Super Smash Bros. Ultimate: Lags, unpräzises Matchmaking, fehlende Funktionen – Spieler sind mit den Online-Funktionen unzufrieden
Das frisch erschienene Kampfspiel "Super Smash Bros. Ultimate" hat aktuell mit enormen Problemen im Online-Modus zu kämpfen, die die Spieler in Rage bringen.

Ende der vergangenen Woche erschien das Kampfspiel „Super Smash Bros. Ultimate“ exklusiv für die Nintendo Switch im weltweiten Handel. Auch wenn das Spiel umfangreiche Einzelspieler-Inhalte sowie einen packenden Offline-Multiplayer zu bieten hat, so ist das Rückgrat eines Kampfspiels in der heutigen Zeit vor allem ein funktionierender Online-Modus.

Spieler erleben Lags und Latenzprobleme

Doch ist es vor allem der Online-Modus, der den Spielern bisher sauer aufstößt. So wird man aktuell mit enormen Lags konfrontiert, sobald ein einziger Spieler in der Lobby eine instabile Internetverbindung aufweist. Für ein Genre wie den Kampfspielen sind Lags ein absolutes No-Go, da vor allem präzise Eingaben vonnöten sind, um die Konkurrenz in ihre Schranken zu weisen.

Game Director Masahiro Sakurai hatte bereits betont, dass die Spieler den zusätzlichen LAN-Adapter besitzen und über Kabel spielen sollten, wenn sie eine möglichst stabile Verbindung erleben wollen. Der LAN-Adapter bringt einen zusätzlichen Kostenpunkt von 30 Euro mit sich und soll die Probleme laut Spielerberichten nur minimal verbessern.

Doch hören die Probleme dort noch nicht auf. Neben den bereits angesprochenen Lags gibt es auch Probleme mit der Latenz. Somit werden die Eingaben der Spieler nicht präzise umgesetzt, was zu einem unkontrollierten Chaos führt. Dieses Problem begleitet die Reihe bereits seit „Super Smash Bros. Brawl“ auf der Nintendo Wii. Da der neueste Ableger jedoch bedeutend schneller ist, wird dieses Dilemma noch einmal verschärft.

Entfernte Spielfunktionen

Allerdings sind die Lags und die mangelnde Latenz nicht einmal die größten Probleme für die Community. Im Vergleich zu den Nintendo Wii U- sowie Nintendo 3DS-Ablegern der Reihe wurden die Optionen „For Fun“ und „For Glory“ entfernt, sodass die Spieler ihre Präferenzen für das Matchmaking festlegen müssen.

Und dort wartet ein großes Problem. Obwohl die Spieler Eins-gegen-Eins-Duelle ohne Gegenstände suchen, werden sie regelmäßig in Partien mit vier oder mehr Spielern gesteckt, in denen alle Gegenstände zur Verfügung stehen. Dieses Matchmaking stößt bei den meisten Spielern sauer auf, da sie nicht einmal die Modi spielen können, die sie spielen wollen.

Außerdem wurde nach dem Launch auf der offiziellen Seite ein Hinweis überarbeitet, der auf ein uneingeschränktes Koop-Erlebnis hingedeutet hatte. So sollten zwei Offline-Spieler in der Lage sein, online ohne Einschränkungen gegen andere Spieler anzutreten. Inzwischen wurde dieser Aspekt lediglich auf Schnelle Spiele beschränkt.

Im Weiteren wird kritisiert, dass man zwar eigene Kampfarenen mit entsprechenden Einstellungen eröffnen kann, dies jedoch nicht Freunden mitgeteilt werden kann, da das grundlegende Online-System der Nintendo Switch keine Nachrichtenfunktion bietet. Außerdem kann man andere Spieler nicht einladen, wobei man die Kämpfe auch nicht mit KI-Gegnern auffüllen kann, sodass nur menschliche Spieler gegeneinander antreten können.

Abschließend wird auch weiterhin der Voice Chat kritisiert, der über die Nintendo Switch Online-Mobile App umgesetzt wird. Auch wenn der Chat gelegentlich funktioniert, so soll es zu regelmäßigen Verbindungsabbrüchen kommen.

Nächster Patch bereits in Arbeit

Da der Onlinedienst der Nintendo Switch seit dem vergangenen September kostenpflichtig ist und die Spieler jährlich 20 Euro zahlen müssen, um die Onlinefunktionen der Spiele nutzen können, befindet sich „Super Smash Bros. Ultimate“ aktuell in einem desaströsen Zustand. Da kann man nur hoffen, dass Nintendo schnellstmöglich nachbessert.

Nintendo hat zumindest bekanntgegeben, dass man bis zum 18. Dezember 2018 einen neuen Patch für „Super Smash Bros. Ultimate“ veröffentlichen wird. Allerdings ist noch nicht bekannt, welche Änderungen mit dem Patch 1.2.0 vorgenommen werden.

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