PS5 & Xbox Scarlett: Entwickler spricht über die Notwendigkeit der Abwärtskompatibilität
Mit welchen Features die beiden Konsolen PlayStation 5 und Next Xbox veröffentlicht werden, ist nicht bekannt. Ganz hoch im Kurs steht allerdings die Abwärtskompatibilität.
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PS5 & Xbox Scarlett: Entwickler spricht über die Notwendigkeit der Abwärtskompatibilität
Die PS4 bietet keine klassische Abwärtskompatibilität.

Während die Ankündigungen der beiden Next-Gen-Konsolen PlayStation 5 und Next Xbox (oder auch Xbox Scarlett) in greifbare Nähe rücken dürften, machen sich viele Spieler und Entwickler Gedanken darüber, welche Features die neue Hardware bieten sollte. Häufiger kommt dabei die Abwärtskompatibilität ins Gespräch.

Und laut der Hoffnung von Marc-André Jutras, einem Veteran von Activision und Ubisoft, der derzeit mit Cradle Games am Science-Fiction-Rollenspiel „Hellpoint“ arbeitet, erwartet die Spieler eine echte Abwärtskompatibilität, die ohne Whitelist funktioniert. In einem aktuellen Interview erklärte der Mann:

„Bei der PlayStation wird es meiner Meinung nach so sein. War es die Xbox 360, bei der es eine Liste mit den kompatiblen Spielen der ersten Xbox gab? Sie mussten die Spiele einzeln genehmigen? Ich denke, das war schräg. Und ich hoffe, dass es so etwas nicht wieder geben wird.“

Jutras zieht eine andere Lösung vor. Dabei handelt es sich um einen Emulator, über den die Spiele direkt und ohne Vorbereitung genutzt werden können.

„Ich ziehe es vor, einen Emulator zu haben, der alle Spiele, die für eine Konsole verfügbar sind, laufen lässt. Vielleicht mit kleinen Fehlern und Störungen, anstatt zu sagen, dass ich 50 Spiele in meiner Bibliothek habe und ich nur vier davon spielen kann, weil die anderen noch nicht genehmigt wurden.“

Abwärtskompatibilität hilft den Konsolen

Der Entwickler lobte im weiteren Verlauf des Interviews den Nintendo-Ansatz mit der Wii U, bei der jedes Wii-Spiel von Anfang an spielbar war. Zudem sei die Abwärtskompatibilität auch für Konsolenhersteller von Vorteil. Denn es bedeutet, dass ihre Konsole nicht mit einer überschaubaren Spieleauswahl an den Start gehen und praktisch bei Null anfangen muss.

„Wenn man mit einer neuen Konsole beginnt, gibt es anfangs keine Benutzerbasis und die Anzahl der Spiele, die man für die Konsole hat, ist ebenfalls bei Null. Man braucht Entwickler, um Spiele zu produzieren. Und man braucht Leute, um die Konsole zu kaufen. Und das ist eine Art ‚Huhn oder Ei‘. Werden die Entwickler auf den Zug springen und Spiele entwickeln, die Leute die Konsole kaufen lassen?

Oder werden die Leute die Konsole kaufen, was die Entwickler dazu bringt, Spiele zu produzieren? Es ist also schon eine große Herausforderung, eine neue Konsole zu veröffentlichen, da man nie genau weiß, ob genügend Spiele verfügbar sind, um eine Konsole verkaufen zu können, oder ob genügend Konsolen verkauft werden, um ein Spiel absetzen zu können.“

Eine Mischung aus Exklusivangeboten und Abwärtskompatibilität

Von der PlayStation 5 erwartet Juntras einige großartige Exklusivangebote. Beispielweise habe er eine PS4 gekauft, um „Bloodborne“ spielen zu können.

„Ich glaube, Microsoft ist in diesem Bereich ins Stocken geraten, auch wenn man sich die Anzahl der von Microsoft in diesem Jahr gekauften Studios ansieht. Ich denke, sie haben endlich herausgefunden, dass sie Exklusivrechte benötigen, wenn sie die Konsole verkaufen wollen, und sie müssen gut sein.

Ich hoffe also, dass die nächste Generation von Konsolen über große Exklusivangebote verfügt. Und ich hoffe, dass Sony und Microsoft herausfinden werden, dass, wenn sie eine Konsole herausbringen, die alle alten Spiele abspielen kann, sie eine Benutzerbasis haben werden, die eher an Bord gehen wird, denn sie können diesen riesigen Katalog von Spielen spielen.

Wenn ich 100 Spiele auf der Xbox 360 und 100 Spiele auf der Xbox One habe und eine neue Xbox herauskommt, die alle meine Xbox 360- und Xbox One-Spiele unterstützt, bin ich viel eher zum Kauf der neuen Xbox als bei anderen Konsolen bereit.“

Das komplette Statement lest ihr hier.

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