse daran, ganze Management-Teams und Infrastrukturen zu übernehmen, über die man bereits innerhalb des Unternehmens verfügt. „Man kann sich den bisherigen Weg anschauen. Wir haben sieben Studios in sechs Monaten hinzugefügt. Und wenn man sie betrachtet, wird man meiner Meinung nach bestimmte Voraussetzungen sehen“, so Spencer weiter.

„Aber was noch wichtiger ist: Die kreativen Teams, die wir aufnehmen, wissen, dass wir sie an eine Microsoft-Infrastruktur anschließen können, eine Xbox-Infrastruktur, die diesen Teams zum Erfolg verhelfen kann.“ Dazu zählen laut Spencer eine solide Finanzierung, eine bessere Ausrichtung auf den Game Pass und die Möglichkeit, die Spieler überall zu erreichen.

Kauf eines Publishers wäre verschwendetes Geld

Zum Verzicht auf den Kauf von Publishern erklärte Spencer weiter. „Wir müssen nicht für einige der Dinge bezahlen, die einige der größeren Publisher besitzen und die wir wahrscheinlich schon unter unserem Dach haben. Also ja. Unser Fokus lag nicht darauf, bereits vorhandene Funktionen zu integrieren, für die wir bezahlen müssten.“

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Das sei nicht im Interesse von Spencer. Vielmehr möchte Microsoft kreative und unabhängige Teams finden, die in das Unternehmen eingegliedert werden können. „Ich bin mit dem Weg, den wir derzeit gehen, wirklich sehr zufrieden“, so die abschließenden Worte von Spencer.